Frage zu Beschäftigungsverbot

    • (1) 25.01.18 - 16:51

      Hallo, kurze Beschreibung meiner beruflichen Situation: ich habe einen Vollzeitjob plus einen Nebenjob auf 450Euro Basis. Ich bin schwanger, im November bekam ich im Vollzeitjob ein Beschäftigungsverbot und nun auch im Nebenjob. Ausgesprochen wurde dies letzte Woche Montag, da man mich nicht darüber informierte, arbeitete ich am vergangenen Wochenende noch, trotz eig. bestehendem BV. Heute kam das Schreiben und dort heißt es, dass mir die bereits geplanten Dienste bezahlt werden und ab dann eine Durchschnittsberechnung erfolgt. Nun frage ich mich ob das rechtens ist? ich las bisher immer nur von der Durchschnittsberechnung, die geplanten Schichten zu bezahlen finde ich etwas befremdlich, da meinem Abteilungsleiter bereits letzte Woche mitgeteilt wurde, er solle meine Schichten neu vergeben.

      Für mich macht das einen enormen Unterschied, da ich im Januar und im Februarplan nur recht wenige Schichten annehmen konnte (aus gesundheitl Gründen) und davon ausging, dass das BV ab Mitte Januar greift und ich den Durchschnittslohn der 3 vorherigen Monate (also Okt, Nov, Dez) gezahlt bekomme.
      Kann mir hier jemand weiterhelfen? Ist das Vorgehen meines Arbeitgebers korrekt?

      • Wenn du schon im November schwanger warst, dann ist das nicht korrekt, dass du den Durchschnittslohn von Okt-Dez haben willst.

        Der Durchschnittslohn wird aus den letzten 3 monaten vor Eintritt der SS berechnet, das ist der Monat bevor deine letzte Mens (SSW 0) war, und die zwei Monate davor.

        Wann hast du ET, dann ich kann ich dir den Referenzzeitraum nennen?

        Nein, das ist nicht korrekt so mit den geplanten Schichten, aber auch deine Durchschnittsberechnung ist nicht korrekt, da die letzten 3 Monate vor dem Eintritt der Schwangerschaft und nicht dem BV zählen.

        • Vielen Dank für eure Rückmeldungen.
          Ich habe gestern im §11 des Mutterschutzgesetztes folgendes gelesen: "... mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 14 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren".
          Nun frage ich mich, ob sie meinen

          a) entweder die letzten 14 Wochen oder alternativ (falls man krank war o.ä.) die 3 Monate vor Beginn der Schwangerschaft

          oder

          b) 13 Wochen oder 3 Monate vor Beginn der SS

          Hier wird es scheinbar nach Version b verstanden, wobei für mich dann die Unterscheidung 3 Monate oder 14 Wochen wenig Sinn ergibt?
          Aber egal wie es ausgelegt wird, so wie mein Arbeitgeber will, geht es also schon mal nicht.
          Kennt sich eine/r von euch hier ganz genau aus oder weiß, an wen (außer den Arbeitgeber, der scheinbar auf mein Unwissen hofft) ich mich wenden kann?

          • Es ist B und nein, ist nicht unsinnig, wenn es wochenweise Abrechnung gibt ;)

            Aufsichtsbehörde hilft dem AG in der Regel gerne bei der Berechnung oder auch die KK manchmal.

            • Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich denke, ich bin mir mit dem Arbeitgeber einig geworden. Scheinbar war ihm nicht bewusst, dass es hierfür klare Regelungen gibt. Ob sie jetzt die 3 Monate vor BV oder vor Beginn der SS rechnen, weiß ich nicht. Das macht für mich auch keinen großen Unterschied, nachteilig wäre es für mich nur wenn sie die geplanten Schichten gerechnet hätten.

    Wie meinst Du denn "da ich im Januar und im Februarplan nur recht wenige Schichten annehmen konnte (aus gesundheitl Gründen)"...

    Kannst Du dort frei selbst entscheiden, wieviel Du arbeiten möchtest?

    • Ja, relativ frei. Natürlich in Absprache mit den Kollegen, aber das hat bisher immer erstaunlich problemlos geklappt. Mal hatte der eine nix vor und wollte mehr arbeiten, mal der andere. Sonst wäre es vermutlich auch nicht möglich, einen Vollzeitjob im Schichtdienst plus Nebenjob zu vereinbaren, das waren dann ja schon 48-56 Wochenstunden, die es zu koordinieren galt ;)

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