Elterngeld, Freund bezieht noch Hartz4...

    • (1) 15.03.18 - 17:11

      Hallo ihr Lieben,

      Vielleicht könnt ihr mir ja weiter helfen.
      Mein Freund ist alleinerziehender Vater einer fast 11 jährigen. Er bezieht noch Hartz4, hat jetzt studiert und möchte sich ca im Juni selbständig, auch dann wird er vom Amt erstmal noch ,,begleitet" mit einem sogenannten ,,Einstiegsgehalt" sprich er muss erstmal keine Krankenkasse zahlen... Das kann das Amt auch auf zwei Jahre festlegen, wobei ich davon kein Freund bin, denn sobald das bei ihn läuft bin ich froh wenn er da endlich raus ist.
      Nun zu mir, ich bin Angestellte, habe mein festes und wohne noch alleine, also eigentlich bin ich fast nur bei meinem Freund und seiner Tochter aber hab noch meine Wohnung. Das soll sich ebenfalls ab Juni ändern, Dann möchte ich hier einziehen
      . ET des kleinen ist der 10.04.18
      Jetzt habe ich den Elterngeldantrag und weiß nicht wie ich ihn ausfüllen soll. Ich werde 2 Jahre in Elternzeit gehen. Möchte aber nach spätestens einen Jahr für ein paar Stunden die Woche etwas arbeiten. Durch das Amt wird mir das ja aber angerechnet. Was ist denn aber wenn sich die Situation meines Freundes bis dahin geändert hat?
      Fülle ich jetzt einfach aus, Das ich das Geld auf 2 Jahre gesplittet haben will und wenn sich was ändert gebe ich das dort Bescheid?
      Alles nicht so einfach.
      Und gebe ich beim Kindergeld an das ich in einer Lebensgemeinschaft lebe und er schon Kindergeld bezieht. Und meint ihr wir sollen einfach schon vor dem ET zusammen ziehen weil man sich dann vieles erspart?

      Vielen Dank schon mal

      Kathroete mit Milo im Bauchi 36+2

            • Naja es geht um mein Geld so bekomme noch zwei Monate mein volles Gehalt was mit zusteht, ziehen wir zusammen wird mir das angerechnet. Aber am Dienstag melde ich mich um und gebe es bein Amt Bescheid . Es ist einfach einfacher.

              Das hat doch nichts mit gerade stehen zu tun. Ich stehe zu der Beziehung und mein Freund ist dabei seinen aktuellen Lebenstand zu ändern, was aber nicht heißt das ich die Hände in die Luft werfe und mich freue das ich quasi für ihn und seine Tochter sehr zurück stecken muss. Es ist schlimm das man so denken muss aber wenn ich weiß ich könnte noch Geld zur Seite legen weil ich noch 8 Wochen Mutterschutz habe oder ich stecke es dem Amt zu, das ist dann schon eine Überlegung.

              • Was heißt, du steckst es dem Amt zu?!? Nein, du steckst es deinem Freund zu, der dann weniger Hilfe vom Amt braucht. Und eure Kosten sind ja somit auch höher, wenn ihr einzeln wohnt! Dazu fällt mir echt nichts mehr ein.

              Du schreibst doch selbst, dass Du praktisch bei ihm wohnst UND Ihr bekommt gemeinsam ein Kind, also seid Ihr im Grunde jetzt schon eine Bedarfsgemeinschaft. Da ist es nur ehrlich, das auch dem Jobcenter gegenüber offen zu legen, dass momentan den Vater Deines Kibdes ernährt.
              Du steckst nicht "dem Amt" Geld zu, sondern kommst für Deine Familie auf!

          (11) 18.03.18 - 13:50

          Geh mal davon aus, dass ihr Freund die Miete nicht selbst zahlt.
          Sprich, solange möglichst soviel vom Staat abkassieren wie es geht.

          Wo kämen wir denn hin, wenn die beiden als Lebensgemeinschaft zusammenveranlagt würden und plötzlich weniger Geld von der Allgemeinheit bekämen. Du hast doch gehört, ihr Mutterschaftsgeld würde angerechnet werden.

          Der Freund macht sich dann selbstständig und lässt sich wieder mit Übergangsgeld von der Allgemeinheit aushalten, anstatt sich nach Abschluss des Studiums einen sozialversicherungspflichtigen Job zu suchen und die Selbstständigkeit anzugehen, wenn er es sich leisten kann.

Das Elterngeld ist ja unabhängig von der Elternzeit. Wenn du im zweiten Jahr in einem Umfang arbeitest, dass es angerechnet wird (ist das bei "ein paar Stunden" tatsächlich der Fall?), beziehst du halt für ein Jahr Basis-EG, reichst 2 Jahre EZ ein und beginnst ab dem 13. Lebensmonat eine Teilzeittätigkeit.

Die Gesamtsumme des Elterngelds bleibt ja gleich, egal ob du es per EG-Plus auf mehr Monate aufteilst oder nur Basis-Elterngeld beziehst.

Brauchst du einen Teil des Geldes im 2. jahr, legst du es einfach im 1. Jahr beiseite.

Vg Isa

Wenn er noch ALG II bekommt, wird alles von dir was über 150 bzw. 300 Euro Elterngeld ist (2 bzw. 1 Jahr) als Einkommen angerechnet. Da ihr ja aber eine Bedarfsgemeinschaft seid, ist ja euer Bedarf auch höher mit zwei Leuten mehr!

Ich gehe am Dienstag mal zu der Beratungsstelle. Ich Bin mir eigentlich ziemlich sicher und ich hoffe es sehr das er nach dem 1 Jahr nicht mehr beim Amt ist und ich so ohne das mir was angerechnet wird ein paar Stunden arbeiten geheb kann

  • Es ging nicht um die Anrechnung deines Einkommens auf das ALGII, sondern deines Elterngeldes, das wird nämlich auf jeden Fall angerechnet und dir bleibt nur ein Freibetrag von 150 (bei ElterngeldPlus) oder 300 Euro (bei Basiselterngeld), zusätzlich wird dir das noch auf das Elterngeld angerechnet.

    Also sollte dein Freund wohl mal zusehen, dass er da zügig rauskommt, wenn du ihn nicht unterstützen willst!

    Aber ich finde das einfach traurig, nicht umsonst heißt es bei der Ehe "in guten wie in schlechten Zeiten". Das gilt scheinbar oft für Partnerschaften nicht, denn spätestens beim Geld hört die Partnerschaft zumindest auf dem Papier auf!

    • Glaube mir ich stecke genug Geld rein, ermögliche Urlaube.... Aber klar sollte es für ihn auch ein Ansporn sein, da raus zu kommen. Ich unterstütze ihn wo ich mir kann. Mich hat nur interessiert was ich am besten angebe auf dem Antrag, wenn es sich bald ändert, ob man sich dann lieber alles auf 1 Jahr auszahlen lässt oder auf 2 Jahre splittet, aber wird ja wohl eh anders gerechnet wegen dem Amt. Ich blicke da nicht durch, Aber gehe ja am Dienstag zur Beratung

      • Du schmeißt hier gerade mehrere Dinge durcheinander.
        Für die Elterngeldberechnung ändert sich gar nichts durch das ALGII. Die haben damit nichts zu tun.

        Da wird dir nur nachher je nach Einkommenshöhe das EInkommen aufs Elterngeld angerechnet, wenn du über 2 Jahre auszahlen lässt.

        Wo sich was ändert, ist die Höhe des ALGII, denn ihr seid zwei Personen mehr und ihr habt zusätzliches Einkommen (aber nur über dem Freibetrag) durch das Elterngeld. Da ist nur die Frage in welche Richtung sich das ändert!

      Du möchtest also den Luxus nebenher bezahlen und die Allgemeinheit soll für seinen Lebensunterhalt aufkommen?
      Nette Einstellung.

(24) 19.03.18 - 07:30

Wenn man mit jemandem zusammen zieht, der Hartz4 bezieht, kann er das das erste Jahr ohne Berücksichtigung deines Einkommens weiter beziehen. In einer noch nicht "festen" Partnerschaft muss man nicht für den anderen aufkommen.

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