Frisch schwanger - neue Arbeit ab März! Was tun?

    • (1) 14.01.18 - 19:07

      Hallo,

      ich habe am Freitag positiv getestet - so wirklich geplant hatten wir das nicht.
      Meine Tochter ist 10 Monate alt und ich bin noch in Elternzeit.
      Zum 28.02. bin ich gekündigt, da mein Arbeitgeber sein Unternehmen schließt. Hier ist alles genehmigt und durch.
      Nun habe ich eine Zusage von meinem neuenArbeitgeber bekommen und wir wollten in den kommenden 14 Tagen den Vertrag machen.

      Ich fühle mich nun furchtbar. Die Vorstellung die neue Arbeitsstelle schwanger anzutreten, lässt mich schlecht werden. Das fühlt sich meinem Chef und den Kollegen einfach furchtbar ungerecht an. Die Stelle ist erst einmal auf 1 Jahr befristet, so dass er mich quasi nur 1 Jahr als Belastung hat, aber dennoch...
      Wenn die Schwangerschaft wieder so verläuft, werde ich spätestens ab dem 8. Monat auch nur noch 4-5 Stunden arbeiten können.
      Auf der anderen Seite können wir uns es nicht leisten, wenn ich aus Nettigkeit auf das Gehalt verzichte. Ich würde jetzt Arbeitslosengeld bekommen und danach wieder das gleiche Elterngeld wie jetzt. Das sind wirklich keine rosigen Aussichten, sicher machbar, aber keine Möglichkeit für Rücklagen etc.
      Zum Arzt sollte ich ja sicher auch besser erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist. Unterschreiben möchte ich definitiv, da ich ja nicht weiß, ob die Schwangerschaft auch bleibt.

      Was würdet ihr machen?
      Habt ihr vielleicht noch einen Tipp, Anregung, wie ich da angehen kann?

      Ich danke euch!

      • Wenn du Arbeitslosengeld bekommst.. wie kommst du drauf das gleiche EG wieder zu bekommen? Arbeitslosengeld ist doxh nicht genauso hoch wie das vorherige Einkommen- oder hat sich das geändert ?

        Da du innerhalb der ersten 12ssw den Vertrag unterschreibst würde ich es nicht sagen. Es sind nunmal die kritischen Wochen wo man allgemein nix sagt außer der Beruf "verlangt" es.

        Scheise für den AG ist es.. aber gut.. Risiko wer Frauen einstellt die im gebärfähigen Alter sind

        Naja, ist nun mal so. Ich würde den Mund halten, egal ob du zum Arzt gehst oder nicht (das ist davon ja total unabhängig) und den Vertrag unterschreiben und dann frühestens nach der 12. Woche was sagen.

        Denn nein, du bekämst sonst vermutlich nicht das jetzige Elterngeld.

        Ich kann Dir mal berichten, wie es mir in der Frühschwangerschaft mit unserem 3. Kind ging: Der Betrieb, in dem ich angestellt war, wurde genau zu dem Zeitpunkt geschlossen, als ich in der 12. Schwangerschaftswoche war. Ich hatte vorher mich schon beworben und wusste bei den Vorstellungsgesprächen nichts von der Schwangerschaft. Die Stelle war nur auf 6 Monate befristet. Ich hatte keine Wahl, auf die Stelle zu verzichten, da mein Mann mit den anderen beiden kindern in Elternzeit war und wir wegen meiner Arbeit umgezogen waren und er sich erst eine neue Stelle hätte suchen müssen.
        Ich trat also die Stelle in der 12. SSW an und sagte erst mal niemandem etwas. Nach ein paar Wochen sprachen mich Kollegen an, ich solle es doch langsam mal dem Chef sagen, bevor er es von irgend jemand anderes erfährt. Als ich es ihm dann sagte, war das gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Die Kollegen und der Chef waren trotzdem nett zu mir, habe nichts negatives zu hören bekommen.
        Und ja, in der Frühschwangerschaft kann viel passieren. ich hatte schon 5 Fehlgeburten. Ich würde an Deiner Stelle also nicht einfach so auf diese Stelle verzichten.
        Und jede Schwangerschaft ist anders, keine ist vergleichbar! Bei eben dieser Schwangerschaft mit meinem 3. Kind hatte ich immer das Gefühl, nur halb schwanger zu sein. Bei keinem anderen Kind ging es mir so gut wie genau bei diesem! ich konnte sehr gut bis zum Schluss arbeiten und auch Überstunden machen wie jeder andere Kollege auch.

      • Hier bei mir im Geschäft war das auch mal so.
        Meine Stelle sollte neu besetzt werden und es wurde eine Dame eingestellt. Kurz vor Arbeitsantritt wurde sie schwanger, angeblich ungeplant.

        Man hat sie dann sofort ins BV geschickt (Verwaltungsjob aber Klinikbetrieb) weil die Chefs sie nicht einlernen wollten und dann geht sie wieder.
        Sie war dann die komplette Schwangerschaft im BV und dann 3 Jahre in Elternzeit und dann wurde sie per Aufhebungsvertrag "gekündigt", denn rechtlich hätte sie ja Anspruch auf die Stelle gehabt, aber da war ja ich nun und mich wollte man sehr gerne behalten.


        Für den AG eine unschöne Sache, aufwändig, Stellensuche doppelt, usw und wenn das mit dem BV nicht gegangen wäre, hätte man auch doppelten Einlern-Aufwand gehabt.

        Ich bin immer dafür, so halte ich es schon immer, mit offenen Karten zu spielen.

        Ich danke euch für eure Meinungen!
        Das bestärkt mich ein wenig auch wenn mir wirklich schlecht ist, wenn ich an das Gespräch denke!
        Nun werde ich erstmal unterschreiben und wenn der arzttermin war und alles gut ist, meinem Chef davon erzählen.
        Ich fühle mich sehr schlecht, weil es sich wie Ausnutzen fühlt aber vielleicht geht es gut aus.

      Klappe halten.
      Unterschreiben und anfangen.
      Danach vielleicht nicht sofort die Schwangerschaft bekannt geben.
      Damit kann man auch bis zur 15. oder 20. Woche warten, wenn man sonst nix sieht und die Arbeit das gefahrlos erlaubt. Solche Stellen soll es heute ja auch noch geben...

      Viel Glück und gutes Gelingen!

      Hallo!

      Ich kann dir mal die Sicht aus AG-Seite erzählen, ich habe selbst Angestellte....

      Ich für mich bin froh, wenn die Arbeitnehmerin ehrlich zu mir ist und mir sagt, dass sie schwanger ist. Das ist eine gute Vertrauensbasis. Ich finde, dass man immer eine Lösung finden kann. Das einzige Problem bei der Einstellung von Schwangeren ist die Planbarkeit, da man nie weiß wie lange sie arbeiten kann. Hier kommt es aber auch auf die Branche an, ob das schlimm werden könnte oder nicht. Finanziell entsteht kein Nachteil, es sei denn die Mitarbeiterin bringt einen Krankenschein. Dann hat man 50% Einbuße. Den Rest bekommt man von der KK wieder. Gut, man hat noch etwas Verwaltungsaufwand.

      Auf der anderen Seite, nicht jeder AG ist so kulant und am Ende muss man immer selbst sehen wie man mit dem Arsch an die Wand kommt. Wenn du ein gutes Verhältnis zum AG hast und dir die Stelle wichtig ist, dann würde ich mit ihm reden. Ansonsten, Rat als Mutter, sag nichts und denk dir „nach mir die Sintflut“. Allerdings kannst du dir dann die Stelle nach der EZ abschminken. Ich persönlich wäre als AG mehr als nur sauer verarscht zu werden :)

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