Angst Baufinanzierung / Erfahrung ?!?:(

    • (1) 08.11.17 - 09:11

      Hallo ihr lieben,

      Wie sind gerade dabei ein Haus zu kaufen.
      Wir haben ein monatliches Einkommen von ca. 4000 Euro. Wir müssten jeden Monat 1450 Euro an die Bank bezahlen. Haetten dann aber über die komplette Zeit einen festen Zins. In den ersten 15 Jahren von 1,7 % und danach 2,1 %
      Ich bin momentan schwanger ( das ist beim unserem Einkommen schon alles beachtet)
      Jedoch mach ich mir trotzdem riesig Sorgen, dass das Geld nicht reichen koennte.
      Was bezahlt ihr denn monatlich für euer Eigenheim.

      • Die 4000,- netto sind ordentlich.
        Die 1450,- nicht wenig.

        Ich hätte das anders gelöst.
        Annuität um 1000,- und dafür eine jährliche Sondertilgung von T€ 5-10 vereinbaren.

        Wie hoch ist das Darlehen?
        Restschuld nach 15 Jahren?

        Hallo,

        Da bleibt nicht viel übrig, denn ihr müsst auch ein bisschen ansparen... und Nebenkosten sind auch relativ hoch...

        Lg und alles gute!

        Also euer Nettoeinkommen ist doch gant gut. Wir haben etwas mehr, aber 1450€ wäre definitiv für uns zu viel im Monat.
        Das Problem ist ja nicht nur die Tilgung, sondern auch die Nebenkosten.
        Wir haben auch ein Haus gekauft, das war vor 2 Jahren und irgendetwas ist immer zu machen, was auch Geld kostet.
        Wir haben den Vorgarten machen lassen, selbst beim selber machen, kosten Pflanzen, jetzt waren 2x elektrische Rolläden defekt, locker 500€ dann ist dieses oder jenes und wichtig ist es ja auch jeden Monat zu sparen für eventuelle Reperaturen, etc.
        Hinzu kommt eine jährliche Grundsteuer, etc.

        Wir zahlen aktuell 870€ Rate, 1000€ wäre das Maximum für uns gewesen.

      • Wenn ihr immer mind. 4000€ zur Verfügung haben werdet, finde ich es okay. Sollte das die Summe sein, die ihr incl. deines aktuellen Gehalts habt, wäre es mir deutlich zu wenig.
        Ihr solltet nochmal 500€ für Nebenkosten und Rücklagen einplanen und ob dann 2000€ zum Leben, für ggf. Renten-und Lebensversicherungen, Pkw, andere Sachversicherungen, Urlaube usw. reichen, kann man nicht pauschal sagen.
        Wenn ihr in 15 Jahren noch eine relativ hohe Restschuld habt (für mich wären das 100000€ aufwärts) würde ich aber lieber eine längere Zinsbindung vereinbaren, auch wenn der Zinssatz minimal höher wird und Sondertilgungen mit reinnehmen und solltet ihr plötzlich deutlich mehr Geld zur Verfügung haben, ordentlich sondertilgen. Den Vertrag nach 15 oder 18 Jahren oder wann auch immer kündigen (frühestens nach zehn Jahren), könnt ihr ja trotzdem. Wieso steigt Euer Zinsatz nach 15 Jahren an?

        bis mai 2019 haben wir 4200 euro jeden Monat zur verfügung. danach werden ich wieder Teilzeit arbeiten und abends wieder einen Nebenjob machen das wir auf ca 4000 euro komme.
        ich habe mit der Rate von 1450 Euro gerechnet
        +450 Euro Nebenkosten
        +1500 (für Kleidung, Lebensmittel, Versicherung was halt sonst so anfällt.

        Es ist noch nichts sicher vielleicht können wir den Betrag dann auch noch etwas drücken. Aber so würden uns dann trotzdem noch ca. 500-600 Euro übrig bleiben. Das Gehalt meines Partners wird in den nächsten Jahren auch noch mehr werden. Würdet ihr euch auf die Finanzierung so einlassen

      (14) 08.11.17 - 16:03

      Hallo, Stimmt bei deinen Zahlen was nicht? Wieso wird das Einkommen geringer, wenn du wieder arbeitest? Die Finanzierung läuft also in Summe gut 28 Jahre, korrekt? Wäre mir etwas zu lang, aber es kommt da sicher auch auf euer Alter an. Die Zinsen finde ich an sich okay (wir haben kürzlich mit ähnlichen Zahlen die Anschlussfinanzierung abgeschlossen). Ich weiss nicht, was alle anderen so in die Nebenkosten mit einrechnen, aber wir kommen nur auf ca. 350 Euro im Monat. Und die Gegend ist eigentlich nicht unbedingt günstig (Großraum Frankfurt a .M.).
      Utopisch klingt euer Vorhaben für mich jedenfalls nicht.
      LG N.

      Hallo,

      das wäre mir zu heikel. Sicher, dass es Teilzeit plus abendlicher Nebenjob plus Kind nicht zuviel wird? Wir haben unseren Kredit damals so berechnet, dass ein Gehalt auch über längere Zeit Wegbrechen könnte (Krankheit/Arbeitslosigkeit/erneute Schwangerschaft). Eure Rechnung wäre mir zu knapp.
      Liebe Grüße Andrea

Wir zahlen nur knapp 1000 Euro monatlich an Kredit.. aber locker nochmal 500 Euro die Nebenkosten..dann gibt es auch 1-2x kosten pro Jahr (Müll 2x 230euro..4x grundsteuer..dann mal Schornsteinfeger..heizungswartung etc). Wir haben diese ganzen kosten mal zusammenrechnet und grob müssen wir 100euro pro Monat sparen um diese gelegentlichen kosten zu decken.. wäre also schon mal 1600euro nur fürs Haus.

Letzendlich müsst ihr Wissen ob eurer restliches Geld reicht. Wenn du sagst ihr habt trotz EZ diese 4000 euro pro Monat dann wäre es sicher machbar

(17) 08.11.17 - 15:43

Hallo,

wir haben es anders gemacht : wir zahlen monatlich 750€, haben aber dafür eine jährlich mögliche Sondertilgung in Höhe von 6.000 € vereinbart. Dafür zahlen wir per Dauerauftrag auf ein extra Konto monatl 500 Euro und nach 12 Monaten geht das Ganze als Sondertilgung weg.

So zahlen wir also quasi flexibel 1.250 pro Monat, und in schlechten Zeiten lassen wir die Sondertilgung halt mal aus, dann sind es "nur" noch 750. So ist man in Krisenzeiten nicht so "geknebelt"

Uns war wichtig, dass zur Not auch einer allein den Kredit weiter stemmen kann.

NK sind ca 500 Euro.

VG liki

  • (18) 08.11.17 - 23:33

    das hört sich gut an, aber was bekommt man mit 740 Euro finanziert?


    Denn das ist ja die garantierte Rate mit der man kalkuliert, alles andere sind Sonderzahlungen, die den Kreditbetrag mindern.

    • (19) 09.11.17 - 05:32

      Das war tatsächlich vermutlich nicht hilfreich für die TE, ich hatte gar nicht realisiert, dass ihr Kreditvolumen ja viel höher ist - und auch sein muss, denn sie ist ja viel jünger als ich.

      Unser Kreditvolumen beträgt nur 130.000, wir hatten eine längere Ansparphase und sind mit entsprechendem EK ins Rennen gegangem für unser Häuschen. Einfach, weil wir schon Mitte 40 bei Projektstart waren.

      Ich hatte gedacht, dass das mit dem Splitten in Rate und Sondertilgung für die TE auch eine gute Idee ist, war aber nicht gut durchdacht, da sie ja zwangsläufig, egal was kommt, diesen doch sehr großen Kredit stemmen müssen.

      @TE: sorry, der Tipp taugte nicht für dich.
      Alles Gute für Euer Vorhaben!

      Liebe Grüße
      Liki

      • (20) 09.11.17 - 07:01

        PS: naja.... und bevor das falsch rüber kommt: das ganze Häuschen hat nur halb so viel gekostet wie das von der TE, weil sehr alt und sehr renovierungsbedürftig, was wir alles selbst gemacht haben.

        Je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger passte mein Beitrag, da Äpfel mit Birnen verglichen. ... peinlich ;-)

(21) 08.11.17 - 17:23

Wir verdienen mehr und zahlen weniger. Aber das nützt Dir ja mal auch nix.

Ich kann Deine Bedenken durchaus verstehen - wenn man Nebenkosten und notwendige monatliche Rücklagen mit einkalkuliert, seid Ihr bei einer monatlichen Belastung durch Wohnen von 2000€. Das sind 50% Eures Einkommens, 25 Jahre lang und das ist schon happig.
Nichtsdestotrotz ist es machbar und damit bleibt die Frage: Ist ein Eigenheim EUCH das wert?

Grüsse
BiDi

  • (22) 08.11.17 - 18:20

    ja eigentlich schon. da es auch absehbar ist das mein Partner in Zukunft nochmal mehr verdienen wird. Aber mit etwas Sorgen geh ich trotzdem an das ganze ran.

Wir haben bei 2% Tilgung und 5% jährliche Sondertilgung 1100€ kalt gezahlt (Derzeit tilgen wir nur 1%). Dazu 450€ Nebenkosten. Wir haben 2 Kindergartenkinder mit 600€ Kitakosten, 2 Autos mit ca 400€ Sprit/Steuer/ Versicherung/TÜV u.a, 550€ Essen und Drogerie, 1100€ Fixkosten (Versicherungen, Sport, Riester u.a), 1200€ für uns 4 für Kleidung, Hausinstandhaltung/Anschaffungen, mal ein Wellnesswochenende/ 1 Familienurlaub pro Jahr). Insgesamt exakt, was wir zusammen verdienen. Ich würde also nicht mal mit 1000€ mehr Gehalt eure Rate bezahlen wollen/können. Und wir kaufen hier bis auf Schuhe und Hosen immer noch viel gebrauchte Kleidung, essen kein (teures) Fleisch, fahren günstige Autos, fahren gfür 1500€ im Jahr in eine Ferienwohnung an der Nordsee und ich schmicke mich nicht, wodurch ich kaum Drogerieartikel für mich brauche. Wir leben aber auch im Speckgürtel Hamburgs und zahlen recht viel für Freizeitaktivitäten bzw. gehen mal an einem Naxhmittag spontan ins Miniaturwunderland, zu Hagenbeks o.ä. Aber trotzdem bin ich trotz Haushaltsbuch manchmal erstaunt, wie so veil geld weg gehen kann in einem Monat.#schwitz

Konkrete Zahlen helfen wenig. Denn man muss die restlichen Lebensumstände, Ansprüche und Zukunftspläne kennen um sie einordnen zu können.
Im ersten Moment sieht die Rate hoch aus, aber das ist sie nicht. Man muss bei einer hohen Kreditsumme hoch einsteigen, sonst wird man nicht fertig und zahlt nur Zinsen. Die Zinsen sind fest, der Zeitraum ist klar. Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Ich würde mir keine Sorgen machen. Bedenkt: die Rate bleibt konstant, das Einkommen steigt. Alleine dieser Effekt ist nicht zu unterschätzen.

(25) 09.11.17 - 06:31

Hallo,

im Nachhinein ist es wahrscheinlich schwierig, aber hast du schon einmal ganz genau und über mehrere Monate (am besten ein Jahr) all eure Ausgaben aufgelistet? Dinge wie die zukünftigen Betreuungskosten, Kosten fürs Kind/ die Kinder (Hobbys, Mehrkosten Urlaube....) mit ein kalkulieren. Und falls es dann knapp wird, muss man schauen ob man das so möchte oder wo man sparen könnte.
Diese Ausgaben sind so individuell - wir kämen z.b. mit den Pauschalen, die die Bank ein rechnet nicht hin.


Sondertilgungen finde ich auch eine wunderbare Möglichkeit die monatliche Belastung flexibler zu halten.
Leider haben wir diese Möglichkeit nicht (finanzieren dafür aber mit 0,5% und 0%), deshalb wird das Geld angespart um nach den 15 Jahren Zinsbindung so direkt einen Großteil (oder die gesamte) Restschuld zahlen zu können.

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