Übergabe von Schlüsseln nach Kündigung

    • (1) 12.01.18 - 07:09

      Hallo,

      Ich habe letzte Woche ohne Voranmeldung meine Kündigung innerhalb der probezeit erhalten. Es war eine elternzeitvertretung in einem sehr kleinen Familienunternehmen von zwei Schwestern wovon eine schwanger wurde was keiner wissen durfte. Eine Einarbeitung fand nie richtig statt. Die Kommunikation untereinander fand in Form von Listen auf a4 Blöcken oder per Mail statt. Meine Chefin hatte die wunderbare Gabe dann wenn es kompliziert wurde zu verschwinden und von daheim 50km entfernt aus zu arbeiten. Ihre Schwester für die ich die Vertretung übernommen habe tat ähnliches bzw. Kam mit Baby und Hund kurz in die Firma eingeflogen und holte sich neue unterlagen. Eigentlich sollte ich ab diesem Jahr die Abrechnungen machen, das hätte jedoch einen erheblichen einarbeitungsaufwand und vorallem körperliche Anwesenheit von derjenigen bedeutet die das Baby bekommen hat da meine Chefin einfach mal keine Ahnung davon hatte.
      So mein eigentliches Problem ist - wie werde ich meine firmenschlüssel los?
      Ich wurde freigestellt,sollte meinen nicht mehr vorhandenen Urlaub nehmen und habe jetzt in Absprache mit der arbeitsagentur einen Krankenschein weil ich auf stundenbasis bezahlt wurde.
      Der erste Versuch die Schlüssel loszuwerden von mir war die persönliche Übergabe - keiner da und Chefin geht nicht ans Telefon. Zweiter Versuch das ganze per übergabeeinschreiben. Das einschreiben liegt seit mehreren tagen einer Postfiliale und wenn das einschreiben bis Samstag nicht abgeholt wurde bekomme ich es wieder zurück. Auf meine Mail mit der Info darüber wurde nicht regiert.
      Was würdet ihr machen um die Schlüssel los zu werden? So einfach in den Briefkasten stecken? Da meine Chefin auf keinerlei kontaktversuche von mir reagiert habe ich so meine bauchschmerzen dabei. Das sind Schlüssel von Firma und Gebäude incl. Chip für die AlarmAnlage und in dem großen Bürogebäude ist meine Chefin die noch einzig verbliebene mieterin. Pförtner gibt es nicht.

      Viele grüße geli

      • Hi,
        per Boten würde ich es denen nach Hause liefern lassen.

        Du kannst auch mit zuverlässigen Zeugen, den Schlüssel im Brief einstecken und diesen per "Einwurf Einschreiben" schicken. Der Brief wird dann immer zugestellt, sprich in den Briefkasten geworfen.
        Das würde ich vorher den Damen per Mail, etc. ankündigen, das dieses die letzte Möglichkeit für dich ist, da die Übergabe bisher nicht funktioniert hat.
        Wenn der Brief abhanden kommen sollte - gibt es ja von der Post einen Nachweis - würde ich hier expliziet drauf hinweisen, das du die Kosten nicht erstattest.

        lg
        lisa

        • Hallo,

          "Wenn der Brief abhanden kommen sollte - gibt es ja von der Post einen Nachweis - würde ich hier expliziet drauf hinweisen, das du die Kosten nicht erstattest."

          Es ist nur der Nachweis, daß eine Sendung verschickt wurde, aber nicht der Inhalt. Um den Inhalt zu beweisen, bräuchte man schon einen Notar.

          LG
          Mistel

      Hallo,

      schreib ihr einen Brief mit einer Frist zur Schlüsselübergabe. Wenn sie nicht reagiert, dann würde ich die Schlüssel erstmal noch behalten. Einfach in den Briefkasten werfen finde ich zu riskant. Auch solltest Du Dir die Übergabe protokollieren und bestätigen lassen.

      LG
      Mistel

      • Die Frist hat sie mir gesetzt mit einem konkreten Datum. Deshalb habe ich ja auch gleich alles per einschreiben verschickt damit ich mit der Sache abschließen kann. Ihr Verhalten ist einfach nur kindisch. Habe noch private Sachen in der Firma und komme nicht ran weil. Habe um Zusendung der Dinge gebeten (hatte sie mir in der Kündigung angeboten ) und auch das ist nicht geschehen.
        Es ist ein absoluter kindergarten. An die private Anschrift kann ich es nicht schicken weil sie bei ihrem freund wohnt - ich keine konkreten Daten habe.

        • Das ist natürlich blöd für Dich. Ich hoffe, daß es alles irgendwie klappt.

          Wer nicht will, der hat schon. Ich würde abwarten bzw. ihr die eh nur im Tausch gegen deine Sachen jetzt geben. Du hast es mehrmals versucht, nun ist sie dran, nicht du.

          Wenn du die Schlüssel hast, warum gehst du nicht in die Firmenräume und holst deine privaten Sachen selber ab?

          Wenn du ihre Privatanschrift willst, ruf beim Gewerbeamt der Stadt an und frage nach der Anschrift der Geschäftsführerin. Die ist beim Gewerbeamt hinterlegt.

          Du hast einen Krankenschein in Absprache mit der AfA??? Also AU ohne krank zu sein, versteh ich das jetzt richtig?

          Hier läuft einiges nicht ganz rund; ich hätte das an deiner Stelle nicht veröffentlicht, so dass es für 100 Jahre im Internet nachzulesen ist.

          • Ich werde sicher nicht ohne Absprache in die Firmenräume gehen. Ich wurde freigestellt, soll meinen Resturlaub nehmen innerhalb der Kündigungsfrist. Das wäre kein Problem wenn ich noch genügend Urlaub oder Überstunden hätte. Habe ich aber nicht da ich die geleisteten Stunden immer gezahlt bekam. Ich wurde nach monatlich geleisteten Stunden gezahlt - es gibt ein Minimum das ich zu leisten habe und wenn ich der Pflicht nicht nachkomme gibt es kein Geld. Wenn mir aber aber das verwehrt wird was dann? Ich hätte mich in der Arbeitszeit nach meiner Chefin und ihrer Anwesenheit gerichtet, ihr die Schlüssel übergeben und gut ist.
            Im Übrigen bin ich seit vor Weihnachten erkältet, lag zwischen Weihnachten und Neujahr mit Fieber im Bett und der Reizhusten ist immer noch nicht weg. Meine Hausärztin wollte mich schon vor Weihnachten krank schreiben, was ich aber abgelehnt habe weil ich gern arbeiten gehe. Nachdem ich meine Kündigung erhalten habe gab es eine Rücksprache und erst daraufhin den Krankenschein.
            Zur Info für Dich. Ich hatte im letzten Jahr bevor ich in der Firma angefangen hatte eine Lungenentzündung. Es brauchte fast ein halbes Jahr ehe ich wieder gesundheitlich wieder so hergestellt war wie davor. Seitdem meide ich alles mit weißen Kittel. Also mal so einfach krank machen gibt es nicht bei mir.

        (11) 13.01.18 - 23:53

        Erkundige Dich mal beim Amtsgericht, ob Du den Schlüssel über einen Gerichtsvollzieher zustellen lassen kannst. Bei Wohnungsübergaben geht das meines Wissens, ich bin aber nicht sicher.

        Ich würde den Schlüssel schon so schnell wie möglich unter Zeugen los werden wollen, nicht, dass in dem Gebäude etwas passiert, während Du den Schlüssel hast.

Ich würde da einfach gar nix machen.
Sollen die sich doch melden, wenn sie was zurück haben wollen.
Du hast mMn schon viel zu viel gemacht.

Einfach in den Breifkasten würde ich nicht machen.
Die Übergabe muss ordentlich dokumentiert sein.
Hast Du Zeugen dafür, dass die Schlüssel in dem Einschreiben sind?

  • Bevor ich die Schlüssel abgeschickt habe habe ich sie incl. des Schreibens an meine Nochchefin kopiert. Zudem war mein Mann dabei als ich den Briefumschlag fertig gemacht habe für den Versand.
    Ich habe halt laut Kündigung die Pflicht ihr die Schlüssel entweder per Post oder persönlich zu übergeben. Im Gegenzug hat sie mir angeboten meine Sachen per Post zu übersenden bzw. nach Terminabsprache abzuholen.
    Ich warte mal ab ob das Einschreiben zurückkommt. Ich muss nächste Woche nochmal auf die Arbeitsagentur und meine ehemalige Arbeitsstelle liegt auf dem Weg dorthin. Ich werde ihr also schauen ob jemand im Objekt ist und versuchen ohne Voranmeldung die Schlüssel zu übergeben. Sollte das nicht funktionieren gehen die Schlüssel nochmals mit vorheriger Information per Einwurfeinschreiben an sie raus. Mein Nocharbeitgeber ist übrigens eine Hausverwaltung und wir hatten ständig irgendwelche Schlüssel im Briefkasten.

    Eigentlich müsste sie ein Interesse haben die Schlüssel wieder zu bekommen, da es die Schlüssel von ihrem Lebensgefährten sind für die Firma.

    • Du hast Deine Pflicht erfüllt und kannst das auch belegen, wenn das Einschreiben zurück kommt. Klingt ein wenig so, als seid ihr im Streit auseinander gegangen. Warum darfst Du deine Sachen nicht selbst abholen und dabei dann auch den Schlüssel abgeben. Man kann es auch echt kompliziert machen.

      • Ich bin in diesem Fall absolut ratlos und das macht mich emotional auch fertig. Ich habe von meiner Chefin noch ein Weihnachtsgeschenk bekommen, Grüße zum Neujahr und zum Geburtstag. Als wir uns das letzte Mal vor Weihnachten verabschiedeten gab es keinerlei Hinweise darauf dass Sie unzufrieden mit mir oder meiner Arbeit war. In der ersten Januarwoche war ich zwei Tage krank weil ich mit Fieber flach lag und an meinem letzten Tag krank kam die Kündigung. In der stand auch drin dass ich freigestellt bin und nicht mehr in die Firma kommen brauche. So blöd das auch klingt ich mag es lieber wenn jemand mir direkt mitteilt ob schriftlich oder verbal wenn was nicht stimmt.
        Ich habe sie dann schriftlich gefragt ob ihr irgendwas an meiner Arbeit oder an meiner Person nicht gepasst hat. Wäre für mich schon aus dem Grund interessant damit ich die Fehler die ich dort gemacht habe nicht im neuen Job wiederhole. Das ich dieses Jahr dort weg wollte wusste sie nicht. Da es ein neues Aufgabengebiet war wollte ich schon noch eine Weile dort bleiben um auf dem Gebiet Berufserfahrung zu sammeln. Genau aus dem Grund wäre ich auch gern noch während der Kündigungsfrist arbeiten gegangen. Vielleicht hat sie was an meinem Verhalten gespürt dass es mir zu viel wird wenn die Schwester da war mit einen schreienden Säugling den ich dann teilweise mit betreut habe und den Hund noch dazu. Es war schon manchmal ein arges Gewusel in der Firma wenn das Baby , der Hund da waren weil dann auch immer noch die Großmutter und noch irgendjemand anders. Der Lärmpegel war dann dementsprechend hoch wenn das Telefon geklingelt hat und noch der Hund bellt und das Baby schreit und die zwei Schwestern sich gestritten hatten. Gesagt habe ich nie was - ich werde da eher ruhiger.

        Das Einschreiben wurde inzwischen abgeholt mit den Schlüsseln. Ob ich meine privaten Dinge noch bekomme wird sich zeigen. Viel war es nicht und der Wert ist in einer Höhe den ich finanziell verkraften kann.

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