Beschäftigungsverbot?

    • (1) 06.03.18 - 15:20

      Hallo ihr Lieben,
      ich bin momentan in Ssw 26 und arbeite eigentlich wirklich gerne (bin Vollzeit im Einzelhandel), aber wir sind seit 2 Wochen total unterbesetzt und es sieht nicht danach aus, dass sich das in naher Zukunft ändert. D.h. ich springe ständig zu meinen festen Zeiten noch ein und stehe oft alleine auf der Arbeit. Da kann ich mich dann nicht mal zwischendurch hinsetzen und ausruhen oder auf Toilette gehen. Stehe teilweise bis zu 4-5 Stunden alleine im Laden. Das ist schon echt hart momentan und strengt mich sehr an. Mein Chef sagt nur, dass er an der Personalsituation jetzt auch nichts ändern kann, wenn sich niemand bei uns bewirbt. :/ Ich bin jetzt halt am Überlegen, ob ich meiner Frauenärztin das alles erzähle und hoffe, dass sie mich rausnimmt. Eigentlich mache ich sowas aber sehr ungern. Deshalb meine Frage: Bin ich zimperlich und übertreibe oder geht das tatsächlich nicht so?
      Vielen lieben Dank schon mal für eure Antworten!
      Liebe Grüße

      • (2) 06.03.18 - 15:27

        Hey. Das kann hier wohl keiner beurteilen. Aber wenn du das Gefühl hast es geht auf Kosten deines Kindes solltest du mit Deiner FA drüber sprechen. Es gibt wichtigeres als Arbeit. Unzwar dich und dein Baby.
        LG Teupe mit Krümel 💖 (19+0)

        Wenn du sagst das du Vollzeit arbeitest und noch zusätzlich einspringst finde ich das schon happig. Wie viele Stunden arbeitest du denn am Tag? Vielleicht hilft dir auch ein Teilneschäftigungsverbot. Das habe ich im Moment. Ich gehe 4h am Tag arbeiten weil ich nicht ganz daheim bleiben will. So kommst du wenigstens nicht raus.

        • Vielen Dank.
          Naja ich mache regulär 40 Stunden die Woche, aber momentan sind es halt schon immer 45 oder mehr. Wir richten das schon immer so ein, dass ich nicht mehr als 8,5 Stunden pro Tag arbeite, aber ich komme dann halt an meinem „freien“ Tag immer noch für einen halben Tag. :( Viel mehr stört mich aber auch, dass ich mich zwischendurch nicht ausruhen kann und auf Toilette gehen.

      Hi...
      An sich muss sich dein Chef darum kümmern, dass du weiter schwangerschaftsgerecht arbeiten kannst. Kann er das nicht,muss er dich ins BV schicken. Eigentlich kann deine Fa da nichts machen,denn das geht ja wie gesagt von deiner Arbeit aus.
      Ich würde ihr trotzdem davon erzählen, vielleicht kann sie dir zumindest die Stunden kürzen,sodass du nur noch 4 Stunden arbeiten darfst. So genau kenne ich mich da aber nicht mit aus...Da geben dir bestimmt fittere Mamas noch Ratschläge.

      Ansonsten würde ich mir auf jeden Fall nochmal den Chef vorknöpfen und dem ein bisschen Druck machen,denn DU kannst ja wohl noch weniger für die Situation. Er als Chef muss sich kümmern,müsste er sich ja auch,wenn du z.B. eine AU abgibst.😉

      Hoffe das regelt sich schnell bei dir und alles Gute!

      Lg

      • Hallo, oft wird hier gesagt das der Frauenarzt das nicht kann sondern der Arbeitgeber jemanden ins bv schicken kann/muss…
        Ich bin das beste Beispiel dass das wohl geht. Mein Frauenarzt hat mich ins bv Geschickt ohne wenn und aber, sein Vorschlag gewesen.
        Ich habe mich erstmal dagegen gewehrt. 😊

        Meine Chefin hätte es aber auch gemacht, falls der Frauenarzt das nicht gemacht hätte.
        Lg ❤️

        • Natürlich kann er das, er ist hier aber ganz einfach nicht zuständig!
          In ihrem Fall muss der AG sich an die Mutterschutzregelungen halten oder Ihr ein BV aussprechen, wenn er sie belegbar nicht entsprechend einsetzen kann.
          Tut er das nicht, ist nicht ihr Arzt, sondern die zuständige Behörde zuständig!

          • Naja ob er dafür zuständig ist oder nicht, das kann der Arzt ja dann selbst entscheiden.
            Ich würde ihn einfach mal darauf ansprechen, vielleicht macht er es doch.
            Mir war das völlig egal wer was ausspricht, Hauptsache ich hatte das bv.
            Lg ❤️

            • Da überschätzt Du die Kompetenzen eines niedergelassenen Arztes aber gewaltig.
              Er kann das nicht entscheiden, allerdings kann er sich natürlich rechtswidrig verhalten, wenn ihn die möglichen Konsequenzen für ein falsches Attest nicht abschrecken aber die Zuständigkeit liegt in diesem Fall ganz wo anders.
              Die TE benötigt auch gar kein BV, sondern muss nur durchsetzen, mutterschutzkonform beschäftigt zu werden.

        (10) 06.03.18 - 17:37

        Natürlich geht das...gehen tut das alles irgendwie. Aber es kommt auch immer auf den Fa an.
        Mein früherer Gyn hätte und hat es definitiv nicht getan,als ich ihm sagte wie es bei mir auf der Arbeit läuft.
        😉
        Da hast du einen von "den Netten" erwischt.

        • (11) 06.03.18 - 17:40

          Aso okay… ja das ist natürlich Blöd…

          Ich habe wirklich einen netten Arzt 👨‍⚕️ der macht alles was ich sage und hört sich mein „gelaber „ immer an. 😅

          Er nimmt mich auch ernst und überschätzt seine Kompetenzen nicht!!!!

          Lg ❤️

          • (12) 06.03.18 - 17:51

            Das freut mich für dich,dass das bei dir so komplikationslos gelaufen ist👍
            Aber wie gesagt,so lange es an der Arbeit liegt,weil die nicht Mutterschutzgerecht ist oder umgesetzt werden kann,ist "eigentlich" dein AG dafür zuständig. Wie man bei dir sieht,bestätigen Ausnahmen die Regel 😉

            Wie gesagt,bei meinem alten Gyn bin ich da auch auf Granit gestoßen und wurde quasi von ihm und meinem AG hin-und her geschubst,bis es sich leider von alleine erledigt hatte.

            Jetzt bei der zweiten Schwangerschaft habe ich mich sofort beim positiven Test an den Laptop gesetzt und mir das MuSchGesetz durchgelesen und ausgedruckt und bin damit zu meinem AG,weil der sich da auch dieses Mal sicher nicht drum gekümmert hätte.
            Hat auch geklappt und ich wurde ohne zu murren ins BV geschickt,weil er mir halt keine andere Arbeit anbieten konnte.

            Lg

            Natürlich überschätzt er seine Kompetenzen, wenn er ohne medizinische Indikation ein Gefälligkeitsbv oder eine andere Bescheinigung ausstellt.

            • Da du null Hintergrund wissen hast, in Bezug auf meiner krankheits Geschichte und auch nicht weißt was ich beruflich mache.
              Finde ich, lehnst du dich sehr aus dem Fenster.
              Du kennst meinen Frauenarzt nicht und urteilst hier, so entstehen Vorurteile…
              Lg

        (15) 06.03.18 - 20:17

        Ja, ich hatte bei meinen Schwangerschaften teilweise auch nur ein Schulterzucken des Frauenarztes zu sehen bekommen mit der Ansage "Tja, so ist das nun mal", wenn ich über die vielen Überstunden gejammert habe (ca 2 h täglich) oder darüber, dass der Chef Tätigkeiten von mir verlangt hatte, bei denen ich mir nicht sicher war, ob das noch gut für mich und das Kind war.(Laut Mutterschutzgesetz hätte ich vieles nicht tun dürfen, aber dann hätte ich de facto nicht mehr dort arbeiten können. Also habe ich es trotzdem gemacht. )

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