Vertragsidee meines AG

Mein AG hat mir angeboten, in eine Eingruppierung zu wechseln mit dessen Gehaltshöhe jegliche Mehrarbeit abgegolten ist.

Würdet ihr sowas eingehen?

Mir ist Geld total egal.
Wenn ich Mal ne Woche 50,Stunden mache, ist das nicht schlimm für mich.
Aber dann will ich mir auch die Zeit selbst raus nehmen und Mal weniger machen, wenn es die Zeit zu lässt.

Erfahrungsbericht aus der Praxis:
1. Klar, mache ich, es gibt mehr Geld und ich kann meine Arbeit frei einteilen.
2. Hmm, irgendwie habe ich das Gefühl genauso meine Überstunden zu machen wie bisher. Aber frei nehmen, das geht nicht wirklich. Man muss sich jedesmal rechtfertigen (auch gegenüber sich selbst), da man keine Stunden abbauen kann.
3. Ich mache mir mal eine Exceltabelle und trage meine Arbeitszeiten ein.
4. Oha, ich arbeite so viel, dass mein Stundenlohn niedriger ist als im alten Vertrag.
5a. Ich arbeite nun 45 statt 50 Stunden die Woche, damit habe ich den gleichen Stundenlohn wie früher und weniger Freizeit. Die Arbeitszeit wird in der Exceltabelle sauber geführt.
Oder 5b. Ich kehre zu meinem alten Vertrag zurück.

Wenn dir Geld total egal ist, lass es. Wenn du heute schon frei machen kannst, wann du willst, dann ändert sich nichts. Wenn du es bisher schon nicht konntest, dann wird es auch zukünftig nicht funktionieren. So ein Vertrag soll Mehrarbeit pauschal vergüten und nicht für mehr Freizeit sorgen. Daher sehe ich darin das falsche Instrument für den Wunsch nach flexibler, eigenbestimmter Freizeit.

Stimme dir vollkommen zu!!

Mein Rat ist auch Finger weg davon!

Es kommt doch sehr auf die Vergütung an, ob man dazu raten sollte oder eher nicht.
Entscheidend ist der Preis, den der AG dafür zahlen will.
Für Nothing bekommt er das sicher nicht!

Solche Verträge sind eh nicht zulässig, also was denkt sich der AG dabei?

Meines Wissens ist das nicht zulässig. Mehrarbeit ist im Prinzip nie mit dem Gehalt abgegolden. In Arbeitsverträgen ist das eine nicht gültige Klausel.

LG

Wie kommst Du auf das schmale Brett?

Es heitß natürlich "abgegolten"... auch meine Wiederholungstat entschuldige ich hiermit #schwitz

Mit oder ohne Zeiterfassung? Gleitzeit?

Ich würde es annehmen, wenn dadurch X mehr Geld pro Monat raus springt.
X sollte ungefähr dem entsprechen, was Du an bezahlten Überstunden machst.

Wähle X nicht zu klein, denn Du kannst es nur noch jetzt ein letztes Mal verhandeln.

Der AG möchte dich damit vermutlich aus der Zeiterfassung raus haben.

Du hast wirklich keine Ahnung #schwitz

Wer hier keine Ahnung hat bist Du.
Ab einer gewissen Ebene ist so eine Regelung völlig normal.

Auf Sachbearbeiterstellen o.ä. wendet man sowas eher nicht an, da möchte man die Arbeitszeit aber auch erfassen!

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PS.: Bist Du in einer Führungsposition?

https://www.hensche.de/Ueberstunden_Arbeitsrecht_Ueberstunden.html#tocitem15

auch das muss nicht mehr zwingend heißen, daß Überstunden mit dem Gehalt abgegolden sind #aha

Theorie und Praxis.
Als AN muss man sich die Frage stellen "was ist es mir wert".
Ein AG will nicht per se immer nur ausbeuten.
Sowas wird honoriert und Vertrauensarbeitszeit beinhaltet eben auch das Wörtchen "Vertrauen". Wer dieses Vertrauen dann mit Klagen torpediert, findet sich halt schnell woanders wieder.

Als AN würde ich so ein Angebot immer alleine auf meine persönliche Situation hin abwägen. Was bringt es mir und was verliere ich?

Ins Gesetz gucken, ah, darf man nicht, also lehne ich ab ist dann die Lösung für Beamte.

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