Hattet ihr Rücklagen fürs Kinder bekommen gespart?

    • (1) 12.10.17 - 20:32

      Hallo,

      mittlerweile steht bei meinem Mann und mir das Thema Kinder im Raum und ich mache mir seit einiger Zeit meine Gedanken zu dem finanziellen Aspekt. Ich rechne seit einigen Tagen hin und her, wie wir die Elternzeit denn einigermaßen um die Runden bekommen können und komme nur zu Frust und dem Glauben, dass wir uns Kinder eigentlich gar nicht leisten können. #kratz

      Fakt ist wohl, dass ich höchstens den Mutterschutz in Anspruch nehmen werde/ kann, da mein Gehalt einfach das höhere ist. Mein Mann muss das Jahr Elternzeit nehmen. In der Konstellation fehlen uns dann aber höchstwahrscheinlich ca. 1.500€ monatlich an Nettoeinkommen #schock. In der Zeit muss auch ich dann mit geringerem Einkommen rechnen. Mein Gehalt ist leider leistungsabhängig und ich vermute stark, dass ich vor und nach der Schwangerschaft eben nicht so viel arbeiten kann/ belastbar bin, wie im "Normalzustand" und daher ebenfalls weniger Geld verdiene. Würde ich jedoch die Elternzeit nehmen wäre es noch schlimmer und uns würde noch mehr fehlen. :-(

      Anfangs dachte ich bei dem Thema Kind recht naiv, dass man halt vorher ein paar Monate einfach noch etwas spart und ein Polster bildet, um eine Sicherheit im Rücken zu haben. Aber das würde jetzt heißen, ich müsste jetzt in der Zeit bis zur Schwangerschaft wirklich einen guten 5-stelligen Betrag ansparen, damit ich mir überhaupt ein Kind leisten kann (Einkommensausfall + Anschaffungen fürs Kind). Ich bin nun ziemlich ratlos. Es ist nicht so, dass ich nun jeden Monat 1.500€ übrig habe zum zurück legen.

      Habt ihr alle entsprechende Rücklagen für ein Kind gespart? Oder sehe ich das vielleicht einfach ein bisschen zu schwarz? #gruebel Wie habt ihr die finanziellen Einbußen überbrückt?

      Wir haben nix extra dafür gespart.

      Bei den Anschaffungen haben wir uns bei diversen Gelegenheiten einfach entsprechend Dinge gewünscht, war eh jeder froh wenn man nicht ewig über ein Geschenk nachdenken muss.

      Ein Baby kostet nicht so viel Geld. Das kommt erst später. Andererseits haben wir an anderen Dingen gespart, zb im ersten Jahr kein großer Urlaub.

      Es ging alles trotz Verdienstausfall.

      LG

    • Es sind nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben, die sich ändern. Daher finde ich es schwierig, vorzusparen. Welcher Zeitraum soll überbrückt werden? Von Geburt bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Einkommensniveau wieder auf gleichem Level ist? Was, wenn dann ein zweites Kind kommt? Oder man in Teilzeit arbeiten muss/will? Ich könnte nicht seriös beziffern, welche Summe ich benötige.
      Daher würde ich einen anderen Ansatz wählen: man sollte sich zum Ziel nehmen, jeden Monat mindestens eine schwarze Null zu erreichen. In Ausnahmefällen auch in etwas längeren Zeitabschnitten. Damit lebt man auf der sicheren Seite.

      Also ich verstehe dich vollkommen wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft und jetzt bin ich mit meinem ersten Kind schwanger.
      Ich habe mir meine fixkosten aufgeschrieben und komme auf 750 Euro wohlbemerkt nur meine ohne die von meinem Freund.
      Laut Elterngeld rechner bekomme ich 370 auf 22 Monate + Kindergeld reicht also hinten und vorne nicht

    Hi,
    ich habe schon immer gespart das die Schwarte kracht, um es dann auszugeben.

    3 Jahre alter Astra
    4 Wochen USA
    6 Monate alte BMW R 850 R
    Euro
    nigel nagel neuer golf 4

    Danach wurde es schwerer, aber es wurde immer noch gespart. Dann wurde geerbt und ich baute ein Haus. Der Estrich lief rein und ich schaute auf yahoo.dating.

    2 Jahre später, verheiratet und schwanger.

    Hätte ich nicht so gespart, hätte ich keine 2 Jahre daheim bleiben können, Elterngeld gab es 300 Euro im 1. Jahr, 368 Euro im 2. Jahr.

    Teilzeit eingestiegen, überraschend schwanger, tja, da konnte ich 1 Jahr daheim bleiben. Hier gab es aber auch erst ab 8 Monate eine Betreuung. Da das Elterngeld nur 50 Euro weniger war, als der Verdienst in Teilzeit, kamen wir hin.

    Aber seit dem 1. Kind, geht mein Leben auf.........sparen ist nicht mehr möglich, so wie ich es konnte. Wir gehen am Ende vom Jahr, nicht mit roten Zahlen raus, das war es :-[

    Also, spar erstmal vernünftig, mit Kindern ist immer was.

    Alles Gute
    claudia

    Hallo,

    Euch fehlen 1500€ wenn der geringere Verdiener (dein Mann) mit Elterngeld zu Hause bleibt und da könnt ihr vorab nicht sparen? Da müsstet ihr beide doch jeden Monat sehr viel Einkommen (netto mehr als 6500€) haben!
    Ich verdiene auch schon gut, aber uns fehlen definitiv nicht so viel....
    Was macht ihr denn wenn einer von euch mal krank wird?

    Hast du richtig gerechnet?

    Und was macht ihr wenn das Würmchen in die Kita geht? Beide voll arbeiten?

    Lg Costa

    Ich gehe mal davon aus, das Dein Mann irgendwas höher als 3200€ Netto verdient (Maximalbetrag Elterngeld + 1500€, die Euch fehlen würden) und Du noch mehr.
    Wenn Ihr Euch bei einem Gesamteinkommen von irgendwas höher als 7000€ nicht in der Lage seht, 1500€ im Monat auf die Seite zu packen, lebt Ihr einen Lebensstandard, der jede Menge Raum nach unten lässt, bis er an der Erfüllung der Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Mobilität, kulturelle Teilhabe) kratzt. Sprich: Ihr könnt Euch sehr wohl ein Kind leisten, Ihr müsst nur auf ein wenig Luxus verzichten.
    Ausserdem musst Du nicht ein Jahr lang 1500€ zur Seite legen: 750€ reichen um in der Elternzeit den gleichen Standard wie das Jahr vorher zu fahren. Und soooo teuer ist eine Babyerstausstattung nun nicht. Das meiste gibt es günstig gebraucht.
    Und nach dem Elterngeld werdet Ihr auch nicht den gleichen Standard fahren können wie vorher: KiTa kostet und vielleicht sind die Betreuungszeiten nicht so, das beide Eltern Vollzeit arbeiten können und / oder wollen.
    Wenn Ihr also zu dem Schluss kommt, das eine dauerhafte Einschränkung Eures Lebensstandard nicht akzeptabel ist: Dann könnt Ihr Euch tatsächlich kein Kind leisten.

    Grüsse
    BiDi

    • Schön wäre es wenn wir 6500 Euro und mehr netto hätten. Haben wir aber leider nicht.

      Mein Mann verdient 1800 Euro netto. Bei mir sind es im Schnitt ca. 3100 Euro. Mal mehr, mal eben weniger.

      Von unserem Netto gehen dann schon mal 1800 Euro fürs Wohnen weg. Dazu kommen sämtliche Kosten wie Lebensmittel, Handy, Versicherungen, Fahrtkosten, etc. Am Monatsende bleibt mir da eine schwarze Null.

      Daher bin ich auch sehr am grübeln wegen Kindern. Der Einkommensausfall ist schon heftig. Wenn ich dann noch lese, dass die Kita uns z.B. 400 Euro monatlich kosten wird, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das stemmen soll. Ich dachte immer wir könnten ein Kind gut aus unseren laufenden Einnahmen finanzieren. Aber es sieht halt so gar nicht danach aus. Daher wollte ich wissen, wie andere das halt so machen.

      • Wahnsinn, dann geht ja dein Mann quasi alleine schon nur für die Wohnung arbeiten. Das wäre mir persönlich auch ohne Kind zu heikel. Kann ja immer auch Krankheitsbedingt o. ä. einen Ausfall geben und dann? Vielleicht ist da ein Sparansatz... ein Umzug....?
        Wir haben bei Haus und sonstigen größeren Anschaffungen immer so gerechnet, dass es auch einer alleine für einen gewissen Zeitraum stemmen kann.

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