ALG1 + Aufstockung ALG2 - Wohnungsgröße

    • (1) 04.01.18 - 16:31

      Hallo zusammen,

      Ich bin selbstständig und bezahle bereits seit einigen Jahren eine freiwillige Arbeitslosenversicherung, die sich zur Zeit auf etwa 91 € pro Monat beläuft.

      Sollte der Fall der Arbeitslosigkeit eintreten, könnte ich von den 1000 €, die ich bekäme, allerdings nicht alle Kosten decken. Wohngeld fällt in diesem Fall auch aus. Somit wäre der Gang zum Job Center wahrscheinlich unvermeidlich.

      Würden für mich dieselben Regeln gelten wie für diejenigen, die ausschließlich Arbeitslosengeld 2 beziehen? Was mich besonders interessiert ist, ob man dann von mir verlangen könnte, die zu große Wohnung zu verlassen. Ich lebe zur Zeit in 80 m², weil ich auch ein separates Büro brauchte. Die Miete ist zwar recht günstig, aber wahrscheinlich auch doch etwas zu hoch.

      Wer hat Erfahrungen oder kann mir etwas dazu sagen? Noch ist bei mir der Fall nicht eingetreten, aber im Moment läuft es mal wieder nicht so gut, und dann macht man sich natürlich so seine Gedanken.

      Vielen Dank vor ab für Eure Antworten .

      • "bezahle bereits seit einigen Jahren eine freiwillige Arbeitslosenversicherung, die sich zur Zeit auf etwa 91 € pro Monat beläuft"

        "Sollte der Fall der Arbeitslosigkeit eintreten, könnte ich von den 1000 €, die ich bekäme"

        Wie lange zahlst Du schon die 91,- an die Versicherung?
        Sind die 1000,- die Obergrenze ... wie oft oder wie lange bekommst Du die?
        Erhöht sich der Anspruch mit der Versicherungsdauer?

        Ansonsten ist das ein klassisches Beispiel für eine Versicherung, die nur einem nutzt, nämlich der Versicherung. Kündigen!

      Hallo

      Bist du alleine?
      Ob du alle KOsten decken kannst oder nicht, spielt kaum eine Rolle. Es gibt Sätze beim Alg II die man bekommt. Das muss dann zum leben reichen.
      Du musst dann deine Kosten senken.

    Hallo,

    Du müsstest es beantragen, dann siehst du was du bekommst...... du musst definitiv nicht umziehen, aber dann musst du die Mehrkosten selbst tragen....

    Lg

    • Danke. Das wollte ich wissen.

      • (11) 05.01.18 - 20:25

        Eine zu hohe Miete würde zunächst für sechs Monate voll bei der Berechnung berücksichtigt. Man würde dich auffordern, die Miete mittels Untervermietung zu senken oder aber, dich nach anderweitigem Wohnraum um zu sehen.

        Sollte ein Umzug/Untervermietung dir nicht zuzumuten sein (z.B. gesundheitliche Gründe), kann die Miete auch länger voll berücksichtigt werden. Auch, wenn ein Umzug nicht wirtschaftlich wäre (die Miete z.B. nur geringfügig zu hoch ist).

        Wie viel du an ALG II bekommen kannst, wird individuell berechnet. Pauschale Aussagen wie "dieses und jenes Geld hat für dich zu reichen", sind schlicht nicht ernst zu nehmen, fußen sie doch auf schierer Unkenntnis der Rechtslage oder vielleicht sogar eher auf der Intention, Menschen, die Hilfe brauchen, vom in Anspruch Nehmen dieser Hilfen mittels dreister Lügen abzuhalten.

        • (12) 05.01.18 - 22:11

          Ich danke dir für deine ausführliche Antwort #danke. Du hast meine Frage ganz genau verstanden. Jetzt habe ich auf jeden Fall eine Vorstellung. Zumindest ist es tröstlich, dass man nicht sofort die Wohnung verlassen muss. Dieses ist umso wichtiger, als der Wohnungsmarkt zur Zeit ja sehr eng ist.

          Natürlich hoffe ich, dass ich die freiwillige Arbeitslosenversicherung nicht in Anspruch nehmen muss. Früher lohnte diese sich noch, zahlte man im Monat doch noch nicht einmal 20 €. Die über 90 € heute schlagen stark zubuche, wenn man erst am Anfang seiner Selbstständigkeit steht.

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