Aufhebungsvertrag wer kennt sich aus /logistikleiter

    • (1) 20.10.17 - 13:09

      Mein Mann hatte heute ein Gespräch kurz zu ihm er arbeitet seit 10 jahren in seiner firma als logistikleiter.. jetzt wollen sie ihn los werden warum auch immer...es hieß entweder 3 monatsgehälter Abfindung oder er bleibt in der firma wechselt intern in den Einkauf und bekommt 1000€ weniger... was jetzt??er steht im doch zu mehr Geld zu bekommen bei der Abfindung oder nicht?

      • Hallo,

        das würde ich hier gar nicht diskutieren. Nehmt Euch einen Anwalt, das ganze Ding klingt link.

        LG

        (3) 20.10.17 - 13:58

        Weder noch. Nehmt euch einen Anwalt. Bloß auf nichts einlassen!

        Jetzt lasst euch mal bloß nicht für dumm verkaufen oder ins Boxhorn jagen. DEN Fehler machen nämlich die meisten Leute in so einer Situation und unterschreiben dumm und naiv den erstbesten Aufhebungsvertrag, den man ihnen vorlegt etc.

        Also grundsätzlich hat dein Mann rein nach Gesetz bei 10 Jahren Betriebszugehörigkeit schonmal mindestens Anspruch auf 5 Monatsgehälter (halbes Monatsgehalt je Jahr Betriebszugehörigkeit). Aber auch das würde ich NIE akzeptieren, weil man nämlich i.d.R. bei Unterschreiben eines Aufhebungsvertrages eine 3monatige Sperre vom Arbeitsamt erhält.

        In eine andere Abteilung mit Gehaltseinbußen muss er sich auch nicht versetzen lassen. Die Versetzung per se könnte rechtens sein, hängt ein bißchen ab von dem, was so im Arbeitsvertrag steht und wie seine Qualifikation ist, aber sie dürfen nicht an Dingen wie Gehalt, Dienstwagen, Boni o.ä. schrauben.

        Hat er jemals eine Abmahnung o.ä. erhalten? Wenn nicht, dann wirds nämlich ganz schwer für den AG, sofern es kein Kleinbetrieb ist, wovon ich jetzt nicht ausgehe, ihn loszuwerden.

        Ich war auch bei einer großen Firma. Im Einkauf. Ein guter Freund von mir war dort Logistikleiter. Uns beide wollte man, in verschiedenen Jahren, plötzlich "loswerden". Beide haben wir uns juristisch gewehrt und sind mit einem sechsstelligen Betrag als Abfindung raus. So eine Sache kann richtig gut sein, wenn man es gut anstellt und Nerven hat. Für Leute ohne Nerven empfehle ich jedoch den Weg des geringsten Widerstandes.

        • Hm, einen grundsätzlichen Anspruch auf Abfindung gibt es eigentlich nicht.
          Dafür müssen schon einige Voraussetzungen vorliegen.
          Nicht jeder Aufhebungsvertrag berechtigt zu einer Abfindung.

          "Also grundsätzlich hat dein Mann rein nach Gesetz bei 10 Jahren Betriebszugehörigkeit schonmal mindestens Anspruch auf 5 Monatsgehälter (halbes Monatsgehalt je Jahr Betriebszugehörigkeit). "
          ...das halte ich für eine falsche Aussage. Da müssen schon andere Umstände eingetreten sein....
          Bitte um einen Quellennachweis...

          Sunny

      (9) 21.10.17 - 00:17

      Hallo evve,
      Dein Mann soll bloß nichts auf die Schnelle unterschreiben.
      So eine Versetzung geht meiner Meinung nach nicht so einfach, nicht ohne Lohnausgleich. Ich glaube dafür müsste eine Änderungskündigung ausgesprochen werden, bin mir da aber auch nicht ganz sicher.
      Falls es in dem Betrieb einen Betriebsrat gibt, diesen auf jeden Fall einschalten. Am besten nicht mehr alleine zu solchen Gesprächen gehen, er hat das Recht darauf einen Betriebsrat seines Vertrauens mitzunehmen.

      Sollte er es in Erwägung ziehen den Betrieb zu verlassen, dann vergesst nicht das der Aufhebungsvertrag und die Positionen darin nur das erste Angebot ist und man hier durchaus Verhandlungsspielraum hat.

      Ansonsten wie schon geschrieben ab zum Anwalt.

      Liebe Grüße
      Karin

      • (10) 21.10.17 - 10:11

        Ja der betriebsrat is eingeschaltet...Montag haben die auch eine Sitzung mit den chefs aber ob die die abfindung nach oben handeln können is fraglich:( ich hoffe es...is echt ne kak Situation

        • Pfff... du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der Betriebsrat sich groß ins Zeug legt, oder? Am Ende stehen die auch alle auf der Payroll des Arbeitgebers und werden nen Teufel tun, sich da zu weit aus dem Fenster zu lehnen.
          Dein Ansprechpartner sollte ein guter Anwalt für Arbeitsrecht sein und KEIN ANDERER.
          Ich habe das dutzendfach gesehen. Die meisten lassen sich bange machen. So leicht kriegen größere Firmen die Mitarbeiter nicht raus. Klar, gibt es betriebliche Kündigungen oder bei Fehlverhalten, aber darüber hinaus wird es eng.
          Leider wagen wenige den Kampf und gehen mit einem Taschengeld raus. Das ist Dummheit. Mich haben die zwei Abfindungen, die ich in 20 Jahren Berufsleben bekommen habe, echt weiter gebracht. Heute habe ich dank denen ein abbezahltes Haus und kann mir aussuchen, für wen ich arbeite oder auch nicht. Bin inzwischen selbstständig, verdiene gutes Geld und genieße das Leben.

          • Du konntest dir mit 2mal Abfindung ein haus kaufen?da müsstest du aber sowieso ein guten Beruf gehabt haben und gut verdient haben..da braucht man einfach Glück...mein mann hat ja noch nichts unterschrieben und will natürlich mehr Abfindung...aber was ist wenn sie es ihm nicht geben...?!

            • Sofern er nicht in einem Kleinbetrieb ist und es keine betriebsbedingte Kündigung ist (z.B. das gesamte Logistiklager wird geschlossen, dann müssten aber auch andere betroffen sein), dann kann man ihn gar nicht so einfach loswerden per Aufhebungsvertrag.
              Offensichtlich versuchen sie das ja, weil sie mit einer normalen Kündigung nicht durchkommen würden. Daher meine Frage, ob er mal Abmahnungen o.ä. kassiert hat in der Vergangenheit.
              Was ist denn überhaupt das Argument des AGs, warum man deinen Mann loswerden oder versetzen will?
              Du lieferst hier zu wenig Fakten, um die Situation wirklich beurteilen zu können.

              Bei meinem letzten Job passte dem neuen GF meine Nase nicht. Ich war gerade erst befördert worden, hatte Top-Zwischenzeugnisse und er meinte trotzdem, mich abservieren zu können. Hat 9 Monate und zwei Gerichtsverfahren gekostet, aber am Ende hab ich gewonnen (nicht nur finanziell).
              Aber wie gesagt, es hängt immer stark von den Begleitumständen ab (wie groß ist die Firma, welche Gründe gibt es für die Kündigung, ist er evtl. sogar leitender Angestellter (für die gelten andere Regelungen) etc.).
              Nochmal: Nimm dir einen guten Anwalt. Außer dein Mann hat irgendwas auf dem Kerbholz (geklaut etc.), wovon er nichts sagt. Dann solltet ihr nehmen, was man euch anbietet und gehen.

              • Also vor einem Jahr hat er drum gebeten intern versetzt zu werden nicht mehr als Leiter zu arbeiten weil ihm.dass Gesundheitlixu zu viel is sprich er bekommt von dem Stress aus der Arbeit ständig Schmerzen...da hies es damals geht nicht...es gibt nichts....jetzt kamen die haltf ihb wieder zu und haben das Angebot mit dem intern wechsel in Einkauf...aber 1000€ weniger?!is schon heftig...fraglich is wenn er im Einkauf kommmt ob er da Probezeit hat?!was is wenn er dort anfängt ubd sie schmeißen ihn ohne grund raus?!jetzt hat sich raus gestellt dass er 3 Monate freigestellt Wird plus.die 3 monatsgehälter...was sich doch nicht ganz schlecht anhört...er versucht jetzt mit dem gehalt von Einkauf etwas zu handeln...schwierig zu entscheiden was das richtige ist...bekommen im januar das 3.kind...is alles etwas schwer

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