Wirklich keine Nachteile für AG bei BV

    • (1) 23.02.18 - 16:23

      Huhu,

      ich weiß ja, dass mein AG sich das Gehalt von der Umlage sprich KK zu 100% wieder holen kann.
      Aber hat der AG wirklich keinen anderen finanziellen Nachteil - zB erhöhte Beiträge bzw Abgaben zur Umlage in Zukunft?

      Hier geht es nur um Festgehalt. Nicht im Zusatzzahlungen wie Urlaubsgeld etc.

      Das würde mich echt mal interessieren. Ich kann es mir nicht vorstellen das es wirklich gar keinen finanziellen Nachteil für den AG hat.

      Lg

      • Doch es hat wirklich keine Nachteile, denn dein AG hat ja wie alle anderen AG bereits vorher in diese "Versicherung" eingezahlt und nutzt die nun einfach.

        Ist wie bei der GKV, wenn du zum Arzt gehst hast du davon auch keine finanziellen Nachteile.

        • Stimmt meine Beiträge erhöhen sich bei der Krankenkasse ja auch e nicht. Daran habe ich noch garnicht gedacht.
          Ist ja sehr selten, dass sich Beiträge nicht erhöhen wenn man etwas braucht.
          Ich habe nur an die normalen Versicherungen gedacht. Wo ja direkt die Beiträge dann zb steigen.

          Danke dir

          Wie naiv ist diese Einstellung. Du hast sicher noch niemals mit dem Thema praktisch zu tun gehabt.

          • Nein, die ist sicherlich nicht naiv und doch, ich habe oft mit dem Thema zu tun gehabt.

            Aber man muss nicht mit so vielen Aussagen am Thema vorbei, deren Wahrheitsgehalt auch sehr fraglich ist immer jedes BV schlecht machen!

      Natürlich hat es Nachteile. Jeder Euro, der aus der Umlage entnommen wird, muss (spätestens im folgenden Jahr) über den steigenden Umlagesatz wieder zurückgezahlt werden, für jeden einzelnen Arbeitnehmer zahlt der AG eine Umlage.
      In den letzten 6 Jahren stiegen die Umlagesätze der KK auf das Doppelte an.
      In Regionen wo viel geschludert wird, wo großzügig in die Umlage gegriffen wird, da zahlen die Arbeitgeber Spitzensätze. In Hessen sind sie sparsamer, dort sind die Umlagesätze halb so hoch.

      Und wer jetzt denkt, das sind ja nicht wir: natürlich zahlen wir Verbraucher das in Form von steigenden Preisen und Steuern wieder an die Arbeitgeber. Das sind Lohnkosten, die verteuern natürlich Waren, Produkte und Dienstleistungen. Eine Kita mit 20 Erzieherinnen zahlt im Jahr alleine rund 4200 Euro in diese Umlage. Ihr könnt euch sicher denken, dass sich das auch auf die Kita Gebühren auswirken muss.

      Bei den Beamtinnen (Lehrerinnen) zahlt der Staat die BV-Kosten, damit fallen höhere Steuern an.

      Dann kommt noch ein weiterer Minuspunkt hinzu: Bei einem BV fällt die Arbeitnehmerin von heute auf morgen aus. Und oft endgültig. In Fällen, wo die Frau fast unentbehrlich ist, müssen manche AG in der Notlage - da sie die Stelle nicht auf den nächsten Tag neu besetzen können - auf eine Leihfirma zurückgreifen. Zum Beispiel in der Altenpflege hab ich das mitbekommen. Sonst hätte man den Pflegeschlüssel nicht halten können und Bewohnen hätten ihren Heimplatz verloren. Die Leihfirma kostet aber richtig viel Geld. Dem AG sind dadurch Tausende Euros an Unkosten entstanden. Selbstverständlich zahlt die Kasse das NICHT, sondern nur das Gehalt der Frau im BV selber.

      Ich weiß ein Altenheim, das derzeit 3 schwangere Frauen im BV hat, und damit hatte niemand gerechnet. Jahrelang hatte es gar keine Schwangerschaften gegeben. Das bringt dieses gemeinnützige Haus in echte Probleme. Personal ist nicht zu bekommen, und schon gar nicht von einem auf den nächsten Tag.

      • Wieder mal am Thema vorbei, denn den Anstieg gibt es, wenn andere ein BV haben dann auch, wenn es den gibt!

        Es ging hier darum, ob der AG finanzielle Nachteile hat, wenn eine An bei ihm ein BV erhält und die hat er nicht.

        Denn ausfallen würde sie auch mit einer AU!

        "Ich weiß ein Altenheim, das derzeit 3 schwangere Frauen im BV hat, und damit hatte niemand gerechnet. Jahrelang hatte es gar keine Schwangerschaften gegeben. Das bringt dieses gemeinnützige Haus in echte Probleme. Personal ist nicht zu bekommen, und schon gar nicht von einem auf den nächsten Tag. "
        Das ist naiv vom AG nicht damit zu rechnen, dass Personal ausfällt, denn das kann ja auch durch AU, Kündigung usw. sein, das hat einfach mal wieder gar nichts mit dem BV zu tun!

        Hey,

        das man natürlich das Problem hat, dass plötzlich eine Arbeitskraft fehlt ist klar.
        Wie gesagt geht rein um die finanzielle Sache für diese eine Person/den Festlohn. (Ohne Zahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, etc)

        So wie ich es bei dir jetzt Verstande habe, erhöhen sich die Beiträge wenn es allgemein viele AG gibt die in den Topf langen.
        Sprich es bezieht sich nicht allein auf einen AG bzw AN. Selbst wenn mein AG seit 29 Jahren nichts aus der Umlagen gezogen hat, erhöhen sich seine Beträge - weil im Bundesland insgesamt viel entnommen wird.

        Es ist eine kollektive Verantwortung, allerdings trägt jeder Einzelne mit seiner Entscheidung dazu bei. Zum Guten wie zum Schlechten.

        Es sind ja nicht vorwiegend die AG, die "in den Topf langen". Jede Frau, die sich "ein BV holt" obwohl es auch anders ginge, langt indirekt "in den Topf", da ihr AG keine Gegenleistung mehr für den gezahlten Lohn bekommt und somit die Erstattung beantragen muss.

        • Also über dich kann man sich nur aufregen sorry!!! Jedes mal greifst du die Personen in BV an genau wie im Schwangerschaftsforum Thema Langweile in BV. Deine Aussage ist echt grenzwertig. So einfach bekommt man BV nicht. Ich finde, dafür muss es Gründe geben und denkst du nicht, wenn die Gesundheit der Mutter oder des Babys gefährdet wäre, dass es gut ist, dass es BV gibt??? Du bist ziemlich einseitig und langsam tust du mir richtig leid, dass du es nötig hast, Leute anzugreifen oder die Frauen zu fragen ob ihr BV nötig war. Soll ich dir was dazu sagen? Es geht weder dich noch jemand anderes was an und du solltest dir solche Fragen auch sparen!!!

          In diesem Sinne liebe Grüße von einer Schwangeren ohne BV aber mit viel Verständnis für die Mamis mit BV!

          • Wenn du wissen willst, wie Frauen "sich das BV holen" ohne dass es nötig wäre, dann lies doch einfach diese Threads im Schwangerschaftforum.

            Ich kenne leider einige dieser Typen aus dem realen Leben, ganz persönlich.
            Ärztehopping bis man eins bekommt ist noch das geringste. Die schlimmere Variante finde ich "alle meine Freundinnen haben auch eins, warum soll ICH dann arbeiten?"

            Aber auch die AG machen es sich manchmal einfach. Ohne Gefährdungsbeurteilung einfach unliebsame Mitarbeiterinnen "ins BV schicken", obwohl es mit ein bißchen Wohlwollen gut möglich wäre, die Tätigkeit mutterschutzgerecht zu gestalten, ist auch nicht ok. (Unliebsam, weil z.T. unmotiviert, öfters krank, am liebsten würde man sie kündigen).

            Ich "habe es nicht nötig" Leute anzugreifen. Es geht mir auch gar nicht drum jemand anzugreifen. Aber du hast eine Frage gestellt und ich habe eine Antwort gegeben. Sorry, wenn dir das nicht gefällt, solltest du dir das vorher überlegen.

            Fakt ist, dass in den letzten 6 Jahren die Ausgaben für die U2 auf das Doppelte gestiegen sind, obwohl es nicht doppelt so viele Schwangerschaften bei Arbeitnehmerinnen gibt, wie noch 6 Jahren. So was ist passiert? Wie kann das sein?

            Es ist gut, wenn das BV dazu dient, Mütter und ihre Ungeborenen vor Schäden zu schützen. Es ist nicht gut, wenn das BV dazu mißbraucht wird, einfach ohne Anstrengung an Geld zu kommen, oder eine Frau, die man nicht kündigen kann aber gerne kündigen würde, der U2 aufzudrücken. Und es GIBT eine Mißbrauchsrate - das dürfte wohl unbestritten sein.

            Und selbstverständlich geht es uns alle was an, was in unserer Gesellschaft ab geht. Denn wir bezahlen letztlich auch diese Kosten.

            • Also sorry aber ist dann nicht der Arzt schuld der BV grundlos ausstellt??? Dass AG das machen, finde ich auch, dass sie selbst schuld sind, wenn das so ist. Aber alle unter einen Kamm scheren, finde ich nicht in Ordnung von dir.

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