Unterhalt für erwachsene Kinder NACH der Ausbildung?

    • (1) 29.01.18 - 10:12

      Ich frage extra hier, weil sich Männer damit evtl. besser auskennen.
      In meiner erweiterten Familie ist ein Mann, 53 Jahre alt, geschieden, eine Tochter, 19, lebt noch bei ihm, sie ist noch in Ausbildung. Sie wollte es selber so, weil sie zum Zeitpunkt, als ihre Mutter mit einem anderen vor 3 Jahren ging, mit dieser im Clinch lag. SIe nahm ihr den Ehebruch furchtbar übel, heulte nur noch und vermasselte ihre Abschlußprüfung der Realschule.
      Nun hat sich das Blatt gewendet, sie hat wieder Kontakt zur Mutter und diese hetzt auf Teufel komm raus, sodass die Tochter dem Vater nun schon bald 2 Jahre das Leben zur Hölle macht, neue Partnerinnen beschimpft, bis sie die Beziehung entnervt beenden und vieles mehr(würde den Rahmen hier sprengen). In einem Jahr ist sie mit der Ausbildung fertig, dann soll sie ausziehen.
      Muss er sie dann weiter unterhalten, wenn sie arbeitslos ist? Der Vater verdient netto ca. 1700 Euro und es kommt ein Pauschalbetrag dazu, weil er im eigenen Haus keine Miete zahlt. Davon zahlt er aber derzeit alleine eine Rate von 400 Euro für seinen Anwalt, den er über die Jahre brauchte und er hat auch ziemlich hohe Fahrkosten zur Arbeit. Seine Ex fordert nun 1400 Euro Unterhalt, arbeiten "kann" sie nicht.....er braucht seinen Anwalt somit noch länger. Da er wirklich viel arbeitet, ist er mit seinen Nerven (und Geld) schön langsam am Ende. Kann er sich Hoffnung machen, dass er seine Tochter nach der Ausbildung wirklich bitten kann, auszuziehen, ohne dass er sie weiterhin komplett unterhalten muss? Was wäre, wenn der Zustand so unerträglich würde, dass er sie vorher auffordert, auszuziehen) Sie macht keinen Handschlag im Haushalt, ihr Zimmer sieht aus wie bei einem Messi und die Küche ist ein Schlachtfeld, wenn sie was kocht.
      Alles gute Zureden wird abgeblockt, auch bei anderen Familienmitgliedern - sie führt sich auf wie eine störrische unreife 13jährige. Sie hat eine Ausbildungsvergütung von ca. 300 Euro, die würde ja wohl angerechnet, reicht ihr aber zum Leben sicher nicht. Sein Anwalt sagt nur, er solle das alles auf sich zukommen lassen, dann würde man schon weitersehen.
      Ich sehe das anders, wenn der Vater wüsste, dass er ihr nicht allzuviel für sie zahlen muss bei Auszug, könnte er ihr das mal klar und deutlich sagen! Ich mochte das Mädel wirklich von klein auf - aber meine Geduld ist nun auch am Ende, was ich ihr mittlerweile auch sagte.
      Mutter und Tochter haben sich wohl vorgenommen, den Mann gründlich zu ruinieren - dabei ist die Mutter ja gegangen in einem Anfall von "ich will noch was erleben".
      Danke für Rat im voraus.
      LG Moni

      • (2) 29.01.18 - 13:45

        Hallo Früchenomi,

        Bin zwar kein Mann :-p, aber ich hoffe ich kann dir weiterhelfen

        https://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder-wann-ist-schluss-mit-lustig_016856.html

        Lt. diesem Bericht dürfte es ziemlich eindeutig sein, dass er spätestens nach erfolgter Ausbildung - ja selbst wenn sie die Ausbildung jetzt noch abbricht - nicht mehr zahlen muss.
        Da das "nette" #schein Töchterlein ja schon als Ausbildungsgehalt rd 300,-- bekommt, plus Kindergeld, dürfte sich m.E. der Betrag den er zahlen MUSS m.E. auch in Grenzen halten, wenn er Töchterlein JETZT schon vor die Tür setzt.

        Aber ehrlich gesagt, würde ich als erste Maßnahme empfehlen einen anderen Anwalt zu nehmen - einen mit gewetzten Messern und Haaren auf den Zähnen - denn der Anwalt den er jetzt hat scheint mir eine ziemliche Pfeiffe zu sein.

        Mit einem neuen Anwalt würde ich das liebe Töchterchen der Mutter vor die Tür stellen. Und den Rest über den Anwalt ausfechten und um jeden Cent kämpfen.
        Denn Kampf und Krampf hat er sowieso. So ein Verhalten wie von dir beschrieben, da wär mir schon längst der Kragen geplatzt. Also wenn er schon kämpfen muss, dann soll er was davon haben.

        lg

        • Dankeschön. Das mit dem anderen Anwalt ist so eine Sache - da zahlt er dann ja wieder zusätzlich.....womit denn? Seinen derzeitigen zahlt er eh noch eine Weile, der Streitwert der Scheidung war recht happig. Aber - ich habe ihm den Link schon geschickt, er soll seinen Anwalt einfach fragen, wieviel er zahlen müsste. Der kennt seine Einkommensverhältnisse ja auf den Cent.
          MIR wäre meine Ruhe auch wichtiger als ein paar Euro - da mag man ja schon nicht mehr heimkommen, weil man nicht weiß, was Madame wieder angestellt hat.
          Er kann ihr ja ein Ultimatum stellen, entweder Bude und Küche ab sofort sauber und Mithilfe im Haushalt ....oder.....
          Ich war da auch auf dem falschen Dampfer, ich dachte, er muss sie während der Ausbildung behalten. Meine Kinder waren beide bis nach der Ausbildung zuhause - aber sie halfen auch im Haushalt - ihnen blieb keine Alternative#cool
          Danke nochmal.
          LG Moni

      Hallo,

      Ich bin zwar kein Mann und bei mir ist das auch schon ne Weile her. Aber bei mir und meiner Schwester war es damals so das wir nicht hätten ausziehen können ohne festen Job. Weil man Kinder unter 25 unterstützen muss. Also hätten wir unseren Lebensunterhalt nicht allein bestreiten können, hätte kein Amt je für uns gezahlt.

      • (5) 29.01.18 - 20:15

        Das ist nicht ganz richtig. Der familienrechtliche Anspruch auf Unterhalt endet mit der ersten abgeschlossenen Ausbildung. Und niemand kann den Vater zwingen, den Terrordrachen bei sich wohnen zu lassen. Ohne Unterhaltsanspruch wird es auch schwer nach SGB Schlagmichtot die Leistungen auf den Vater abzuwälzen. Schon gar nicht bei 1.700 netto.

        Daher wäre es am vernünftigsten, die junge Dame vor dir Tür zu setzen und nach dem Ausbildungsende sämtlichen Support einzustellen. Würde der Vater übrigens die LG heiraten, stünde die in der Nahrungskette sprich Unterhaltsrangfolge HINTER der Tochter.

        Man sollte die Hand, die einen füttert, nicht beißen. Wird Zeit, dass sie das lernt.

        LG

        • Dankeschön für den letzten Satz, auf den kam ich garnicht. Wenn sie mir ihr nächstes Jammer-WA schickt, kriegt sie das als Antwort !! Du hast so recht. Ihre Schonzeit ist bei mir rum....nach drei Jahren :-( LG Moni

          • Hallo,

            also der Rat mit einem anderen Anwalt hat durchaus seine Berechtigung ....

            aber mal ganz abgesehen von den Kosten:

            die Ex will 1.400,-- € - sorry, lächerlich, egal ob das ein Anwalt fordert oder nicht - so wie sich der Fall für mich darstellt würde ich dem verklausuliert schreiben, was er mich mal kann ;-)

            zum Thema Tochter - die darf gern ausziehen ..... und dann sehen, wie sie klar kommt, denn:

            beide Elternteile sind barunterhaltspflichtig - unterliegen aber nicht mehr der gesteigerten Erwerbsobliegenheit

            Er hat 1.700 + Wohnwert (wie hoch ?), abzüglich Anwalt, abzüglich Fahrtkosten, abzüglich (....) bleiben tatsächlich x-€ ..... sein Selbstbehalt ihr gegenüber 1.300,-- €
            da kann man den KU schon mal ins Verhältnis zum Stress setzen ....

            LG

            • Dankeschön - hab ich ihm auch gleich geschickt.
              Ich gehe davon aus, dass seine Madame heute oder morgen die Aufforderung zum Auszug kriegt - sie hat sich schon wieder eine Riesensauerei geleistet, wofür ICH ihr wahrscheinlich eine geknallt hätte, von der sie lange gehabt hätte - aber ganz ehrlich. Man ist auch nur ein Mensch.
              (Wobei mir momentan total egal ist, dass man das nicht darf)
              Sie ist derart von der Mutter aufgehetzt, dass es jeder Beschreibung spottet.
              Da zahlt er lieber ein paar Euro und hat seine Ruhe.
              LG Moni

              PS: Ich glaube, der Wohnwert liegt zwischen 500 und 600 Euro, bin mir gerade nicht ganz sicher.

        Hallo,

        "Würde der Vater übrigens die LG heiraten, stünde die in der Nahrungskette sprich Unterhaltsrangfolge HINTER der Tochter."

        Nein, vor der Tochter - diese ist nicht mehr privilegiert.

        LG

Hallo

Die Ex fordert 1400 Euro für die Tochter? Die spinnt. Die Tochter dürfte keinen oder nur noch einen geringen Anspruch auf Unterhalt haben.
Er soll sich keine Sorgen machen. Das Kindergeld und die Ausbildungsvergütung(-90 Euro) werden ds mindern.

  • Die Ex fordert für sich 1400 Euro;-) die Tochter wohnt ja NOCH beim Vater in einem Appartement....aber nicht mehr lange. Er forderte sie schon auf auszuziehen, er kann nicht mehr. Als er ihr sagte, dass sie nicht sehr viel von ihm verlangen könne, drehte sie vollkommen ab und es spielten sichdramatische Szenen ab. Das geht so nicht mehr, er hat einen diffizilen Job an Werkzeugmaschinen, ich warte schon, bis was passiert :-(
    Sie ist leider vollkommen verhetzt von der Mutter und hat nichts mehr mit dem lieben Mädel zu tun, welches ich von Geburt an kenne. Schlimm. LG Moni

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