Büro Job ohne Ausbildung

    • (1) 18.01.18 - 14:10

      Hallo
      Ich bin gelernte pflegefachkraft ,werde aber aufgrund einer starken psychischen Beeinträchtigung nicht mehr in der Pflege arbeiten können.
      Eine neue Ausbildung kann ich momentan nicht machen (Geld,Haus gekauft...)
      Ich würde gerne sowas mit Büro machen,Verwaltung,Organisation etc
      Kann man sich iwo ohne Ausbildung bewerben?was käme in Frage?

      • Hallo!

        Wie wäre es, wenn Du in deinem Bereich bleibst? Pflegeheime brauchen doch auch Büropersonal für Abrechnungen und sonstigen Papierkram. Da kennst Du wenigstens schon die Fachbegriffe und hast eine Ahnung, was Du da tust.

        Sonst gibt es immer wieder keinere Handwerksbetriebe, die jemandem zum Rechnungen schreiben brauchen, oder es wird in einer Firma vor allem ein freundliches Gesicht für Empfang und Telefonzentrale gesucht, da sind Freundlichkeit und und ein gutes Gedächtnis für Namen und Gesichter wichtiger als fachliche Fähigkeiten, weil man da eben Besucher in Empfang nehmen und den entsprechenden Kollegen Bescheid sagen muss, oder Anrufe an die richtige Abteilung weiterleiten.

        Mit einem großen Einkommen kannst Du allerdings ohne passende Ausbildung nicht rechnen.

        Hallo

        Du könntset höchstens als Gehilfen irgendwo kleine Schreibarbeiten machen(Rechnungen scheiben). Mehr nicht. Viel Geld kannst du damit nicht verdienen.

        LG

        Wenn dann in ambulanten Pflegediensten oder in Pflegeheimen.
        Ansonsten sehe ich schwarz. Es gibt soviel suchendes, ausgebildetes Personal und genau das wird gebraucht.
        Was kannst Du denn als Pflegekraft in einem Untenehmen im Büro machen außer das Telefon anzunehmen?

      (6) 18.01.18 - 14:45

      Gibt es nicht Bereiche, die Du mit spezieller Weiterbildung machen kannst? Kodierung im Krankenhaus, Stationssekretärin, Ambulanzschwester, Anästhesie, Röntgen...? Finanziell wäre das sicher der bessere Weg, auch im Hinblick auf die Rente. Warst Du schon in einer Reha? Dort bekommst du meist ein gutes sozialmedizinisches Gutachten und weißt dann genauer, was Du noch tun kannst, in welche Richtung es weiter gehen kann, oder ob eine Umschulung für dich möglich wäre.

    • (7) 18.01.18 - 15:56

      Meine Schwägerin ist examinierte Altenpflegerin. Sie arbeitet jetzt in einem Sanitätshaus.

      Sie musste nach Beginn des Arbeitsverhältnisses noch ein paar Schulungen machen, die aber alle vom Arbeitgeber bezahlt wurden.

      Vielleicht wäre das ja auch für dich was.

      Ungelernt im Büro fällt mir nur Callcenter ein.
      Ansonsten vielleicht in einem Sanitätshaus, da suchen die manchmal jemanden mit pflegerischem Hintergrund für die Beratung bzw. den Verkauf (Inkontinenzprodukte, Brustprothesen, Sachen wo die 16 Jahre alte Auszubildende für die Kundschaft als Ansprechpartner nicht die erste Wahl ist).

      Lg,
      Fina

      Nachtrag: evtl. kannst Du ja über die Rentenversicherung eine bezahlte Umschulung machen?

      (10) 18.01.18 - 19:25

      Wenn Büro solltest du in deinem Bereich bleiben.
      Alles was im Pflegereich, etc. zu tun hat.
      Das setzt jedoch voraus das du gute Kentnisse im Bürobereich hast, sei es gängige Programme, Tippen, Buchhaltung...
      Die brauchst du dringend, sonst hast du hier auch keine Chance.
      Entweder Zusatzkurse oder Sekretariatsausbildung anfangen. Leider werden in jedem pobligen Betrieb auch nur noch Sekretärinnen.... eingestellt, die mindestens zweisprachig sind, ob es gebaucht wird oder nicht

      lg
      lisa

      Hallo,

      eine Weiterbildung oder Umschulung solltest Du schon machen. Klar kannst Du Dich überall bewerben, aber Büromitarbeiter gibt es wie Sand am Meer.

      LG

      Hallo,

      also ich kenne mehrere, bei denen das geklappt hat.

      Als erster Schritt wäre es für dich vielleicht wichtig, zu überlegen, wo deine Stärken liegen und dann in diesem Radius nach einem Job zu suchen. zB hast du medizinisches Fachwissen - wo könnte man davon profitieren?
      In der Verwaltung von Pflegeheimen, Altenheimen, evtl. Behinderten-Werkstätten, medizinische Schreibkraft, Sanitätshäuser....

      Und vielleicht gibt es ja bei deiner örtlichen Volkshochschule Kurse, die du besuchen kannst, um dein Wissen im Bürowesen zu erweitern.

      Alles Gute :)

      (13) 19.01.18 - 21:34

      Bewerben kannst Du Dich natürlich überall.
      Nur würde das eher den Frustlevel in die Höhe treiben.

      Zumal psychische Beeinträchtigungen auch im Büro nicht besser werden. Das ist mehr als Kaffeekochen und kopieren gehen.

      (14) 19.01.18 - 23:58

      Der Arbeitsmarkt im Fachbereich Büro ist stark umkämpft. Im Idealfall ist Frau 25jahre alt mit kaufmännischer Ausbildung, hat 30 Jahre Berufserfahrung, ist ungebunden und ohne Kinder. Sie kennt sich nicht nur im kaufmännischen sehr gut aus. Idealer Weise hat sie eine zusatzqualifikation in den Bereichen Steuer und Buchführung, spricht verhandlungssicher englisch und ist mit SAP vertraut.

      So hat es mir kürzlich eine nette Dame einer privaten Arbeitsvermittlung zum derzeitig umkämpften Arbeitsmarkt erklärt. Ich hatte mich dort für eine einfache bürotätigkeit beworben, war mit meinem Kaufmann schon überqualifiziert aber gegen eine Buchhalterin mit SAP Kenntnissen habe ich nur geringe Chancen wenn diese sich auf die gleiche Stelle bewirbt.

      Wie weiter oben schon erwähnt call Center wäre ein Versuch wert, ist aber nicht jedermanns Sache. Alternativ wäre noch gebäudereinigung oder im Einzelhandel bzw. Systemgastronomie.

      Problem bei den meisten bürojobs ist das du Grundkenntnisse benötigst, Zusammenhänge weißt. Was früher drei Berufsfelder waren wird heute von einer Person erwartet.
      Was du über das Arbeitsamt versuchen kannst ist eine Weiterbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Meine Freundin die auch ihre Lehre in der Altenpflege abrechen musste hatte das als alternativberuf und bei ihr wäre das wohl auch finanziert wurden über die Arbeitsagentur. Im Endeffekt ist sie jedoch in die systemgastronomie gegangen weil sie dort schneller einen Arbeitsvertrag hatte.

      Alles gute

      (15) 20.01.18 - 14:13

      Ohne Ausbildung oder Weiterbildung könnte es schwierig werden im Büro.

      Hier gibt es sehr, sehr, sehr viele Quereinsteiger, die wegen "familienfreundlicher" Arbeitszeiten ins Büro wollen.

      Ungelernt mit Bereitschaft zur Weiterbildung gibt es hier in Büros nur 450 Euro Stellen. 2-3 Nachmittage pro Woche, aushilfsweise, wenn die anderen Teilzeit vormittags arbeiten wollen. Oft Kleinbetriebe oder ehrenamtliche Stellen, die jemanden brauchen, der für wenig Geld, so viel wie möglich in so wenig Zeit wie möglich (kostet Geld) arbeiten kann.

      Für Bürostellen mit kaufmännischer Ausbildung braucht man hier
      a) sehr gute Berufserfahrung. Am besten noch in dem Bereich
      b) Weiterbildungen und Qualifikationen, die noch weitere Bereiche abdecken
      c) spezielle Kenntnisse in dem jeweiligen Computersystem, das der suchende Arbeitgeber verwendet
      d) spezielle sehr gute Fremdsprachenkenntnisse (türkisch, italienisch, spanisch, dänisch) oder ähnliches
      e) Wirtschaftsstudium oder ähnliches
      f) oder genug Zeit und Flexibilität und Bereitschaft dich unter Wert zu verkaufen und vor allem zu Randzeiten zu arbeiten
      g) lange Fahrtwege

      Wer hier ins Büro will, ist meiner Ausbilung besser dran oder kann damit mehr verdienen, auch wenn es erst mal weniger ist.

      Sucht dein Arbeitgeber jemanden für's Büro? Vielleicht könntest du da Glück haben als Quereinsteiger.
      Ansonsten beim Arbeitsamt mal beraten lassen. Welche Möglichkeiten hast du? Welche Chancen auf Weiterbildung oder Umschulung hättest du? Unter welchen Voraussetzungen?
      Könntest du dir einen VHS Kurs vorstellen? Für manche Weiterbildungen könnte das dein Einstieg sein, in dem du wenigstens Grundkenntnisse vorweisen könntest.

      Augen und Ohren offen halten.
      Manch einer 450 Euro Job kann auch als Einstieg sein. Büroerfahrung zu sammeln und sich dann hochzuarbeiten. z.B. wenn jemand aus dem Betrieb ausfällt oder in Mutterschutz geht, auf diese Weise durch Zuverlässigkeit und den Betrieb schon kennen, die Stundenzahl und den Lohn (dann Gehalt) aufzubessern.

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