Beschäftigungsverbot

    • (1) 19.12.17 - 17:29

      Hallo, Ich habe eine frage...
      Seit meiner letzten SS die durch Fruchtblasen prolaps endete auch Muttermund Schwäche, Wurde mir damals von Arzt in kh und in Praxis beim Fa gesagt nächste SS bin ich direkt im bv. Aber habe jtz einen neuen Arzt. Und der weiss von Vorgeschichte aber meint kein BV und dann eben erst in Juli dieser Monat da vor Geburt. Jetzt mache ich mir sorgen... Mein Beruf ist Fitness Sport. Bald auch viele Kurse. Die sehr viel körperliche Belastung für mich sind. Dazu muss ich ganze 8 Std am arbeits Tag stehen was am Ende mir höllische Bein und Bauch schmerzen macht. Die Gewichte (die nicht grad leicht sind) am Abend auch aufräumen. Dann ist man noch mit Fahrrad wegen Promotion 3 Std ca unterwegs.. Was sagt ihr dazu? Soll ich mit dem Arzt drüber sprechen? Ich will eigentlich nicht ins BV wegen geringem Einkommen. Aber riskieren mein Baby zu verlieren will ich auch nicht

      • Puh gute frage.
        Würde mit ihm reden.
        Auf jeden Fall ggf hilft dir ja auch schon eine Stundenreduzierung (TeilBV).

        Würde ihm das auch mit der Vorgeschichte sagen.


        LG
        Corinna
        Mit Leon (6,5J)💙 und Lara (3,5J)💜
        & Lina Inside (37Ssw)💓
        ...Noch 29Tage😍....

        (3) 19.12.17 - 17:42

        Der erste Weg wäre doch hier zum AG, um dir einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz zu schaffen. Hast du das schon getan? Damit hat dein FA nichts zu tun.

        Definitiv mit dem doc sprechen. Er kann ja auch die Unterlagen vom alten Arzt anfordern oder du kannst sie dort abholen.
        Sollte es zu einem BV kommen, kannst du zumindest bei dem Stunden- bzw Belastungsreduzierten mitreden.
        Wenn er dir ein generelles gibt, wird er da schon seinen Grund haben.

        Alles gute ☺

      • Die Sachen die du alle aufgezählt hast sind doch im Bereich des Arbeitgebers. Dieser muss dir einen mutterschutzgerechten Arbeitsplatz ermöglichen und dich ggf wenn nicht möglich ins BV schicken. Im BV hast du auch kein geringeres Einkommen sondern bekommst den Durchschnittsverdienst der letzten 3 Monate vor der Schwangerschaft. Der Arbeitgeber kann dir auch ein Teil-BV aussprechen wenn er dich dadurch nicht komplett beschäftigen kann.

        Du darfst dich jederzeit hinsetzen und Pausen machen. -> https://www.gesetze-im-internet.de/muschg/__2.html

        Als erstes musst du deinen Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren, dann wird eine Gefährdungsbeurteilung gemacht und besprochen was du noch machen darfst und was nicht und ggf welche Ersatztätigkeiten du machen kannst.

        Bei Problemen und Fragen dazu kannst du und auch dein Arbeitgeber sich jederzeit ans Gewerbeaufsichtsamt wenden, die unterstützen bei Frage oder Problemen im Mutterschutz.

        • Die Gefährdungsbeurteilung, würde bei mir aus der Ferne gemacht. Da stellt sich mir halt die Frage, einfach weiter machen oder gegen angehen. Ich bin Friseurin und wir arbeiten täglich 9,5 Stunden und das des Öfteren in der Woche ohne Pause. Da wir die Kunden so nehmen wie so kommen. Dann haben wir zwar einen Aufenthaltsraum, jedoch dürfen dort auch alle drinnen rauchen. Da setze ich mich ungern als Schwangere rein. Also bleibt mir nur die Zeit zum sitzen wo ich auf den schneidehockern verbringe. Was sagt ihr, bei der Behörde anrufen? Mit den Arzt reden? Mein AG ist da leider etwas eigen und knallharter Geschäftsmann. Mit ihn über irgendwas zu sprechen ist sinnlos.

          • Geschäftsmann hin oder her, auch dein AG hat sich an Gesetze zu halten. Darum ja, Gewerbeaufsichtsamt einschalten und den Fall schildern.

            • (10) 19.12.17 - 18:20

              Vorrausgesetzt, du hast deinen AG schon darauf angesprochen. Wenn er die Möglichkeit hatte zu reagieren und es nicht tut - anrufen.

              • (11) 19.12.17 - 18:23

                Natürlich habe ich bereits versucht mit ihn darüber zu sprechen. Weil wir auch grade in dieser SS sehr schlecht und schwindelig war. Jedoch war die Antwort das ich mir dann eine AU holen soll, bis ich wieder einsatzfähig wäre. Aber das ich vielleicht auch gerne mal im Aufenthaltsraum Pause machen würde, zwischen durch einfach mal durch atmen möchte hat er nicht verstanden. Denn sonst müssten die Mitarbeiter draußen rauchen, das sähe assozial aus.

            (12) 19.12.17 - 18:20

            Danke für die schnelle Antwort.

        Mit dem neuen MuSchG ab 1.1.2018 darf man nur noch jeden Monat die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit leisten, nicht mehr! Und täglich nicht mehr a 8,5 Std. Wenn du mit dem Chef gesprochen hast, und er nichts ändern möchte, dann ruf bei der Aufsichtsbehörde an.

Hallöchen
Das hat alles nur nichts mit deinem Arzt zu tun... Darum muss sich dein Arbeitgeber kümmern... Wenn dein Arzt der medizinischen Ansicht ist, dass die Schwangerschaft super verläuft und du keine Risiken hast, ist er da aus dem Schneider... Diese ganzen Problematiken, die du geschildert hast, sind arbeitsplatzspezifisch und dein Chef muss dir einen Arbeitsplatz anbieten, den du risikofrei als schwangere leisten kannst... Wenn er dafür keine Kapazität hat, muss dein Arbeitgeber dich ins bv schicken...

Alles liebe

(15) 19.12.17 - 18:31

Also ich würde schon mit deinem Arzt sprechen und auch mit deinem Arbeitsgeber, und eben sagen was du leisten kannst und was nicht. Er muss dir auch Ausruhmöglichkeiten bereit stellen und darf dich nicht überfordern.

Für die Frühkarenz wurden die Bestimmungen verschärft und in genauen Gründen festgehalten, aber die kennt eh dein Arzt. Wenn die Gründe nicht gegeben sind, muss man wohl oder übel auch mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit.
Aber dein Arbeitsgeber sollte schon auf deine Schwangerschaft eingehen.

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