Krank und nebenbei arbeiten trotz krankengeld

    • (1) 09.12.17 - 17:20

      Hallo,

      Ich benötige mal ein."Bauchgefühl" von euch, ggf was ihr in der Situation machen würdet.

      Mein Mann arbeitet in einem Hausmeisterdienst. Bei den Wetter wie heute sitzt er ab früh um 2.00uhr auf dem Schneeflug bzw. Schippt die Objekte mit der Hand.
      Eigentlich war er immer mit einer Kollegin unterwegs doch die ist seit mehreren Wochen Krank weil sie in ihrer Freizeit in den rasenmäher mit dem Finger gelangt hat.
      Ihr Ehemann hat eine Firma - ist "fliegender Händler " auf diversen Wochenmärkten.
      Das die Ehefrau dem Mann hilft ist klar aber auch bei Krankheit? Mein Mann hat echt die Nase voll da die unentgeldliche Tätigkeit beim Ehemann nicht der Genesung förderlich ist. Der Chef unternimmt nichts obwohl es bereits im letzten Winter einen anderen vorfall gab. Sie hat beim Ehemann geholfen und war dadurch krank bzw. Kommt zu spät.

      In meinem letzten Job hat meine Kollegin sich da erlaubt mit dem Resultat das das Krankengeld gekürzt wurde und es eine Abmahnung gab.

      Normalerweise bin ich jemand der sich raushält, aber hier habe ich echt die Nase voll. Mein Mann arbeitet 12 Stunden sieben Tage die Woche und sie steht beim Ehemann auf dem Markt und verkauft Sachen mit dem Resultat das es dem Finger nicht besser geht.

      Was würdet ihr da machen?

      Viele grüße geli

      • Du kannst den Fall der Krankenkasse melden, wenn du weißt welche Krankenkasse das ist.

        • Die Krankenkasse ist bekannt, auch wo sie wohnt und was für ein Gewerbe der Ehemann hat.

          Bin sonst nicht so aber in dem Fall wo es sich auch wiederholt haben wir echt die Nase voll. Er ist übrigens nicht der einzige in der Firma dem das nicht passt, aber solange der Chef nichts unternimmt wird wohl oder übel einer das mal anonym machen. Es gibt noch jemanden der jetzt wegen ihr mehr arbeiten muss der auch sehr viel Wut hat.

      (4) 09.12.17 - 18:30

      "Was würdet ihr da machen?"

      Hallo,
      ganz einfach, keine 12 Stunden 7 Tage die Woche arbeiten.

      Der Chef sieht keinen Handlungsbedarf an der Situation etwas zu ändern, weil dein Mann ja gerne als Arbeitssklave zur Verfügung steht.

      Ihr zäumt das Pferd von der falschen Seite auf.
      Die Kollegin hat euch nicht zu interessieren, auf die braucht ihr auch nicht einwirken, das ist Aufgabe des Chefs.

      Was ich machen würde, wäre, dem Chef eindringlich und unmissverständlich klarmachen, dass man für Überstunden in der Form nicht mehr zu Verfügung steht.
      Dann Konsequent duchziehen, arbeit liegenlassen und fertig.
      Wird man gekündigt sieht man sich vor Gericht, und zusätzlich würde bei mir der Chef dem Zoll auch nochmal die Arbeitszeiten erklären.

      Gruß
      Demy

      • (5) 09.12.17 - 20:14

        Hallo,

        wenn kein Winterdienst ist macht mein Mann auch keine Überstunden mehr. Aber in dem Moment wo er im Winterdienst ist kommt bei ihm das schlechte Gewissen durch und er macht die Tour zu Ende. Da noch andere Kollegen krank sind müssen alle mehr ran, nur sind die nicht nebenbei noch arbeiten sondern zu Hause.
        Inzwischen leidet die Gesundheit von meinem Mann selbst darunter und das weiß sein Chef auch.

        VG Geli

        • Hallo

          Wenn dein mann krank ist sollte er zum Arzt gehen und sich krank schreiben lassen.

          Wenn er das nicht macht selbst schuld.

          Entweder der Chef stellt mehr Leute ein oder es wird nur dienst nach Vorschrift gemacht.

          Der vorgesetzten meines Mannes denkt auch so. Besser als die halb tot auf die Arbeit als garnicht. Nur macht der Rest der Abteilung da nicht mit.

          Wenn die krank sind sind die krank. Fertig.

          Wer weiß warum die Kollegin schon so lange krank ist bei so einem Arbeitgeber.

          S.

          • Hallo,

            die Kollegin hatte zu Beginn der Tätigkeit die Wahl zwischen Winterdienst oder nicht und in der Zeit hätte sie in die Reinigung gemusst. Vorteil von der Reinigung - relativ planbar ohne Wochenend- und Feiertagsdienst zum gleichen Endgeld. Klar die Wochenenden und Feiertage werden anders mit den Stunden abgerechnet aber Schnee und Glätte ist nicht planbar. Sie hat sich wie auch immer dafür entschieden mit ihrem Mann und da muss sie auch durch. Mein Mann wurde da auch gefragt wie er das mit der Familie und meinem Job vereinbaren kann.
            Der Chef ist der Meinung meines Mannes und auch der anderen Kollegen einfach zu nett, lässt das zum wiederholten Male mit sich machen weil Arbeitskräfte nicht gerade schnell zu finden sind.
            Was meinen Mann und auch die anderen Kollegen stört dass sie trotz Krankheit und der Auflage die Hand hoch zu lagern und zu schonen das nicht tut sondern brav mit dem Mann auf die Wochenmärkte fährt oder sämtlichen anderen Kram für die Firma ihres Mannes macht. Egal ob da am Anfang ein Gips dran war oder jetzt die Auflage die Hand warm zu halten und nicht zu belasten. Da frage ich mich echt was daran gesundheitsfördernd ist.
            Es wurden schon Wetten abgeschlossen wie lange der Krankenschein noch läuft da bis Silvester noch mehrere Märkte geplant sind und sie das auch rum erzählt.

            Wenn es nicht mehr geht macht mein Mann dann auch krank, aber er verhält sich dann auch dementsprechend zur Förderung seiner Gesundheit.

            VG Geli

            • Ja Mensch, dann schwingt doch die Moralkeule und verpfeift die Kollegin überall, wo es geht (woher seid Ihr denn so genau über die medizinischen Details informiert?) und werdet sehen, wie lieb und nett ein AG ist, der eine Dauererkrankung auf dem Rücken der (noch) gesunden AN austrägt.

              • Für den Informationsfluss zu ihrer Krankheit dafür sorgt sie schon selbst ohne dass es einer so genau wissen mag. Und da sie das überall umherschreibt und auch überall noch Werbung rumliegt auf welchen Märkten sie ihre Sachen verkaufen, war es dann mehr oder weniger ein Selbstläufer bis der Chef eine Info bekam.
                Den Tipp kann der Krankenkasse nur der Arbeitgeber und kein Arbeitnehmer geben.
                Ob das jetzt Konsequenzen hat oder der Chef das still hin nimmt und einfach mal ihr die Überstunden nur dann zum absetzen gibt wenn er das für nötig hält bleibt abzuwarten. Da sie die einzige ist die generell ein verlängertes Wochenende hat auf Grund der Überstundensituation (die sich nicht vermeiden lässt, durch die Reglung aber gut kontrollierbar macht) wird sich zeigen.
                Für meinen Mann gibt es übrigens inzwischen eine Regelung seit heute und somit kann der Schnee auch kommen.

        Und allein der Chef hat hier eine Fürsorgepflicht deinem Mann gegenüber, nicht seine Kollegin. Die wird auch nicht aus Jux und Dollerei ihrem Mann helfen, sondern deren Existenz wird daran hängen.
        Mein Ansprechpartner wäre mein AG und nicht die KV der Kollegin und ich bezweifle, dass sich die Arbeitsbedingungen sich gravierend verbessern würden, würde die Kollegin gefeuert.

Das Problem Deines Mannes ist der Arbeitgeber mit zu dünner Personaldecke, nicht die Kollegin, die ihre eigene Genesung nicht fördert.

Wie die Kollegin sich während ihrer Krankheitszeit verhält, geht euch schlicht nichts an. Auch wenn Ihr es als unehrlich oder moralisch verwerflich empfindet - es ist absolut nicht euer Ding.

Der Arbeitgeber könnte und müsste hier personalmäßig Abhilfe schaffen - tut er das nicht, verletzt er neben weiteren arbeitsrechtlichen Vorschriften vor allem auch die arbeitgeberliche Fürsorgepflicht für seine Arbeitnehmer.

Man kann als AG die Arbeitnehmer nicht "abschleifen", sondern hat Verantwortung für seine Arbeitnehmer und ihre "Ruhezeiten". Der AG ist also für Deinen Mann in der Verpflichtung, nicht aber die kranke Kollegin.

Der AG KANN schließlich Abhilfe schaffen, hat sich aber bislang dazu entschieden, das nicht zu tun #aha. Super Typ #pro (Ironie)!

Denk mal drüber nach!

Liebe Grüße
monkiwi

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