Erbe bei Patenkindern?

    • (1) 12.01.18 - 11:10

      Meine 2 Kinder haben einen Tauf-Paten der selbst ledig, geschwisterlos und kinderlos ist.

      Da keine direkte Verwandtschaft zu ihm vorliegt, muss er ja testamentarisch festlegen wenn er meinen Kindern etwas vermachen möchte.

      Nun denke ich würde das sicherlich sehr hoch besteuert werden. Gibt es hier irgendwie Möglichkeiten das zu umgehen?
      In den Medien hört man doch immer mal Prinz XY hat den oder die adoptiert!? Wobei ich Adoption in dem Fall echt krass finde! Ist die Patenschaft wirklich gar nicht anrechnungsfähig? Oder kann man hier irgendwas zusätzlich vereinbaren um die Bindung "rechtlich" zu untermauern? Ich hoffe ihr versteht was ich meine...

      Der Pate meiner Kinder,
      -übrigens auch mein bester Freund -"Wie-Bruder" und mehr oder weniger mit mir zusammen aufgewachsen (wegen Missstände in seiner Familie, meine Eltern hatten aber keine offizielle Pflegschaft)
      ackert schon sein ganzes Leben lang und hat sich finanziell einiges aufgebaut... er möchte verständlicherweise nicht dass sein Erbe dem Staat oder entfernten Verwandten (Cousin/e oder Großcousin/e) zu denen kaum Kontakt besteht zugesprochen wird.

      Hat jemand Tipps?

      Es ist im übrigen auch nicht akut, wir haben uns nur letztens darüber unterhalten und waren etwas ratlos... Wenn es soweit ist werden wir einen Anwalt/Notar aufsuchen. Aber vielleicht kennt sich ja jemand vorab schon aus?

      • Hallo,
        aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es selbst beim Erbe unter Geschwistern nur ein Freibetrag von 20.000.-Euro gibt. Bei meinen Kindern, also den Neffen nur 5.000.-Euro. Keine Erbschaftssteuer gibt es wohl nur bei den wirklich Vermögenden.

        Wir haben fast 100.000.-Euro bezahlt. Das wäre ja auch ok, wenn es von jedem gefordert würde, das ist aber nicht der Fall.

        Gruß Bernd

        • Ja das stimmt.
          Meine Mutter musste auch unglaublich viel Steuern zahlen und Krankenkassenbeiträge für die nächsten 10 Jahre weil ihr Lebensgefährte ihr was vereebt hatte. Unfassbar.
          Mich ärgert sowas halt, auch wenn andere sagen Steuern zahlen is halt so.
          Ich weiß ja nicht detailliert wie das in anderen Ländern ist (außer Frankreich, ansonsten hab ich mich noch nicht mit dem Thema befasst), aber mir erscheint es sehr viel in Deutschland. Zu viel.

      Heirate ihn und Deine Kinder wären seine Stiefkinder.
      Testament vom Notar erstellen lassen und sich auch vom StB beraten lassen.

      • Ich bin bereits verheiratet und hatte auch nicht vor das zu ändern... :) außerdem ist er ja mein bester Freund, nicht Partner.
        Trotzdem danke für die Antwort

        • Das wäre so einfach gewesen... Adoption scheidet vermutlich auch aus.

          Dann sollte er seine Sachen "warm" verschenken. Nicht zu viel auf einmal. Aber Vorsicht: Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet (14 ErbStG).
          Ihr könnt einen Schenkungsplan entwerfen. Aber vielleicht möchte der Pate von seinem Vermögen noch selbst leben.

          • Die Idee ist nicht schlecht, aber wenn überhaupt erst realisierbar wenn er in Rente ist.
            Er soll sein Geld selbst verwalten wie er möchte und er hat ja auch noch einige Pläne für seine Zukunft.
            Aber aktuell existieren z.b. bereits 2 Immobilien eine davon im Ausland, -und wenn ich daran denke was das kosten würde die im Erbfall zu besteuern müsste ich bereits jetzt anfangen zu sparen 😂

            "Dann sollte er seine Sachen "warm" verschenken. Nicht zu viel auf einmal. Aber Vorsicht: Schenkungen innerhalb von 10 Jahren werden zusammengerechnet (14 ErbStG). "

            Da wäre ich vorsichtig. Vor allem, wenn man keinerlei Familie hat. Womöglich braucht er die Kohle, um sich mal ein passables Pflegeheim leisten zu können.#zitter

            • "Womöglich braucht er die Kohle, um sich mal ein passables Pflegeheim leisten zu können."
              Der Pate wird nur das verschenken, wovon er nicht leben muss. Das stand so ähnlich auch in meinem Beitrag. Der Pate hat anscheinend Vermögen, dass er nicht aufbrauchen muss und möchte. Sonst stellt sich die Erbschaftsfrage nicht.

              • Er wird ja heute nicht wissen, ob bzw wie lange er vielleicht mal pflegebedürftig sein wird...

                • Die TE hat gefragt, wie man am besten die Kuh melken kann, ohne viel Steuern zu zahlen.
                  Natürlich sollte der Schenker seine Lebenskosten berücksichtigen. Ich habe nie behauptet, alles zu verschenken.
                  Ich habe die steuerlichen Aspekte betrachtet.
                  Der Pate sollte sich vom Fachanwalt für Erbrecht und vom StB beraten lassen.

    Hallo,

    Dann sollte er ein Testament machen und deine Kinder begünstigen....

    Um die Steuer kommt man (zum Glück) nicht rum.... der Staat möchte nunmal auch was 😉.

    Und mal ehrlich deine Kinder können sich doch schon mega freuen, wenn sie irgendwann mal was erben.... es bleibt doch auf jeden Fall was übrig....

    Ihr könnt heiraten, er deine Kinder adoptieren .... oder es eben vor dem Tod überschreiben....

    Lg

    • Nunja ich sehe das anders mit dem "zum Glück kommt man nicht um die Steuer" herum.
      Ich denke wir zahlen sehr sehr viel Steuer.
      Außer die, die wissen wie man gewisse Bereiche umgehen kann.
      Das ärgerliche ist in dem Fall, dass er selbst eben keine Nachfahren hat und somit unglaublich viel besteuert wird wenn ein Dritter erbt.
      Aber natürlich freuen sich die Zwei -im Fall der Fälle- wenn sie mal was bekommen.

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