Pro und Kontra Hausbau

    • (1) 07.10.17 - 15:29

      Hallo ihr Lieben!

      Das Thema ist ja hier auch immer mal in der Diskussion.
      Ich bin schlecht drauf. Wir hatten eigentlich vor, in den nächsten zwei ein Haus zu bauen. Ein Grundstück haben wir reserviert.
      Gestern war dann das erste Bankgespräch um den Kreditvolumen festzulegen. Naja, es war ernüchternd.
      Letztes Jahr hatten wir noch mit 500€ weniger Nettoeinkommen gerechnet. Jetzt bekommen wir 25.000€ weniger, als noch letztes Jahr. 250.000€ ist unser Rahmen.🙈
      Wir müssten dafür ein kleines Haus bauen und uns sonst auch einschränken.
      Warum sollte ich insgesamt 1400€ monatlich für ein Optionshaus ausgeben, mich in manchen Dingen einschränken müssen (Elternzeit/Urlaub...) ohne das Traumhaus zu haben?
      Wir haben beide feste Jobs, ein Kind und steigende Einkommen (zur Zeit ~4200€). Eigenkapital denkt nur die Baunebenkosten.

      Als Mieter hätten wir hier in der Region die Hälfte an Wohnkosten und würden sehr gut leben, ohne große Einschränkungen.

      Wer hat sich gegen ein Hausbau entschieden?

      LG
      Diana

      • (2) 07.10.17 - 17:56

        Hallo Diana

        Wir haben uns Damals dagegen entschieden. Wir hatten keinen Erbonkel und auch sonst Niemanden, der was "zugeschossen" hätte.
        Somit hätten wir uns ziemlich einschränken müssen.

        Als junges Ehepaar wohnten wir in einer kleinen Wohnung mitten in der Stadt, das war toll.
        Als unser Sohn sich ankündigte, zogen wir in eine große Wohnung aufs Land und bevor der zu Schule kam und ein Hund unsere Familie komplettierte, in ein Haus mit großem Garten.
        Als unser Sohn auszog, war das Haus viel zu groß. Man wird ja auch älter und das putzen immer beschwerlicher.
        Wir wohnen jetzt in einer kleineren Wohnung, mit einem großen Garten, um den sich, da sie sehr günstig ist, ein Gärtner kümmert.
        Ich bin super zufrieden, besonders wenn ich sehe, wie unser Freunde und Familie viel Zeit und Geld in ihre Häuser stecken.
        Man vergisst eben oft, dass Häuser auch nicht jünger werden.
        In einigen Jahren werden wir noch ein letztes Mal umziehe. Nämlich in eine kleine Wohnung mit Balkon, Fahrstuhl und Hausmeister. In der wir uns um nichts mehr kümmern müssen.

        Mein Fazit; alles richtig gemacht.

        Eva

        Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern oder den Administratoren als nicht angemessen bewertet und wird deswegen ausgeblendet.

      Mieten muss ja keine schlechte Option per se. Bei uns sind die Preise für ein Einfamilienhaus teilweise so horrend, dass Mieten ganz klar auch ziemlich attraktiv sein kann.

      Ihr könntet euch auch überlegen noch drei bis fünf Jahre zu sparen und dann zu bauen. Wobei bauen ja auch nicht billiger wird.

      Aber wie gesagt, auch mieten hat seine Vorteile!

      LG

      • Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern oder den Administratoren als nicht angemessen bewertet und wird deswegen ausgeblendet.

        • Man ist flexibler.
          Wenn man aus beruflichen oder privaten Gründen 300 oder auch 3000 km weit wegziehen will, dann kündigt man einfach mit den entsprechenden Fristen und muss sich nicht einfach um einen Verkauf oder eine Vermietung kümmern.
          Auch bei einer Trennung muss man nicht groß über Zahlungen, Verkauf etc diskutieren.

          Wenn irgendetwas los ist - ein Rohr ist leck, die Heizung spinnt, die Gemeinde will einen Gehsteig errichten und die Anrainer müssen irgendwas bezahlen - dann ruft man einfach den Vermieter an und der muss sich kümmern und auch entsprechend bezahlen.

          Es gibt also schon Vorteile.

          LG

    (11) 07.10.17 - 21:30

    Hi,
    bei uns im Speckgürtel Münchens ist das Mieten einer Doppelhaushälfte teils teurer als ein Haus abzutragen. Wir haben vor 11 Jahren gebaut, sicherlich nicht das 100%ige Traumhaus, aber die Mieten sind hier regelrecht explodiert....

    Wir haben gut geplant, da in der Nähe die Autobahn weiter gebaut wird, wir haben eine extreme Wertsteigerung dadurch, phne Lärmbelästigung.

    Also nicht nur an heute denken, sondern eine Immobilie auvh als Absicherung sehen. Im Rentenalter kannst du das abbezahlte Haus verkaufen und wieder investieren in eine Rentenwohnung , etc.
    Miete ist Weg, bei Eigentum -gut geplant- ist auf Dauer ein Mehrwert da. Aber es kommt drauf an, was man sich leisten kann.

    Ernüchternd für viel, das die Fiannzierungen der Banken sich verändert haben, Junge Familie bekommen schwer Kredit und auch die 100% Finanzierung funktioniert auch nicht mehr
    lg
    lisa

    Wir haben eine gebrauchtimmobilie gekauft...Für uns bedeutet es viel Lebensqualität. Die eigenen 4 Wände, ein Garten, keine Nachbarn. In einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus wollten wir nie leben. Voraussetzung war für uns allerdings das wir uns NICHT großartig einschränken müssen! Das nach wie vor mindestens 2 Urlaube im Jahr drin sind, das nur einer vollzeit arbeiten muss usw. Wir haben deswegen auch keine 300.000 euro finanziert und neu gebaut sondern nach unserem Traum gesucht der in unser Budget passt.

    (13) 08.10.17 - 08:41

    Also ich bin jetzt älter die Kinder groß und ja wir haben ein Haus und finden es noch toll. ABER!!!!
    Wir haben damals ein Rohbau ersteigert und weitergebaut Kostenpunkt um die 100 000 DM Das was alles eigenes Geld bis auch 5000 Euro die wir bei Omi geborgt haben. Wir haben in jungen Jahren gespart und gearbeitet bis zum umfallen für den Traum vom Haus. Das Haus hat uns von Anfang an gehört und so konnten wir auch beruhigt Rücklagen für später schaffen.
    Der Vorbesitzer hat schon weiter gedacht er wollte 4 Wohnungen bauen, so konnten wir jetzt das Haus schon für eine Tochter halbieren und für die anderen Töchter ist auch schon vorgesorgt. Wenn alle verheiratet sind ziehen wir in eine kleine Wohnung entweder im Haus oder zur Miete.Das ist aber noch nicht Spruchreif.

    Wenn ich jetzt die Zeit zurück drehen könnte, ich würde es wieder so machen.

    Wenn ich jetzt aber Jung wäre würde ich kein Haus mehr kaufen.Der Grund ist,als wir unser Haus gebaut haben kamen Häuser max 150 000 DM und das waren schöne normale große Häuser, heute sind sie kleiner und doppelt so teuer.Und das alles auf Finazierung : Nie und nimmer!

    Wenn ich heute noch einen supersicheren Arbeitsplatz habe, weiß ich nicht ob er morgen noch sicher ist.Egal was man kaufen will, es wird nichts billiger, im Gegenteil die Preise steigen,die Einkommen vielleicht auch aber nicht so rassannt wie die Preise.

    Ich habe jetzt das beste Beispiel vor der Haustür. Vor ca 10 Jahren wurde das Haus gegenüber verkauft (Besitzer ist gestorben). Mittlerweile wir das Haus jetzt zum 4. mal verkauft.Die Käufer blieben nie lange.Entweder wurde einer arbeitslos , oder es kamen Kinder.....

    Ich finde man sollte nicht aus Teufel komm raus ein Haus kaufen nur weil es eben dazu gehört.
    Eine Mietwohnung hat auch viel Vorteile.
    Eine Freundin von mir hat eine Wohnung, sie sind 6 Familien im Haus eine tolle Hausgemeinschaft, jeder ist für jeden da, es wurde auch viel für die Kinder gemacht.Sie hat einen städtischen Vermieter und so wie ich mitbekommen habe nie Probleme mit ihm gehabt.
    Ist mal was an der Heizung oder allgemein in der Wohnung nicht in Ordnung ruft sie an und es wird sofort behoben.
    Da sie nur Balkon haben und zwar etwas grünes vor der Haustür aber nicht viel, haben sie sich einen Schrebergarten gepachtet.

    Natürlich kann man mit einer Wohnung reinfallen,Aber wenn einem die Nachbarn nicht gefallen zieht man eben weg, wir können unseren Nachbarn nicht entfliehen. Ok wir haben aber noch tolle Nachbarn :-)

    Ich kann dir nur raten, ihr seit jung überstürzt nichts, wenn du dein Traumhaus findest dann schlag zu, wenn nicht werde in einer Wohnung glücklich und suche nicht das negative an der Wohnung sondern das positive. :-)

    Vielleicht findet ihr auch ein Traumhaus zur Miete.

    Ich habe mich gegen Hausbau entschieden, und schon fertige Immobilien gekauft. Das kommt viel günstiger.

(16) 08.10.17 - 12:17

Wir haben auch gebaut und sind vor 3 Wochen eingezogen. Ei der Kreditvergabe waren wir beide 23 , das war letztens Jahr. Wir haben ein Einkommen wie ihr und haben 240.000€ aufgenommen und das Grundtück und die Baunebenkosten aus EK finanziert. Wir hätten auch mehr Geld haben können das brauchten und wollten wir aber nicht. Man muss halt wissen was einem wichtig ist, wir haben es versucht mit einem Kind, als das aber nicht geklappt hat , haben wir diesen Wunsch erstmal nach hinten verschoben und uns um das Haus gekümmert. Wir zahlen im Monat 1300€ Rate, hier gibt es keine Zuschüsse von meinen Eltern oder Oma oder so (obwohl das viele immer denken und dann Geschichten erzählen dir gar nicht stimmen ). Wir fahren 2 teure Autos usw. man muss halt Prioritäten setzen, wissen was einem wichtig ist und vorallem was man in den nächsten Jahren leisten möchte kann oder eben opfern möchte. Mit Kind müssten wir uns sehr einschränken oder die Rate deutlich reduzieren. Das wollen wir erstmal nicht. Wenn ihr genau wisst was ihr wollt dann macht es. Wenn der Kreditrahmen zu klein ist sparen noch mehr EK an oder gehe zu einer anderen Bank.

(17) 09.10.17 - 11:06

Was heißt denn, "ein Grundstück haben wir reserviert"? ... kostet das was?

Wie muss man "Letztes Jahr hatten wir noch mit 500€ weniger Nettoeinkommen gerechnet. Jetzt bekommen wir 25.000€ weniger, als noch letztes Jahr." verstehen?
War eure Einkommenssituation um 25.000,- rückläufig? Warum?

Mit 250.000,- kann man aktuell in einer DE Großstadt kein Haus bauen.
Das ist einfach zu wenig.
Auf dem platten Land kann es mit Einschränkungen noch so gerade funktionieren.
Baut ihr in München oder auf dem Dorf?

Was ist ein "Optionshaus"?
BTW: Ja, wer was erreichen will (hier das Haus) muss was leisten und ggfs. auch mal die Arschbacken zusammen kneifen.

Die 4200,- sind netto?
Damit sollte einiges mehr als 250.000 Baukredit zu stemmen sein.
Wie hoch ist den das EK?

Als Mieter die Hälfte von 4200,- als Wohnkosten. #schock
Also doch München? #kratz

BTW: Dir ist schon klar, dass es sowas wie Altersarmut gibt. Ohne eine Absicherung mit Staatlicher Rente, Riester und mindestens einer 3. Säule wie z.B. der selbst genutzten und im Alter bezahlten Immobilie, taumelt ihr geradewegs auf die Altersarmut zu. Ihr merkt es aber anscheinend nicht.

Empfehlung:
Anstatt hier rum zu heulen wie schlecht doch alles ist solltest Du etwas sachlicher werden. Die Zahlen, alle Zahlen, auf den Tisch legen und dann geht man auch nicht nur zu einer Bank, sondern zu mindestens 3 Banken, besser 5 oder noch mehr plus interhype usw.
Und lasst euch keine dummen Bausparer oder anderen teuren Nonsens aufschwatzen; damit verdienen vor allem die, die das Zeugs verkaufen.

  • Ich bin auch der Meinung das 4000 netto ein super Einkommen ist. Aber so eine hohe rate käme für mich nicht in Frage. Wo liest du denn das sie die Hälfte für Miete ausgeben? Ich habe verstanden die Hälfte der geplanten rate. Und das ist das preisniveau wie bei uns in Thüringen.

    • Aktuell geben sie noch nicht die Hälfte für Miete aus, aber das ist die Alternative um "sehr gut zu wohnen".

      "Als Mieter hätten wir hier in der Region die Hälfte an Wohnkosten und würden sehr gut leben, ohne große Einschränkungen."

      50% für Wohnen ausgeben ist einfach zu viel.
      Da muss man sich entweder verkleinern, oder mehr verdienen.
      Es droht Altersarmut.

(20) 10.10.17 - 22:22

Hallo, vielleicht hab ich mich ander ein oder anderen Stelle zu allgemein ausgedrückt.
Das Grundstück ist kostenlos reserviert, da es noch nicht erschlossen ist. Wir hätten jetzt die Möglochkeit ein sofort bebaubares aber nicht so tolles Grundstück zu haben und darauf ein "Optionshaus" (=eine Nummer kleiner, weil Kreditrahmen jetzt geringer) zu bauen.
Letztes Jahr waren wir bereits bei der Bank und haben uns ein Kreditvolumen errechnen lassen. Da mussten wir mit monatlich 500€ netto weniger rechnen, da wird damals,noch andere Jobs hatten. Die Bank hätte uns damals 275.000€ bereitgestellt zu 1,75%. Jetzt sind es 250.000€ zu 2,2% p.a..
Wir bauen in Thüringen, hier ist es noch verhältnismäßig günstig, wird aber mit o.g.Rahmen trotzdem sehr knapp.
Wir haben aktuell 4200€ netto, aber aufsteigende Gehälter. Ich verdiene also z.b. in einem Jahr ~200€ mehr.
Wir haben uns den Kredit mit 900€ Rate ausrechnen lassen, dazu 400€ Nebenkosten. Aktuell bezahlen wir 675€ Miete, das ist also die Hälfte an Wohnkosten im Vergleich zum Haus.
Eigenkapital ist wahrscheinlich das Stichwort, wir haben nur 15.000€. Und natürlich vergleichen wir die Banken. Ich gehe davon aus, dass diese sich aber nicht in mehreren Zehntausend Euro unterscheiden.
Es ist sicherlich von Vorteil, wenn wir auf das reservierte Grundstück warten, weiter Eigenkapital ansparen und dann nochmal neu planen, auch mit dem Hintergedanken, dass die Preise/Zinsen weiter steigen.

Aber ich baue nicht auf Teufel komm' raus.

Die Altersarmut haben wir natürlich auch im Kopf. Unsere Vorsorge erstreckt sich bereits auf 3 Säulen. Man weiß nie, was bis zum Renteneintritt passiert. Wir sind eben auch erst 28 und 33. Man könnte auch das Gesparte später in eine kleinere Eigentumswohnung investieren.

Und rumheulen tu ich bestimmt nicht. Es ist bei uns wahrscheinlich einfach gerade doofes Timing was das Bauen anbetrifft.

Vg

  • Guten morgen. Da hab ich ja richtig gelegen mit thüringen. Bei uns ist das ein super Einkommen. Mit der Dauerbelastung der rate sieht es schon anders aus. Schaut euch mal um ob ihr was gebrauchtes bekommt was euch gefällt und in guten Zustand ist. Wir haben ungefähr das selbe wie ihr finanziell. Haben aber keine Miete oder Kredite. Darf ich fragen in welcher Gegend ihr lebt?

    • Wir wohnen in Südthüringen.
      Nach einer Bestandsimmobilie schauen wir uns um. Der Markt ist halt wie leergefegt. Auch Bestandsimmobilien sind der Nachfrage entsprechend teuer.
      Die Rate würde ja sogar gehen unterm Strich, rein rechnerisch. Viel für Urlaub, zusätzliche Rücklagen bleibt aber halt nicht. Und genau das ist mir aber wichtig. Und alles kann man eben nicht haben.😊
      Also sparen wir nochmal kräftig und schauen was sich ergibt.
      Vg

(23) 11.10.17 - 08:18

Was ist denn da mit dem Zinssatz passiert.
0,45 hoch in einem Jahr, wenn ich mir langfristige Zinsen für 10-jährige Hypotheken anschaue ging der Trend eher nach unten.
Einen Zinssatz über 1,75%, eigentlich bereits über 1,5%, würde ich mal als zu hoch interpretieren. Das Angebot ist schlecht und da liegt dann euch euer Problem bzw. das ist der Grund, warum da heute T€ 25 weniger bei raus kommen.

https://www.interhyp.de/zins-charts/

Zu einer anderen Bank gehen!

  • (24) 18.10.17 - 13:43

    Diese Zinssätze sind doch nicht realistisch! Das sind doch alles Lockangebote.
    Bei einer 100% Finanzierung bekommt man die niemals. Maximal bei 60% und bei zwei Vollverdienern oder man ist Beamter. Und Kinder darfst du dann auch keine haben...

    Und Selbständigkeit ist das Todesurteil!

    • (25) 02.11.17 - 11:49

      Dann sprichst Du vielleicht mit der falschen Bank!
      Die Zinssätze sind absolut realistisch, wir haben selbst sogar unter 1,5% abgeschlossen.

      Es ist möglich, aber die Rahmenbedingungen sollten natürlich stimmen.
      Risiko kostet immer Risikoaufschlag; von Selbstständigkeit stand hier nichts.

      Kinder sehe ich nicht als Nachteil.

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