Seid ihr nach der Elternzeit wieder erwünscht im Job?

    • (1) 30.10.17 - 21:38

      Hallo ihr Lieben!

      Hatte vor kurzem ein Geschpräch mit meinem Chef. Er hat mir direkt ins Gesicht gesagt, dass er mit meiner Vertretung zufrieden ist und er nix gegen hätte wenn ich nicht wiederkommen würde.

      Ich muss dazu sagen, dass meine Firma extrem unsozial ist. Solange man für wenig Geld viel arbeitet ist man gut!

      Sobald man, wie ich, unflexibel durch Kind wird, ist man unerwünscht!

      Ich würde ja wechseln, aber der Job hat doch noch viele Vorteile!

      Wie würdet ihr damit umgehen, dass ihr unerwünscht Seid? Der hat wohl die Hoffnung, dass ich selber kündige! Aber das werde ich erstmal nicht.

      Augen zu und Durch?

      • Auf keinen Fall solltest Du kündigen sondern planvoll vorgehen:
        1. Schreib dir selber ein supergutes Arbeitszeugnis und lass es vom Chef unterschreiben.
        2. Nachdem Du das Arbeitszeugnis in Händen hälst, arbeitest Du nur das nötigste und nutzt deine Ressourcen um einen guten anderen Job zu bekommen.
        3. Unterschreib keinen Aufhebungsvertrag, sei vorsichtig, wenn sie dir eine Abfindung anbieten, das solltest du möglichst nur annehmen, wenn der nächste Job schon in greifbarer Nähe ist.

        Ich würde nicht langfristig in einem Job weiterarbeiten, wo man unerwünscht ist, das ist belastend.

        Hi,
        ich wurde auch gefragt, ob ich mich bereits woanders beworben habe. Da hatte ich bei 17 Jahre Betriebszugehörigkeit, eigentlich nicht dran gedacht.

        Ich kam wieder, 2 ganze Tage und machte von 3 Leuten die Urlaubs- und Krankheitsvertretungen, 1,5 Jahre lang, da ging ich wieder in Elternzeit.

        Wurde nach 11 Monaten schon zurück beordert. Machte dann einen 40 Stunden Job in 26 Stunden, aber ich wurde nicht mürbe...............es gibt hier halt keine Arbeit, da geht man halt weiter.

        Als dann eine Tochterfirma geschlossen wurde, wurden noch 10 weitere aus dem Hauptwerk entlassen, und dann war ich dann dabei, nach 23 Jahren.

        4 Jahre später, ich werde immer noch vermisst.
        Ich hatte mit 2 Kindern genau 0 Kranktage.
        Ich konnte auch mal länger bleiben, wenn es brannte.
        Ich wußte wie es läuft und wenn nicht, an wen ich mich zu wenden habe.
        Ich machte die besten Muffins und Kuchen :-p

        Tja, die dann kam, kam auch aus der Elternzeit und war halt im Betriebsrat. Sie hat ein Kind, kam 8 Wochen später aus der Elternzeit, da sie das Kind nicht in die Krippe eingewöhnen konnte.
        Sie oder Kind, ist andauernd krank.
        Um 13.30 Uhr fällt der Hammer, da der Kiga um 14 Uhr zumacht, und sie keinen hat, der ihn mal holen könnte.

        Lass Dir ein gutes Zeugnis schreiben, und such nach was neuem. Erstmals bleibst du natürlich und zeigst das Du genauso bist, wie auch vor dem Kind. Du hast ein Mann? Dann macht der mal Kindkrank.
        Du brauchst ein Netzwerk aus Betreuungskräften, damit du bestehen kannst, und nicht Klischee bist. Mann und Großeltern können das Kind genauso aus dem Kiga holen. Und ob es bei Erkältung bei Dir oder bei der Oma auf der Couch fernsieht, ist ja wohl egal.
        ZEIG wo der Hammer hängt.

        Bist Du unflexibel, wie Du schon schreibst............tja, dann musst Du weitersehen, ob der Chef recht behält und lieber deine Vertretung behalten soll.

        alles Gute
        Claudia

        Ja, bei mir war es ähnlich. Ich habe mir in der 1. Elternzeit im zweiten Jahr woanders einen TZ-Job gesucht, weil mein AG mich nicht beschäftigen wollte. Bin dann wieder ss geworden und hab pünktlich zum MuSchu die 1. Elternzeit beendet. Vor dem Ende der 2. Elterzeit hab ich mit dem AG gesprochen und er hat auch gesagt, dass er mich eigentlich nicht zurück will (nach 13 Jahren!). Er hat mir einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung angeboten. Die hab ich dann noch um das 2,5fache nach oben verhandelt und angenommen. - Man muss aber dazu sagen, dass ich den TZ-Job von der Elterzeit hätte und so eigentlich auch gar kein wirkliches Interesse mehr hatte, meinen ehemaligen Job wiederanzutreten.
        Ich würde mir ab deiner Stelle was anderes suchen und dann eventuell auf eine Abfindung spekulieren.

        • Warum wollen die AGs denn die Mütter los werden?
          Schlechte Erfahrungen gemacht ?
          Oder war man doch nicht so geschätzt wie man selbst dachte ?
          Ich kenne das von mir selbst und auch anderen Frauen, die nach der Elternzeit wieder kamen, so nicht.
          Vor allem wenn man flexibel ist und nicht ständig fehlt und nur noch bis 12.00 arbeiten will..

          • Ich kann es dir nicht sagen. Ok in meinem Fall weiß ich es schon.... die neue und der Chef.... nun ja. Dazu kommt noch schlechte Erfahrung mit einer Kollegin mit Kind....
            Unflexibel war und bin ich eigentlich nicht. Hab in der 1. Schwangerschaft vollzeit gearbeitet, zusätzlich Nebenjob und Fachwirt gemacht. Das hat den AG aber gar nicht interessiert. Ich hatte ja sogar einen Vollzeit-Kitaplatz..... selbst das war dem "Familienunternehmen" egal.
            Mittlerweile kann ich darüber schmunzeln, wenn ich über mehrere Ecken höre, dass es manch einer es gut fände, wenn ich dort wieder anfangen würde.

      Ja, das hatte ich auch, schon als ich mitgeteilt habe, dass ich schwanger bin, ich wurde mîr gesagt, das ich danach kenen Job erhalten werde, da MEIN Job mit Kind nicht funktioniert. OK sie hatten recht aber das so zu hören war hart.

      Danach waren meine Jobs auch eher blöde. ...keine Fehltage wegen den Kids, Überstunden ohne Ende mussten mit Kindern geleistet werden, sogar krank im Office erschienen, weil es nicht anders ging.
      Hinterher gab es leider immer Arschtritte, sobald man was gesagt hat, und zwar auf allen Karrierestufen.
      Frauen mit Kindern küssen 1A funktionieren, müssen viel mehr leisten als andere Kollegen und wenn sie auf Teilzeit sind, sollen sie einen Vollzeitjob schaffen.

      Leider ist es so, das Frauen mit Kindern froh sein sollen, überhaupt einen Job zu bekommen und bloss den Mund halten.
      Das habe ich in kleinen Firmen und in Konzernen erlebt. Besonders Unternehmen die "familienfreundlich" nach aussen Werbung machen sind oftmals genaues Gegenteil.

      Daher halte aus, bewerbe Dich weiter, in der Hoffnung evtl. was besseres zu finden. Aber niemals alleine kündigen, das gibt oftmals nur Ärger beim Arbeitsamt.

      ög
      lisa

      • „Leider ist es so, das Frauen mit Kindern froh sein sollen, überhaupt einen Job zu bekommen und bloss den Mund halten.“

        Das kann ich zum Glück gar nicht bestätigen und habe es in meinem Umfeld auch noch nicht erlebt. Also entweder bist du schlecht ausgebildet oder du hattest einfach Pech mit deinen AG.
        Ich kenne so viele junge Mamas, die in ihrem Job aufgehen und es super meistern und von den Chefs gewertschätzt werden. Denn intelligente AG wissen, dass junge Mamas einfach belastbarer sind und nötige soft skills mitbringen. Mein Chef weiß z. B. das ich in 30 Std. gleich viel leiste, wie VZ Kollegen, einfach weil Quatschen mit Kollegen, etliche Kaffeepausen wegfallen.

        An die TE: Such dir langfristig was neues, dort wo deine Arbeit Wertschätzung erfährt. Es gibt diese AG, man sucht sicher länger aber es ist nicht unmöglich.

    Hallo,

    Du gehst normal zurück, schaust, wie es läuft und bewirbst Dich parallel.

    LG

    Hi!

    Vor einem ähnlichen Problem stehe ich auch. Es wird darauf gesetzt, dass ich kündige.
    Ich will aber nicht kündigen.
    Unser Wunder kommt erst im Februar und ich habe jetzt schon Angst um meinen Job. Es ist belastend.
    Ich möchte gerne stufenweise mit TZ wieder einsteigen (relativ schnell) und dann wieder auf VZ gehen. Aber das wird schon vom AG blockiert. VZ oder gar nicht.
    Nur ich kann nicht nach 6 Monaten wieder VZ gehen, wie soll ich das schaffen? Und wohin mit dem Kind?

    Familienfreundlich, da kannste nur lachen. Das ist bei sehr vielen Unternehmen bis heute nicht angekommen.

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