Ab wann Beschäftigungsverbot?

    • (1) 07.12.17 - 14:38

      Hallo ihr Lieben,

      es ist zwar noch nicht soweit und dennoch beschäftigt mich jetzt schon die Frage ab wann ich mir ein Beschäftigungsverbot ausstellen lassen kann/soll.

      Kurz zu mir:
      Ich arbeite als Sozialarbeiterin im Asylbereich. Ich weiß, dass es in dem Bereich kein Problem ist ein Beschäftigungsverbot augestellt zu bekommen, ob von der Frauenärztin oder vom Betriebsarzt.

      Ich möchte jedoch vermeiden, dass ich schon ab der 7. Woche ein Beschäftigungsverbot habe und damit nicht mehr arbeiten gehen darf. In den ersten 12 Wochen ist es mir noch zu unsicher, um es tatsächlich „bekannt“ zu machen.

      Ich kann ich ja aber auch schlecht in der 7. Woche zu meiner Frauenärztin gehen und sie bitten mir ein BV erst ab der 12. Woche auszustellen. Oder geht das doch?

      Stand schon jemand von euch vor dieser Frage? Hat jemand gute Tipps oder Erfahrungen? 🤗

      Ich freue mich über eure Antworten.

      • Hallo,

        aus welchem Grund solltest Du denn ein Beschäftigungsverbot erhalten?

        Ich sehe in dem Job jetzt keine Gefährdung für Dich oder das Baby. Da es sich ja um den öffentlichen Dienst handelt, besteht auch die Möglichkeit, dass Dich der AG in einen Bereich ohne Kundenkontakt umsetzt.

        So wird es bei uns (ebenfalls öD).



        Gruß Tuppes

        • Wegen erhöhter Infektionsgefahr.
          Vor mir waren schon mehrere Kolleginnen, die durch die Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot bekamen. Es gibt hier bei uns keine Möglichkeit als Sozialarbeiterin in einem Bereich zu arbeiten ohne Kontakt zum Klientel. Anders wie bei einer Verwaltungskraft, die durchaus in ein Büro ohne Klientenkontakt versetzt werden kann.

          • Gibt es bei Euch keine Verwaltung?
            Da kannst Du - auch als Sozialarbeiterin - durchaus eingesetzt werden.
            Für ein eventuelles BV wegen Infektionsgefahren im Job ist auch nicht Deine Ärztin zuständig, sondern Dein AG, wenn er eben definitiv keine Möglichkeit hat, Dich mutterschutzkonform umzusetzen.

            Gruß,
            W

            • Hallo,

              doch bei uns gibt es eine Verwaltung. Aber so wie eine Verwaltungskraft nicht einfach als Sozialarbeiterin tätig sein kann, kann ich nicht einfach als Verwaltungskraft eingesetzt werden.

              Ich habe gehört, dass der Frauenarzt zumindest so etwas wie eine „Empfehlung“ aufsetzen kann?!

              • Du kannst nicht als Fachkraft eingesetzt werden aufgrund mangelnder Qualifikation aber es ist durchaus möglich (und Dein AG ist verpflichtet, Dich in erster Linie umzusetzen), Dich für Tätigkeiten in der Verwaltung einzusetzen, zu denen Du in der Lage bist.

                Deine Ärztin kann viel empfehlen aber sie kann doch überhaupt nicht beurteilen, welche Möglichkeiten Dein AG hat, Dich mutterschutzkonform einzusetzen.

                Gruß
                W

    Ich bin ebenfalls Sozialarbeiterin und wurde jetzt von meinem eigentlichen Arbeitsplatz in die Flüchtlingsgruppe versetzt. Es gibt keinen Grund für ein Beschäftigungsverbot.
    Sag es deinem Arbeitgeber wann du möchtest, er schätzt doch dann das Risiko ein. Ich habe es in der 12. Woche gesagt.

    • Hast du in der Flüchtlingsgruppe keinen Klientenkontakt?

      • Doch, natürlich. Die Männer wohnen ja hier. Mein Arbeitgeber sieht keine erhöhte Infektionsgefahr. Wenn Scharlach, Keuchhusten oder sowas auftritt, muss ich kurzfristig zu Hause bleiben (bis eine Woche nach dem letzten Erkrankungsfall oder so).

        • Mh...ok. Wie unterschiedlich das dann ausfällt.

          Ich habe pro Stunde ca. 10-15 Personen im Büro, da wüsste ich gar nicht, ob da momentan so was wie Scharlach und co. „rumgeht“.

          • Naja, man fällt ja nicht jedem um den Hals. Und Leute, die richtig krank sind, sagen den Termin ja wahrscheinlich ab.
            Bei mir weiß ich ja auch nur, was die Bewohner haben, wenn sie zum Arzt gehen und ihn dann auch noch richtig verstehen.

            Kontakt mit Menschen ist aber kein Grund für ein Beschäftigungsverbot.

            (14) 08.12.17 - 08:59

            Schrecklich, noch nicht mal schwanger, aber schon die Möglichkeiten ausloten, 9 Monate bezahlten Urlaub zu erhalten.

            Ich bin immer wieder erstaunt, dass mit der Schwnagerschaft dann alle anderen Menschen hochansteckend sein sollen, was vorher kein Probelm war, wenn man normales Hygieneverhalten an den Tag legt.

            Ich wundere mich auch, dass ich sowohl im Krankenhaus als auch in Arztpraxen bereits schwangere Ärztinnen gesehen habe - es kann mir keiner erzählen, dass eine Sozialarbeiterin einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist, als jemand, der in einem Krankenhaus arbeitet.

            Diese Abzock-Mentalität kotzt mich einfach nur noch an.

            (15) 08.12.17 - 13:19

            Das sind dann ca. 4-6 Minuten pro Klient - welche Art von Sozialarbeit findet denn in diesem Tempo statt?

            Ich vermute mal, dass Du am Schreibtisch sitzt und die Klienten davor - das mindert das Infektionsrisiko schon um einiges.

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