Hier eine Info zu Mutterschaftsgeldhöhe bei vorherig ALG1

    • (1) 10.01.18 - 10:53

      Hallo zusammen,

      Ich hatte mich bei meiner KK erkundigt, weshalb mir weniger MuSchaGeld überwiesen wurde ist als mir für de 6 Wochen und somit 42 Tage zustünde.

      Zusatz: Mein befristeter Vertrag wurde in der SS nicht verlängert --> ALG 1.

      Hier die Antwort, falls sich mal jemand wundert:

      "Sehr geehrte Frau X,

      wenn Entgeltersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Mutterschaftsgeld in
      Höhe des Arbeitslosengeldes gezahlt werden, werden volle Kalendermonate
      immer nur mit 30 Tagen gerechnet. Somit wird bei Ihnen der 31.12.2017 und
      der 31.01.2018 nicht mitgerechnet.
      Das Mutterschaftsgeld wurde für 40 Tage in Höhe von 40,02 € / Tag gezahlt.


      (Also keine 42 Tage, nur 40 Tage lang)


      Grüße
      Mieze

            • Stimmt, die Geburt. Kann man dazu zählen. Sollte man. 🙂

              Leider steht da nirgends ausdrücklich "98/99 Tage", sondern eben 6+8 = 14 Wochen.

              Solange es nicht so ausgedrückt irgendwo steht, kann ich mich schwer auf etwas berufen. 😶

                • Egal wo ich nachlese, heißt es:

                  Als Arbeitslose mit Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 erhält man Mutterschaftsgeld in (genau) der Höhe des Arbeitslosengeldes von der jeweiligen Krankenversicherung.

                  z.B. Quelle: http://www.sozialleistungen.info/sozial-leistungen/mutterschaftsgeld.html

                  Leider steht es nirgends mit "Tagessätzen", sondern maximal mit "in Höhe des monatl. ALG1".

                  ALG1 wird immer für 30 Tage berechnet, nie für 31 Tage. Daher erhalte ich einen Monat durch der KK ebenfalls zu maximal 30 Tagessätzen abgerechnet.

                  Ist leider irgendwie schon eine Sauerei. Ich bin zwar freiwillig schwanger geworden, aber 80 Euro sind schon viel Geld bei der Vorbereitung auf / Kauf von Erstausstattung für ein Kind. Hätte ich keine Rücklagen und müsste jeden Cent zweimal umdrehen, würde ich wohl fluchend und weinend in der Ecke stehen.

                  Immerhin hat der Februar 28 Tage und muss mir dann entsprechend auch mit 30 Tagen bezahlt werden. Wie Gehalt eben oder hier ALG1. In dem Monat verliere ich nichts. Für März streichen sie mir dann aber wieder einen Tag. Schön ist das nicht. 😒

                  Ich kann wohl froh sein und bin es, dass ich Anspruch auf MuSchaGeld habe. Naja, habe dafür aber auch seit 2003 durchgearbeitet.

                  Danke dir jedenfalls für deine Mühen.
                  Ich möchte es auch so sehen, aber leider fehlen da diverse Beschlüsse, Gesetze und Erlasse, die belegen, dass ich mit 42 Tagessätzen (!) unanfechtbar im Recht wäre. 🌷

                  • Manchmal hilft es einfach direkt das Gesetz zu nehmen, da steht nämlich genau das drin, was ich sage:

                    "(1) 1Eine Frau erhält während ihres bestehenden Beschäftigungsverhältnisses für die Zeit der Schutzfristen vor und nach der Entbindung sowie für den Entbindungstag von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. 2Als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wird der Unterschiedsbetrag zwischen 13 Euro und dem um die gesetzlichen Abzüge verminderten durchschnittlichen kalendertäglichen Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist vor der Entbindung gezahlt."

                    Und kalendertäglich ist nun mal eindeutig.

                    Und nein, im Februar bekommt man nur 28 oder 29 Tage gezahlt, daher ist es dort meistens weniger, als man sonst im Monat hatte.

                    Übrigens steht im GEsetz auch klar der Entbindungstermin zusätzlich, also 99 Tage ;)

                    • "während ihres bestehenden Beschäftigungsverhältnisses"

                      Das greift aber eben nicht für ALG1-Empfänger.

                      Weiterhin:

                      - Die Agentur für Arbeit zahlt unabhängig von der Monatslänge (28, 29, 30, 31) immer 30 Tagessätze.

                      - Mein Gehalt war zuvor immer fix (zzgl. Weihnachts-/Urlaubsgeld)
                      - Lohn kann von mir aus variieren, ich bekam aber Gehalt, keinen Lohn vom AG.

                      • Die Krankenkasse hat scheinbar Recht, da du nur Anspruch in Höhe vom Krankengeld hast, da du ja in keinem Arbeitsverhältnis mehr stehst.
                        Die Regelungen fürs Krankengeld schreiben eine Berechnung für 30Tage/Monat vor und für ALG1 Bezieher in Höhe des ALG1 somit deckt sich die Berechnung mit der ALG1 Berechnung und dem Ansatz der 30 Tage/Monat. (Paragraphen siehe Antwort auf Beitrag von susannea)

                    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24i.html
                    Da sie in keinem bestehendem Beschäftigungsverhältnis mehr steht gilt
                    " Für Frauen nach Absatz 1 Satz 2 sowie für andere Mitglieder wird das Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes gezahlt."

                    Krankengeld ->
                    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__47.html
                    "Ist es für einen ganzen Kalendermonat zu zahlen, ist dieser mit dreißig Tagen anzusetzen."

                    -> Berechnung aus ALG1
                    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__47b.html

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