Muss er Unterhalt für die Kinder zahlen?

    • (1) 31.01.18 - 15:29

      Hallo Mädels,
      eine spezielle Frage.
      Sie und Er haben Zwillinge, leben getrennt. Die Kinder sind 7 Jahre. Sie ist zuhause, bezieht Wohngeld, Witwenrente und Kindergeld und vom großen Sohn noch irgendeine Halbwaisenrente. Kein ALG und nichts. Bis jetzt hat sie immer noch Unterhaltsvorschuss bekommen.
      Er konnte bis jetzt nicht zählen, hat seit ein paar Monaten wieder eine Arbeit, hat das aber keinem gemeldet und wurde jetzt verdonnert, für die Kinder zu zahlen, inklusive Rückzahlung des UVG. Und das zurecht.
      Natürlich weigert er sich zu zahlen. Die offenen Gelder vom Unterhaltsvorschuss zahlt er nach Vereinbarung in Raten zurück. Er hat 2 Anwälte konsultiert und merkt langsam, dass er keine Chance hat, den Unterhalt nicht zu zahlen.
      Er möchte jetzt mit ihr verhandeln, dass er auch unter der Woche mal die Kinder nimmt (er macht jedes Wochenende beide Tage was mit ihnen), und ihr soviel zahlen will, wie er gerade kann und das in bar.....
      Aber geht das überhaupt? Muss das nicht der korrekte errechnete Unterhalt per Überweisung sein, weil ihr sonst evtl das Wohngeld und andere soziale Gelder gestrichen werden?
      Sie hat angeblich mal gehört, dass er nicht zahlen muss, wenn er die Kinder regelmäßig nimmt. Die Begründung liegt darauf, dass intakte Beziehungen, wo die Papas zum Beispiel LKW Fahrer sind, die nur am Wochenende zuhause sind, ja auch nicht zahlen müssen.
      Kann mir jemand was dazu sagen?
      Dankeschön,
      Andrea

      • Sie bekommt Erziehungsrente und keine Witwenrente. Aber darum geht es auch nicht. Ich wollte damit nur erklären, wie es zustande kommt, dass sie im Moment eben nicht arbeiten ist.

        • Ich weiß, ich bin dir keine echte Hilfe.... aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Unterhaltspflicht entfällt, nur weil der Papa sich um die Kinder kümmert (in dem er sie unter der Woche "mal nimmt"). Das eine hat doch nix mit dem anderen zu tun.
          Zumal: wenn er arbeitet, wann will er sie dann großartig nehmen?#gruebel

          Dass er sich um die Kinder kümmert setzt man eigentlich mal voraus. Und dass er seinen Unterhalt zahlt auch!

          • Zudem habe ich den Eindruck, dass SIE ihn in seinem Vorhaben auch noch unterstützen will, sofern ihr dadurch keine staatl. Leistungen gestrichen werden.

            "Sie hat angeblich mal gehört, dass er nicht zahlen muss, wenn er die Kinder regelmäßig nimmt."

            Warum will SIE das?!?

      Nein, so funktioniert es nicht. Selbst wenn beide die Kinder im 50-50 Wechselmodell betreuen würden, würde jeder dem Anderen Unterhalt schulden, seinen Einkünften entsprechend.

      Die einfache Rechnung "ich kümmere mich mehr und zahle dann nichts" funktioniert nicht.

      Du kannst aber natürlich eine Summe X mit ihm aushandeln oder keinem Unterhalt fordern, wenn du auf staatliche Unterstützung (UHV) verzichtest.

      Eins noch: der aktuelle Unterhalt hat Vorrang vor dem Abzahlen von Unterhaltsschulden beim Jugendamt. Wobei ich mich Frage, warum er Unterhaltsschulden hat, wenn er gar nicht leistungsfähig war.

      LG

    Beim Jugendamt gibt es eine Stelle, da kann man/frau sich beraten lassen.

    Hab jetzt nochmal nachgehakt..... Das JA wollte dass er ihnen Bewerbungen vorweist. Er hat dann 4 Monate eine Vollzeit LKW Ausbildung gemacht und das Jobcenter hat gesagt, in der Zeit muss er keine Bewerbungen vorweisen.... Er hat dann den Job bekommen und sich nie wieder beim JA gemeldet. Er muss jetzt pro Kind 3.500 Euro nachzahlen und das komplette Jahr 2017..... Jetzt bearbeitet er sie natürlich. Irgendeine Pfändung hat er auch noch am Hals. Er redet nicht drüber und wenn sie was fragt, gibt es nur doofe Antworten.

    Selbst beim 50/50 Modell muss Unterhalt gezahlt werden, wenn das die finanziellen Verhältnisse hergeben.
    Also nein, mehr Tage übernehmen reicht nicht, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

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