*ratlos* sie halten sich nicht an das Mutterschutzgesetz 😔

    • (1) 11.12.17 - 09:19

      Hallo ihr lieben,

      Ich bin in der 11ten Schwangerschaftswoche, mein AG weiss seit der 6.ten Woche ĂŒber meine Schwangerschaft Bescheid. Bisher arbeitete ich in der Nachtgastronomie d.h. Von 21-4 Uhr von Mittwoch bis Samstag. Dort haben sie mich weiter beschĂ€ftigt bis zur 8ten Woche bis ich die Schwangerschaftsbescheinigung abgegeben habe ( solange ist es ja nicht offiziell 🙄) Seit 3 Wochen arbeite ich nun in der dazugehörigen Bowlingbahn im Service.

      Ich eigentlich dachte ich das ist perfekt, ich kann arbeiten komme sogar auf meine Woche Stunden trotz das ich nur bis 22 Uhr arbeiten darf. Aber leider halten sie sich nicht dran, ihre BegrĂŒndung ist das es fĂŒr sie nichts bringt bis 22 Uhr, da sie dann zusĂ€tzlich jemand einplanen mĂŒssen, da ich ja um 22 Uhr wegfalle.

      Nun ja, ich habe letzte Woche mit meiner Betriebsleiterin gesprochen das ich gerne hĂ€tte das wir uns an die Zeiten des Mutterschutzgesetz halten wĂŒrde. Zum einen weil ich finde das es das Gesetz nicht umsonst gibt, und zum anderen weil ich nach 8 Stunden, stĂ€ndiges gehen und Tabletts tragen, schmerzen spĂŒre.

      Das Ende vom Lied ist, das sie mich letzte Woche trotzallem normal arbeiten lassen hat, d.h Do 17:30 Uhr bis 01:00 Uhr Fr 15:30 Uhr bis 00:00 Uhr Sa 15:30 Uhr bis 01:00 Uhr und sonntags von 12 Uhr bis 20 Uhr... (meine Wochenstunden laut Vertrag sind nur 22,5 Stunden)

      Sie haben mich heute zu GesprĂ€ch geordert, denn es muss sich ja fĂŒr sie und mich lohnen. Ehrlich gesagt bin ich etwas Ă€ngstlich weil ich nicht genau weiß was auf mich zukommt und was ich sagen soll, denn es sind alle 3 Chefs anwesend, bei dem GesprĂ€ch was mich wirklich einwenig einschĂŒchtert.

      Ich kenne meine Rechte und ich weiss auch, das sie da nichts viel gegen tun können, trotzallem ist mir der Job wichtig, und eigentlich arbeite ich dort seit 10 Jahren sehr gerne. Bei meiner ersten Schwangerschaft war alles kein Problem 😔

      Was ist eure Meinung, was soll ich tun oder sagen heute Abend.

      Lg hibbelsteffi1988

      • Das ist eigentlich ganz einfach.

        Ums MuSchG kommt kein AG herum, es gibt keine Möglichkeit dich lĂ€nger als 22 Uhr einzusetzen, aber 1.1.2018 sogar dann nur noch bis 20 Uhr, außer wenn du freiwillig lĂ€nger machen möchtest. Und auch sonntags gehts ab 1.1.2018 nur noch auf deinen eigenen Wunsch.

        Ich vermute mal, dass sie dir eine ErsatztĂ€tigkeit tagsĂŒber anbieten mĂŒssen, und es könnte auch auf eine Teilfreistellung hinauslaufen.

        Du solltest aber auch drauf beharren, dass du nach 6 Std eine richtige Pause und dazwischen auch immer wieder Pausen machen kannst.

        Wenn es wirklich keine Lösung geben sollte - was ich nicht denke - dann kĂŒndigst du an, dass die Gewerbeaufsicht eingeschaltet wird.

        Wenn sie dich zum Arzt schicken, um nach einem BeschĂ€ftigungsverbot zu fragen, dann sagst du dass der Arzt dafĂŒr nicth zustĂ€ndig ist und sie das selbst regeln können.

        • Danke fĂŒr deine Antwort, ich hoffe wirklich sehr das sie mit sich reden lassen, da ich immer der Meinung war das sie sehr zufrieden waren mit meiner Leistung, und es nie Probleme gab, ist es natĂŒrlich wie ein Schlag ins Gesicht fĂŒr mich, das sie es so weg ignorieren.

          Ich bin mir bewusst das die Weihnachtszeit fĂŒr eine Schwangerschaft in der Gastronomie ein blöde Zeit ist, und ich immer die letze bin die nicht ja sagen wĂŒrde wenn es brennt, deswegen wĂŒrde ich gerne arbeiten und helfen wo ich kann, aber halt in den angemessenen Zeiten ... aber dieses ignorieren, ist schon wirklich hart.

          Ach ja, das wusste ich nicht das sich das gesetzlich auch Ă€ndert, auf 20 Uhr fĂŒr Gastronomie... und auch die Sonntagsarbeit fĂ€llt weg đŸ€”

          Das ist natĂŒrlich gut zu wissen! Herzlichen Dank

          • "Sie ignorieren mich" ist eine Vermutung. Es kann auch ganz andere GrĂŒnde haben. Vielleicht mĂŒssen sie sich erst erkundigen, wie es lĂ€uft, vielleicht sind sie einfach nicht dazu gekommen. Wenn du ihnen diese Annahme unterstellst, dann geht das in Richtung Konflikt. Deswegen fĂŒhlst du dich schlecht.

            Du bist aber in der Zwischenzeit nicht verpflichtet, lĂ€nger als 22 Uhr da zu sein. Im Gegenteil, das Gesetz verlangt Arbeitsschluß 22 Uhr.

            Vielleicht liest du nochmal was ich geschrieben habe. Sonntagsarbeit fÀllt nicht weg. Sie wird nur anders geregelt.

            Du darfst auch sonn- und feiertags arbeiten, wenn es dein ausdrĂŒcklicher Wunsch ist, und ein Ersatzruhetag in jeder Woche gewĂ€hrt wird.
            Du darfst die ganze Schwangerschaft ĂŒber bis 22 Uhr arbeiten, wenn es dein ausdrĂŒcklicher Wunsch ist und aus Ă€rztlicher Sicht nichts entgegen spricht.

            • Da hab ich mich falsch ausgedrĂŒckt, so war es nicht gemeint mit garnicht mehr arbeiten sonntags oder bis 22 Uhr, das ist auch nicht meine Absicht, wie gesagt ich arbeite gerne und bis 22 Uhr ist fĂŒr mich schon Luxus, ich bin andere Zeiten gewöhnt 😀 ich wusste nur im allgemeinen nicht, das diese Änderung auch fĂŒr Gastronomie gilt.

              Ich glaube nicht das sie ahnungslos sind. Erst letztes Jahr wurde eine Kollegin schwanger, die wurde sofort von AG Seite aus in das BV geschickt. Aber ja du hast recht, innerlich bin ich auf einen Konflikt aus. Was mir zu schaffen macht, denn ich versuche wirklich auch als schwangere eine gute Arbeitskraft zu sein ( habe schon zick andere Kollegen erlebt), und dann geht man ĂŒberhaupt nicht auf mich ein, das macht mich traurig und wĂŒtend zugleich, wenn du verstehst wie ich das meine. Ich hatte sie extra gebeten mir kein BV auszusprechen, da ich gerne arbeiten gehe, und ich auch recht vielseitig einsetzbar bin ( habe 4 Jahre lang das BĂŒro geleitet) , nur leider gibt es da wohl kein Platz fĂŒr mich, was auch kein Problem ist, mache auch gerne Service aber ich möchte es nicht lĂ€nger als 22 Uhr😉

              • Es wĂ€re schade, wenn es auf einen Konflikt hinauslaufen wĂŒrde. Das muss doch gar nicht sein.

                Kannst du ganz klar kommunizieren, dass du bereit bist, im Rahmen des nach MuSchG ZulĂ€ssigen zu arbeiten, und das auch wĂŒnschst? Und du wĂŒnschst dir eine verlĂ€ĂŸliche schnelle Entscheidung!

                • Das hoffe ich, das wir uns irgendwie auf normalen Weg einig werden können. Lieben Dank fĂŒr deine netten und ausfĂŒhrlichen Antworten đŸ€—

                  Lg

                  • Oh entschuldige, hab deine Frage völlig ĂŒberlesen, ich hoffe es das ich mich da klar ausrĂŒcken kann. Ich muss zugeben ich bin einfach ein gutmĂŒtiger Mensch die schnell ein schlechtes Gewissen bekommt wenn man mir vorhĂ€lt das an mir alles hĂ€ngt und ich dann wegfalle oder mehr kosten veranlasse... so haben sie mich die letzten 3 Wochen dazu gebracht normal zu arbeiten.

                    Aber ich bin motiviert Ihnen es heute zu sagen, das ich es so nicht möchte, ich hoffe ich halte es durch ohne einzuknicken.

                    • wenn man mir vorhĂ€lt das an mir alles hĂ€ngt und ich dann wegfalle oder mehr kosten veranlasse...

                      Sachlich betrachtet ist diese Aussage doch gar nicht zutreffend. Du hast gar nicht die Wahl lÀnger als 22 Uhr zu arbeiten, weil es vom Gesetz her verboten ist. Auch nicht freiwillig. Auch du bist ans MuSchG gebunden.

                      Es hÀngt nicht an dir sondern am AG wie er das Problem löst.

                      Du brauchst doch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du keine Schuld hast.

                      • Das sollte ich eigentlich nicht, da hast du recht. Bin einfach wie gesagt schnell weich zu kochen. Da brauch ich mich villt dann auch nicht zu wundern wenn man es so versucht, wie sie.... naja ich hoffe auf ein gutes Ende, wo alle damit zufrieden sind 🙏

                        • Man kann es auch anders ausdrĂŒcken: dir fĂ€llt es schwer, Grenzen zu setzen. Das lĂ€dt andere dazu ein, deine Grenzen zu mißachten.

                          Und der Konflikt ist dann vorprogrammiert.

                          Die Rechnung die wir Frauen oft machen, geht meistens nicht auf. Wir denken, wir geben alles, damit wir im Gegenzug Respekt und Entgegenkommen ernten. Und wenn da dann ausbleibt, sind wir sauer.

              Dass sie Dich die ĂŒblichen Nachtdienste haben machen lassen, nachdem Du Deine Schwangerschaft bekanntgegeben hast, zeigt entweder Unwissen, oder Unwillen, sich an das MuschG zu halten. Das ist nĂ€mlich ab Bekanntgabe einzuhalten, nicht erst ab BestĂ€tigung durch den FA.

              • Wie oben schon erwĂ€hnt denke ich es ist Unwillen, leider!!!
                Da wir in unserer Firma schon etliche Schwangere hatten, sind sie sich ĂŒber das Gesetz bewusst, nur die meisten dieser Schwangeren, haben direkt ĂŒber den FA ein BV bekommen oder vom AG.

                Ich habe darum gebeten, mit keines auszustellen. Da ich gerne solange ich mich gut fĂŒhle arbeiten gehen möchte, ob sie vielleicht das als Freischein sehen mich nach wie vor in die normalen Nachtschichten einzutragen, das weiss ich nicht.
                Obwohl das eine mit dem anderen ja nicht zutun hat, es entbindet sie schließlich ja nicht von einem Gesetz.

                Schade, und ich bin auch etwas enttĂ€uscht von Ihnen, da ich es immer fĂŒr ein gutes VerhĂ€ltnis gesehen habe. Aber leider bekommt man das in so einer Situation zu spĂŒren, das man selbst nach 10 Jahren (mit nur 15 Krankentage seither), nicht mehr bleibt als ein AN und AG.... ich bin gespannt was in meinem GesprĂ€ch nachher rauskommt, ich mach mich innerlich auf die grĂ¶ĂŸte Diskussion bereit, vielleicht wird es dann doch nicht so schlimm!!

    "Ich kenne meine Rechte und ich weiss auch, das sie da nichts viel gegen tun können, trotzallem ist mir der Job wichtig, und eigentlich arbeite ich dort seit 10 Jahren sehr gerne. Bei meiner ersten Schwangerschaft war alles kein Problem."

    Dann ist doch eigentlich alles klar.

    Du tutst nix, sondern lÀsst erstmal kommen.
    Die mĂŒssen sich an das MuschuG halten.
    Du darfst bis 22 Uhr arbeiten und scheinst ja auch arbeiten zu wollen.
    Damit ist doch alles schick fĂŒr den AG.

    Soll er dich halt passend einplanen.
    Überstunden musst (darfst) Du nebenbei auch nicht mehr machen.

    Mal 30 Minuten oder 1h lÀnger wird kein Beinbruch sein, aber bei 22,5h laut Vertrag sind 33,5h (wenn ich mich nicht verrechnet habe) einfach deutlich zu viel.

    Pass auf, dass Du nicht ausgenutzt wirst.

    Im Zweifel musst Du dem Chef oder der Schichtleitung um 22:30 einfach mal sagen, dass Du jetzt nach Hause gehen musst, wenn er nicht gegen das MuschuG verstoßen möchte.

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