Urlaub bei 4 Tage Woche

    • (1) 28.12.17 - 19:07

      Hallo.
      Ich bin noch bis Oktober 2018 in Elternzeit und werde ab Februar mit 28 Stunden bei meinem Arbeitgeber wieder einsteigen. Davor habe ich Vollzeit gearbeitet an 5 Tagen die Woche. So war das auch vertraglich festgehalten. Die 28 Stunden kann ich jetzt auf 4 Tage verteilen. Meinen Urlaubsanspruch habe ich schon mitgeteilt bekommen (Februar bis Oktober 14 Tage) da dieser ja logischerweise geringer ist als bei Vollzeit. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich dann in einer Woche auch nur 4 Tage Urlaub nehmen muss und der freie Tag sowieso frei ist oder ob ich 5 Tage urlaub nehmen muss. Der freie Tag wird vorraussichtlich immer der Donnerstag sein, kann aber auch mal variieren. Kennt sich da jemand aus? Im Netz finde ich nur Beiträge zur Berechnung des Urlaubsanspruchs, den kenne ich ja schon.
      Danke im Voraus und LG

      • (2) 28.12.17 - 19:13

        Hast du vertraglich eine 4 Tage Woche festgelegt? Dann musst du auch nur die 4 Tage Urlaub nehmen. Deswegen hat man dann auch weniger Urlaubstage.

        Hat man vertraglich eine 5-Tage Woche und verteilt "freiwillig" die Stunden auf 4 Tage, so muss man für 5 Tage Urlaub nehmen, aber dann verringert sich auch der Urlaubsanspruch nicht.

        Vg Isa

        • (3) 28.12.17 - 19:25

          Ich habe nur meinen Vollzeit Vertrag mit 5 Tagen. Die Regelung für die Teilzeit haben wir nur in einem Bestätigungsschreiben schriftlich, meine Chefin meinte das würde reichen. Da steht drin dass ich 28 Stunden an 4 Tagen arbeite ("bis auf weiteres"). Also wenn mal Not am Mann ist, werde ich da sicher auch ran müssen. Aber da sich mein Urlaubsanspruch ja verringert, gehe ich mal davon aus dass ich nur 4 Tage nehmen muss?! Ich darf auch meinen Resturlaub von vor der Schwangerschaft (hatte zeitig BV und fast den ganzen Jahresurlaub von 2016 noch übrig) erst nach der Elternzeit nehmen, da es unterschiedliche Ansprüche sind, so hat sie es mir geschrieben.

          • (4) 28.12.17 - 19:30

            DAs ist so alles korrekt und ja, dann musst du auch nur 4 Tage Urlaub nehmen bei der Anzahl.

            Wieviel Urlaubstage hattest du denn bei einer 6-Tage-Woche im Jahr, die Anzahl kommt mir so komisch für 9 Monate vor.

                • (7) 28.12.17 - 20:28

                  Ja, das wären dann 14. Dann kommt das hin.

                  Bin nur etwas unschlüssig, ob dir nicht eigentlich der volle Urlaub für die Zeit zusteht, denn laut BEEG darf der AG deinen Urlaubsanspruch in der Zeit ja nicht kürzen.

                  • (8) 28.12.17 - 21:17

                    Hallo,

                    Theoretisch ist das richtig, dass du bei einer 4-Tage Woche nur 4 Tage Urlaub nehmen musst.
                    Es gilt allerdings dein Arbeitsvertrag, es sei denn in diesem Bestätigungsschreiben steht, dass Paragraph x durch Paragraph y abgelöst wird.

                    (9) 29.12.17 - 19:50

                    Der AG darf kürzen, muss er aber nicht. Der Resturlaub aus 2016 einschließlich der Mutterschutzzeit bleibt bestehen und darf nicht mehr gekürzt werden.

                    • (10) 29.12.17 - 19:54

                      Falsch, der AG darf in der Zeit mit Teilzeit in Elternzeit eben nach dem BEEG nicht kürzen, somit müsste einem der volle Urlaubsanspruch für die Zeit zustehen.

                      • (11) 29.12.17 - 20:06

                        Ich war gedanklich bei Januar 2018.
                        Für die Teilzeit in Elternzeit wird der Urlaubsanspruch gekürzt, d.h.die TE hat den vollen, auf die Teilzeittätigkeit umgerechneten, Anspruch auf Urlaub.

                        • (12) 29.12.17 - 20:25

                          "Für die Teilzeit in Elternzeit wird der Urlaubsanspruch gekürzt, d.h.die TE hat den vollen, auf die Teilzeittätigkeit umgerechneten, Anspruch auf Urlaub. "
                          Genau das ist eben nicht erlaubt nach dem BEEG und ist ja auch logisch, dann hat ja jemand, der Teilzeit arbeitet weniger Anspruch als jemand, der gar nicht arbeitet.

                          • (13) 29.12.17 - 20:39

                            Januar 0 Tage gearbeitet: AG darf den Jahresurlaub um 1/12 kürzen.
                            Feb.bis Oktober Teilzeit in Elternzeit: Urlaubsanspruch für die Monate wird um 1/5 gekürzt. 24 Urlaubstage bei 5 Tage Woche *9/12*4/5=14.4 Tage Urlaub. Es gibt noch ein Teilzeitgesetz.
                            Nov.bis Dez. 5 Tage Woche: 24*2/12=4 Tage Urlaub
                            Resturlaub vor der Elternzeit wird nicht gekürzt.
                            --------
                            Jd. der nicht arbeitet während der Elternzeit bis Okt 18
                            Jan bis Okt : AG darf den Urlaubsanspruch kürzen.
                            Nov.bis Dez 18 5Tage Woche ==》Urlaubsanspruch 2018: 24*2/12=4 Tage
                            Resturlaub vor der Elternzeit wird nicht gekürzt.
                            -------
                            Wer hat nun mehr Urlaub?

                            • (14) 29.12.17 - 20:45

                              Es ging um den Urlaubsanspruch und da hat der, der nicht arbeitet den für eine 5-Tage-Woche, der arbeitet soll den nur für eine 4-Tage-Woche haben.

                              Und wie gesagt das BEEG sagt, der AG darf den normalen Urlaubsanspruch nicht kürzen.

                              (15) 29.12.17 - 20:58

                              Wer aber nicht arbeitet, dem kann der Urlaub gekürzt werden.
                              Warum soll einer, der 4 Tage arbeitet, einen größeren Urlaubsanspruch haben als jd, der 5 Tage arbeitet? Hier greift das Teilzeitgesetz.
                              Das BEEG sagt doch nur aus, dass der Urlaub nicht um 1/12 des Jahresurlaubs gekürzt werden darf. Und das wird ja auch nicht.

                              (16) 29.12.17 - 21:04

                              Nein, das BEEF sagt, dass nicht gekürzt werden darf für den Monat.

                              (17) 29.12.17 - 22:36

                              Im Paragraphen 17 Abs.1 BEEG steht nicht, dass der Urlaubsanspruch nicht gekürzt werden darf, sondern dass er nicht um 1/12 gekürzt werden darf.

      (18) 28.12.17 - 22:06

      Hier noch eine Ergänzung von mir: Bin auch gerade in Teilzeit während der Ez beschäftigt. Relevant sind immer die vom AG angebotenen Teilzeitmodelle - bei uns gibt es viele Varianten, allerdings z. B 4 Tage Woche nur von Di bis Fr oder Mo bis Do auf dem Papier, habe mich aber offiziell auch für Donnerstag als freien Tag entschieden. Feiertage zählen ja einerseits als eingebrachte Arbeitstage. Falls allerdings der Feiertag auf den vertraglich vereinbarten freien Tag fällt hat man Pech gehabt, sprich ich habe auf dem Papier Freitag als freien Tag, in Wirklichkeit komme ich immer donnerstags nicht ins Büro. Ausnahme ist z. B der Donnerstag vor Karfreitag, da habe ich nicht plötzlich 2 freie Tage...

      Hast du schriftlich geltend gemacht wie du deine Arbeitszeit genau aufteilen möchtest? Und hast du eine schriftliche Bestätigung dass dein Resturlaub nicht verfällt? Es wäre ja auch denkbar deinen Resturlaubsanspruch auf eine 4-Tage-Woche umzurechnen und auch währenddessen zu nehmen. Beispiel: 20 RU wären jetzt noch 16 Tage wert, denn so viel Urlaubstage bräuchtest du aktuell um 4 Wochen Urlaub am Stück zu haben.

      • Nein die genaue Aufteilung ist schriftlich nicht festgehalten da es eben arbeitstechnisch nicht genau festzuhalten geht. Ich habe auch kein problem mit dieser Flexibilität, ist in meiner Branche eben von Nöten (Fitnessstudio).
        Der freie Tag ist für mich wünschenswert aber nicht absolut notwendig (Betreuung ist auch so geregelt). Ich werde jetzt einfach mal mit der Annahme ran gehen dass ich 4 Tage urlaub in einer 4 Tage Woche nehmen muss und werde sehen, wie die Reaktion ist.

        Vielen Dank für eure Antworten

        "Und hast du eine schriftliche Bestätigung dass dein Resturlaub nicht verfällt? Es wäre ja auch denkbar deinen Resturlaubsanspruch auf eine 4-Tage-Woche umzurechnen und auch währenddessen zu nehmen. Beispiel: 20 RU wären jetzt noch 16 Tage wert, denn so viel Urlaubstage bräuchtest du aktuell um 4 Wochen Urlaub am Stück zu haben. "
        Nein, das ist nicht möglich, weil die Stundenzahl meist ja auch eine andere ist.
        Außerdem sagt das BEEG ganz klar, dass der Urlaub bis nach der Elternzeit bestehen bleibt und dann erst am 31.12. des darauffolgenden Jahres verfällt.

        Also ja, sie hat es wie jeder deutsche und jede Deutsche in Elternzeit schriftlich!

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