Bewerbungsanschreiben nach Entleitung/Degradierung

    • (1) 22.02.18 - 10:56

      Hallo,

      ich habe eine Frage zu einem Bewerbungsanschreiben. Mein Mann ist momentan in einem großen Unternehmen als Abteilungsleiter angestellt. Allerdings wurde er vor kurzem degradiert und nun steht fest, dass er dort nicht weiter bleiben möchte. Auf Jobanzeigen mit Führungspositionen hat er sich schon beworben, wir müssen aber auch Bewerbungen als normaler Mitarbeiter in seiner Branche rausschicken. Wie kann man sich trotzdem gut verkaufen? Schließlich ist es für die Unternehmen nicht klar, warum sich ein Abteilungsleiter plötzlich "unter Wert" verkauft. Irgendwie muss man das geschickt, aber nachvollziehbar beschreiben....Wir sind in dieser Sache ziemlich ideenlos - weil noch völlig erschlagen von der vergangenen Geschichte.

      • (2) 22.02.18 - 12:19

        Als (ehem.) Abteilungsleiter würde ich zu einer Personalberatung (Stichwort: Executive Search, Head Hunter, ...) gehen, die das für mich managed. Die wissen dann auch, was man in seinen Lebenslauf schreibt. Auf Management Ebene ist so ein Vorgehen zur Jobsuche normal. Auch der Umstand, dass man "in Ungnade gefallen" ist, ist nicht außergewöhnlich. Oft kommt ein neuer Vorgesetzter von außerhalb und tauscht die Führungsebene unter ihm aus. Das ist kein Manko, das ist das Leben.

        • Die Personalberatungen und HeadHunter (ist das eigentlich ein Ausbildungsberuf?) freut es sicherlich sehr, wenn jeder Abteilungsleiter, der sich umorientieren möchte erst zur Beratung gelaufen kommt. Ist jedes Mal eine schöne 3-4-stellige Rechnung ... für die Katz.

          Einfach Bewerbungen schreiben, Rückgrat zeigen ehrlich und offen auftreten.
          Entweder passt es irgendwann, oder nicht....

          • (4) 22.02.18 - 14:24

            Da ein Abteilungsleiter in einem großen Konzern ein 6stelliges Jahreseinkommen hat, sollte eine 4stellige Rechnung für das "schnelle Seelenheil" kein Problem sein. ;-) Ist eine Kosten-nutzenfrage. Wenn ich im Job unglücklich bin, möchte ich sicher so schnell wie möglich weg. Und je länger ich in der degradierten Stellung ohne angemessene Aufgaben bin, desto schwieriger wird es mit der Bewerbung nach extern, denn irgendwann kommt man dann wirklich in Erklärungsnöte. Hier ist Geld Zeit. :)

            • Da steht weder was von Konzern noch von 6-stelligen Jahreseinkommen.

              Schaut man durch die Lande, wer sich "Abteilungsleiter" schimpfen darf oder "mit Führungsverantwortung" rum läuft, ist das bald Hinz und Kunz und die brauchen sicher keinen HeadHunter oder persönlichen Personalberater.

              Mehr wollte ich nicht gesagt haben.
              Wer seinem Geld böse ist, darf da natürlich gerne hin rennen.
              Man kann sich in DE auch gegen oder für jeden Scheiß versichern lassen....
              Einfach machen.

          Das ist aber ziemlicher Quatsch. Natürlich kann man seine Daten bei den guten Agenturen hochladen und die gehen die dann bei Interesse durchaus mit einem durch. Und das kostenlos.
          Wer erzählt denn, dass eine Firma wie Hays Geld für die Vermittlung von Führungskräften nimmt? Die Gebühr zahlt der zukünftige Arbeitgeber und die Agenturen sind froh, wenn sie qualifiziertes Personal zur Vermittlung finden.
          Viele Jobs in Führungspositionen werden nur noch über Agenturen besetzt und gar nicht mehr ausgeschrieben.

          • Davon war oben aber auch nicht die Rede.
            Der Vorschlag war, zur Personalberatung zu gehen, sich beraten zu lassen und mit denen Lebenslauf, Anschreiben und Co zu erstellen. Natürlich machen die das nicht umsonst und ich wüsste daher nicht, was daran Quatsch sein soll.

            Am Ende darf das aber jeder selbst entscheiden und wer meint, dafür eine Beratung zu brauchen, nur zu. Ich halte doch niemanden auf.

            BTW: Der gute Topverdiener mit 6-stelligem Jahresgehalt geht üblicherweise nicht zum HeadHunter, die kommen von sich aus. Nur mal so am Rande.

            • HeadHunter kommen zu jedem der sich ein bisschen präsentieren kann. und ja, meine Unterlagen hat Hays von sich aus überarbeitet, weil sie mich gerne für eine Stelle vorschlagen wollten. Dafür hab ich natürlich nichts bezahlt. ich hab auch seit Jahren kein Anschreiben mehr erstellt. Den Headhuntern reichen Lebenslauf und Zeugnis um in die Datenbank aufgenommen zu werden bzw. werden die richtigen Führungspositionen sicherlich nicht mehr nach Anschreiben eingeladen. ein ordentliches Xing Profil und dann eben das entsprechende Telefonat mit dem interessierten HeadHunter.
              Ein Headhunter der auf Rechnung Bewerbunsunterlagen überarbeitet ist mir neu.
              Es gibt Coaches für so was aber auch die gibt es von diversen Beratungsstellen für kleines Geld, wenn man das wirklich haben muss.
              Ansonsten sind HeadHunter und Personalagenturen für mittlere Führungskräfte oder Fachkräfte genau die richtige Anlaufstelle.

              (10) 22.02.18 - 17:14

              Wo stand denn was von Lebenslauf entwerfen oder Anschreiben schrieben?

              Was liest du hier bloß alles, ich kann das nirgends finden.

            (12) 22.02.18 - 17:49

            Das war wohl deine Interpretation. Mein Vorschlag war lediglich, sich an einen Personalvermittler für Führungskräfte zu wenden und die das regeln zu lassen (Stellensuche! Nicht die Ausgestaltung der Bewerbungsunterlagen!). Darauf bezog sich das „die wissen dann auch, was man reinschreiben soll“. Die stellen den Kontakt her und suchen geeignete Arbeitgeber.
            Und das geht in beide Richtungen, Firmen suchen Führungskräfte, Führungskräfte suchen Stellen. Und nicht jeder Manager wird fortwährend von Headhuntern belästigt, nur weil er 6stellig verdient. Das ist kein Asset, da muss auch das Profil stimmen (auch wieder in beide Richtungen, man möchte auch nicht in jeder Firma arbeiten).

Top Diskussionen anzeigen