Elternzeit bei einem Jobwechsel

    • (1) 29.01.18 - 05:04

      Guten Morgen zusammen,

      ich bin seit dem 04.01 Vater einer Tochter. Nun stehe ich vor einem Jobwechsel und ich werde einfach nicht schlau. Folgendes ist mein Problem:

      Aktuell habe ich Elternzeit. Nicht alles an einem Stück, sondern etwas aufgeteilt. Januar/Februar die ersten beiden Monate Elternzeit, dann arbeite ich Vollzeit bis August, dann wieder den Monat und von September bis Dezember wieder Vollzeit. Januar 2019 wäre ich nochmal einen Monat Elternzeit und dann die vier Monate Partnerschaftsbonus. Also sieht es bei mir wie folgt aus:

      01.01 - 28.02. Elternzeit
      01.03 - 31.07 Vollzeit arbeiten
      01.08 - 30.08 Elternzeit
      01.09 - 31.12 Vollzeit arbeiten
      01.01.2019 - 31.01.2019 Elternzeit
      01.02.2019 - 31.05.2019 Partnerschaftsbonus 30h

      Da sich mir nun eine neue Stelle antreten kann, stellt sich mir natürlich die Frage, was bei einem Wechsel des Arbeitgebers mit meiner Elternzeit passiert. Das ist auch das entscheidene Thema, ob ich den Job nun bekomme oder nicht.

      Muss ich den nun so nehmen, wie ich Ihn vor einigen Monaten beantragt habe oder bin ich da etwas flexibel, wenn ich wechsel? Ich habe das nicht so ganz verstanden mit der Frist von drei Monaten bei Ende der Elternzeit. Das Ende der gesamten Elternzeit ist bei mir der Mai 2019, aber ist mit Ende eben der gemeint oder wie?

      Ich hoffe mir kann da jemand Licht ins Dunkeln bringen.

      • (2) 31.01.18 - 16:22

        Hi,

        die 3 Monate sind die Kündigungsfrist, wenn man nach der Elternzeit nicht ins Unternehmen zurück möchte.
        Also z.B hatte ich 3 Jahre Elternzeit und hätte meinem AG dann 3 Monate vor Ende der 3 Jahre kündigen müssen.

        Da du jetzt ja nur einzelne Monate hast, geht das ja so gar nicht.

        Wenn du dir jetzt einen neuen AG suchst, dann gelten für den deine beim alten AG eingereichten Monate nicht. Die musst du dann deinem neuen AG erneut mitteilen.
        Und ich bin nicht sicher ob er verpflichtet ist, das so gestückelt zu genehmigen. Ich dachte immer mindestens 2 Monate am Stück müssen es sein.

        Solltest du auf jeden Fall vor einem Wechsel mit dem neuen AG klären, sonst nutzt der ggf. die Probezeit und du fliegst gleich wieder raus. Väter die Elternzeit nehmen sind ja leider bei einigen AG nicht gerne gesehen.

        (3) 28.02.18 - 11:26

        Welchen Anspruch man hat, weiß ich nicht.
        Meine Erfahrung beim ersten Kind und einem Arbeitgeberwechsel war aber: Ich habe die beabsichtigte und beim alten Arbeitgeber angemeldete Elternzeit schon im Vorstellungsgespräch offen kommuniziert und quasi zur "Bedingung" für eine Vertragsunterschrift gemacht.

        Wenn du dazu die Möglichkeit hast, mach das auch.
        Allerdings hilft es dann, wenn die Elternzeit für den Arbeitgeber in den eigenen Betriebsabläufen gut planbar ist.
        Gerade bei vollen Ausfällen, die extrem gestückelt sind und dann immer nur für einen Monat, ist mein jetzigen Arbeitgeber auch eher "skeptisch".

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