Fristlose Kündigung in Probezeit- bitte um Hilfe

    • (1) 17.12.17 - 07:48

      Hallo Ihr Lieben,

      Ich benötige einmal eure Hilfe.

      Mein Mann arbeitet seit 01.11.2017 in seiner neuen Firma als Metallfachmann. Am Freitag hat er von seinen Chef die Kündigung erhalten. Einfach so. Der Chef sagte als Kündigungsgrund: er will sich verkleinern, er hat ein arsch voll Aufträge und kommt nicht mehr hinterher und da mein Mann als letztes kam, muss er jetzt gehen. Außerdem findet er das mein Mann nicht ins Team pssst.

      Traurig aber wahr. 1 Woche vor Weihnachten und der Chef hat vor zwei Wochen erfahren, dass wir nochmal Nachwuchs erwarten.

      Mein Mann versteht sich mit allen super und hat immer seine Überstunden geleistet. Wir tippen auf ein persönliches Problem.

      Naja. Dazu habe ich jetzt eine Frage.

      Die Firma hat noch in der nächsten Woche, also vom 18.12-22.12 auf. Danach eine Woche Betriebsferien.

      Der Chef erwartet, dass mein Mann noch arbeiten kommt.

      Er will sich jetzt aber bis Ende Dezember krank schreiben lassen (Kündigung zum 31.12.17)

      Meine Frage lautet: wie sieht es den mit der Auszahlung der Urlaubstage aus?

      Er hat noch Anspruch auf 5 Tage! Mein Mann denkt, dass wenn der Betrieb in der letzten Dezemberwoche sowieso zu hat, dass er auf die 3 Tage keinen Anspruch hat.

      Jetzt will ich ein Schreiben aufsetzen mit der Bitte um Auszahlung und würde gerne wissen, was richtig ist und was ich beachten muss.

      Vielen Dank fürs zuhören 😀

      • Das ist natürlich blöd für euch, aber es ist die Probezeit und in der Probezeit können beide Parteien kündigen und müssen keine Gründe angeben. Es passt offensichtlich irgendwas nicht, was jetzt der genaue Grund ist ist dann doch egal. An Stelle deines Mannes würde ich die nächste Woche noch ganz normal arbeiten gehen und mich nicht krank schreiben lassen. Das ist nämlich nicht die feine Art und als Arbeitgeber würde ich eine solche Reaktion auch im Arbeitszeugnis im Rahmen meiner Möglichkeiten unterbringen. Der Betriebsurlaub wird vom Urlaubsanspruch abgezogen und der verbleibende Resturlaub wird dann nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt. Geht aus der bisherigen Abrechnung der Urlaubsanspruch hervor? Wenn dieser da korrekt draufgeht, dann würde ich erst mal gar nichts machen.

        Wenn dein Mann die ganze Zeit krankgeschrieben ist, kann er keinen Urlaub nehmen, auch nicht in den Betriebsferien, also steht ihm der Urlaub komplett als Auszahlung zu.

        Ist dein Mann so schwer krank, dass er eine zweiwöchige Krankschreibung benötigt? Was sollte das sein, Lungenentzündung? Knochenbruch?

        Wenn es nur eine Retourkutsche dafür ist, dass er jetzt gekündigt wurde, dann ist das eurerseits Betrug. In dem Fall müßt ihr mit einer Überprüfung des Attests durch den MDK rechnen und auch mit dem Verlust der Lohnzahlungen und dann fristloser Kündigung.

        Jetzt ein Schreiben aufzustetzen mit Bitte um Auszahlung, obwohl der Urlaub in die Betriebsferien fällt, das ist doch dummdreist. Es ist ganz offensichtlich ein Racheakt, eine Eskalation und es würde mich nicht wundern, wenn euch die Gegenreaktion des AGs wiederum die Weihnachtstage gründlich versaut. Steckt doch eure Energie darein, herauszufinden wo der Fehler lag (wo muss man sich persönlich verbessern) und schnell eine neue Anstellung zu finden.

      • Hallo

        Bist du sicher, das er auf 5 Tage Anspruch hat?

        Dein Dein Mann ist nicht fristlos, sondern regulär mit zwei Wochen Frist während der Probezeeit gekündigt worden. Das ist rechtlich völlig einwandfrei, auch, wenn es für Euch blöd ist.
        Eure User, jetzt die verbleibenden zwei Wochen blau zu machen, finde ich nicht ok und auch kontraproduktiv.
        Das ist eine Kriegserklärung an den AG, deren Konsequenzen für Euch schmerzhafter ausfallen können als für den AG. Er kann die letzte Zahlung hinauszögern und die AUB prüfen lassen, das würde ich nur riskieren, wenn ihr auf das Geld nicht angewiesen seid.

        Gruß
        E

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