Erbrecht - wer weiß was? Seite: 2

            • (26) 19.03.18 - 15:50

              Genau so ist es, alles nur Onlinebuchungen oder Barabhebungen am Automaten.

              Wenn sie seine Rechnungen bezahlt hat, warum dann nicht direkt von seinem Konto? Warum die Überweisungen auf ihr Konto?

      (27) 18.03.18 - 22:23

      Hallo,
      also eigentlich kann es durchaus sein, dass Unkosten oder Auslagen in dieser Höhe entstehen. Und da sie ja offenbar in seinem Umfeld die Vertrauensperson und Bezugsperson war, hat sich mit Sicherheit wirklich JEDER an sie gewendet, wenn es etwas zu bezahlen gab. Umsonst wird sie ja auch keine Kontovollmacht gehabt haben.
      So, nun überlege ich mir mal, was ich so an Ausgaben hatte wegen meinen Krankenhausaufenthalten. Die meisten Zimmer hatten Telefon, aber ja, da kauft man Telefonguthaben beim Krankenhaus für. Ich sehe die Telefonguthaben also als absolut legitim. Was soll der arme Mann im Krankenhaus machen? Durchgängig nix? Über die Telefonkarte wird in den meisten Krankenhäusern auch der Fernseher freigeschaltet. So, dann kamen Rechnungen vom Krankenhaus - ja, man zahlt ja als armer Kassenpatient 10€/Tag. Hier hat der Vater also auch den Höchstbetrag erreicht. Vielleicht wollte der Vater auch mal eine Zeitung aus der Cafeteria o.ä.? Und schon brauchte er Bargeld. Vielleicht wollte der Vater auch irgendeine Zusatzleistung im Krankenhaus? Immerhin war es ja sein Geld.
      Bevor ich also der Lebensgefährtin irgendetwas unterstellen würde bei diesen Minibeträgen, würde ich hier ein nettes Gespräch anfangen und mich erstmal bedanken, dass sie für den Vater da war. Ja, ich würde fragen wie es mit der finanziellen Seite aussieht. Ich würde auch eine Aufstellung der Ausgaben verlangen....aber freundlich und eher in der Richtung, ob sie noch weitere Auslagen hatte.
      Und ja, du darfst ruhig die Belege fordern, da du eine Abrechnung für das Konto machen musst. Nur den "Rest" kann dein Mann ja erben und nur darauf zahlt er (eventuell) Steuern.

      • (28) 19.03.18 - 07:45

        Wir wissen nicht, ob sie eine Vollmacht hat. Sie zeigt uns keine, behauptet es nur.

        Fast niemand kannte die LG meines Schwiegervaters, daher hat sich auch fast niemand an sie gewandt.

        Das Geld ging auf ihr Mobiltelefon, durch die Nummer im Verwendungszweck leicht ersichtlich. Er hat ein eigenes Telefon. Und es ist auch fraglich, wie viel und mit wem ein Mensch mit Krebs im Endstation unter Morphin am Telefon plaudert. Evensobist fraglich, was ein so kranker Mensch innerhalb von knapp 4 Wochen für 1200 € Bargeld kauft.

        Krankenhauskosten und Pflegekoaten wurden regelmäßig vom Konto abgebucht.

        Wenn alles mit rechten Dingen lief, warum hat sie dann nicht die Rechnungen von seinem Konto bezahlt, sondern immer wieder Überweisungen auf ihr Konto gemacht?
        Warum zeigt sie uns keine Vollmacht, wenn es den eine gibt?

        Wir unterstellen nichts, wundern uns aber schon und hätten gerne eine Erklärung.

        • (29) 19.03.18 - 15:25

          Die Vollmacht hat die Bank und nicht sie, wenn es denn eine gibt. Das muss vor dem Bankangestellten von Beiden unterschrieben werden. Ich habe soetwas vor ewiger Zeit mit meinem Mann gemacht, weil wir getrennte Konten haben.

          Ich kann dir nur mal eine Geschichte erzählen, die in meiner Familie passiert ist...das ist eben die andere Seite.
          Der Großonkel meiner Mutter war relativ jung Witwer geworden und hatte das Glück mit ca. 50 Jahren nochmal eine Frau (ebenfalls Witwe) zu treffen. Die Beiden heirateten nie, hatten bis zu ihrem Tod keine gemeinsame Wohnung, verbrachten aber ungelogen jeden Tag miteinander. Sie lebten ca. 15 Jahre glücklich zusammen. Von der eigenen Familie hatten sie sich losgesagt. Beide waren nicht gerade Millionäre, aber sie waren auch nicht arm. Er hatte keine Kinder, aber Geschwister, die ihn beerbt hätten - sie hatte Kinder. Ich habe die engsten Familienmitglieder nie kennengelernt. Sie waren nicht mal auf der Beerdigung. Die Frau wurde am Ende ihres Lebens ein Pflegefall. Er wollte sich gern um sie kümmern, aber der Sohn verbot das. Der Sohn wurde der gesetzliche Betreuer und schickte seine Mutter ins Pflegeheim. Danach räumte er die Wohnung aus und machte ihren Schmuck zu Geld. Einige Monate später starb die Mutter und das kam alles raus - gab viel Ärger wegen Veruntreuung. Einige Jahre später starb dann auch der Mann.

          Weißt du, niemand aus der engsten Familie kannte den jeweiligen Lebensgefährten - ja, man hat sogar ein Verbot ausgesprochen, damit die Beiden sich nicht mehr sehen durften. Aber das heißt nicht, dass die Beiden sich nicht kannten.

          Versucht herauszufinden was passiert ist. Mehr könnt ihr nicht tun. 3 Jahre sind eine ganze Menge Zeit.

          • (30) 19.03.18 - 15:47

            Danke für den Hinweis mit der Vollmacht! Und auch für die Geschichte, so traurig sie auch ist.
            Wir wollen der LG ja gar nichts böses. Aber du musst doch zugeben, dass es schon komisch rüber kommt, wenn sie am Tag des Todes schnell noch 8.000 € auf ihr Konto überweist, die 4 Wochen davor mehrmals mehrere Hundert Euro in bar abhebt, weitere Überweisungen in 4stelliger Höhe vornimmt, eigene Rechnungen bezahlt...

            Hand aufs Herz - würdest du das ganz ungefragt so hinnehmen?

          (32) 19.03.18 - 17:28

          >>>Die Vollmacht hat die Bank und nicht sie, wenn es denn eine gibt.<<<

          Von einer Vollmacht bekommen sowohl der Kontoinhaber als auch der Bevollmächtigte eine Durchschrift, ich kenne das nicht anders.

          • (33) 19.03.18 - 19:45

            Also Durchschriften gab es damals schon lange nicht mehr bei unserer Bank. Das ist schon mindestens 5 Jahre her.
            Tut mir leid. Weder ich, noch mein Mann haben damals irgendetwas bekommen. Wir haben jeder eine Vollmacht für das jeweils andere Konto.
            Ist aber auch egal. Man kann sowas jederzeit von der Bank erfragen. Die Bank MUSS diese Vollmacht aufbewahren.

            • Bevor ich mit meiner Oma alles per Notar geregelt habe, hatte ich ein Banvollmacht und natürlich hatte eine die Bank und eine Kopie hatte ich. Es gibt in der Regel IMMER eine Kopie!

        Ich habe Bankvollmachten von den Konten meiner Eltern und habe alle Unterlagen in Kopie bei mir zu Hause abgeheftet. Ich könnte sie jederzeit jedem zeigen, wer immer sie auch sehen möchte.

(36) 19.03.18 - 04:40

Wer hat die Beerdigung bezahlt?

(39) 19.03.18 - 05:16

Das ist schon eine krasse Sache. Sie hat deinen Schwiegervater bestohlen, als er hilflos im Krankenhaus lag und dann deinen Mann, als der Vater tot war.

Ich würde sie genau einmal darauf ansprechen, alle Unterlagen, den Autoschlüssel und das Geld abzüglich ihrer nachweislichen Auslagen (sie muss dazu Belege vorlegen) und wenn nicht innerhalb einer Woche alles da ist, zur Polizei gehen und Anzeige wegen Unterschlagung stellen.

Das Geld nach seinem Tod muss sie ohne Wenn und Aber komplett zurückgeben.

Für die Rückforderung des Geldes muss dein Mann zum Anwalt.

Zur Beerdigung wäre sie ausdrücklich nicht erwünscht.

Lasst euch das so nicht gefallen!

Feingefühl ist bei Familie angesagt, das ist sie aber nicht.

  • (40) 19.03.18 - 07:22

    >>Feingefühl ist bei Familie angesagt, das ist sie aber nicht.<<

    Du hast aber schon mitbekommen, dass sie die Lebensgefährtin und nicht eine wildfremde, war oder?

    • (41) 19.03.18 - 07:48

      Da er sie uns nie vorstellte, ist sie für uns schon eine Fremde. Deshalb fällt uns das Vertrauen in sie auch schwer. Zumal es auch alles keinen guten Eindruck vermittelt.

      • (42) 19.03.18 - 08:02

        Für deinen Schwiegervater war sie aber keine fremde Person, sondern immens wichtig und vermutlich nahestehender als der eigene Sohn in letzter Zeit!

        • (43) 19.03.18 - 08:12

          Fremd ist sie für uns trotzdem. Er ist leider tot. Während der gemeinsamen Zeit hat sie schon einiges von ihm bekommen, dafür gaben wir jede Menge Rechnungen.

          Deine Unterstellung lasse ich unkommentiert.

          • Redet mit ihr. Wenn sie stur bleibt, Anzeige wegen Unterschlagung und Gang zum Anwalt.

            (45) 19.03.18 - 08:26

            >>Während der gemeinsamen Zeit hat sie schon einiges von ihm bekommen, dafür gaben wir jede Menge Rechnungen. <<
            Das geht dich schlicht nichts an!

            >>Deine Unterstellung lasse ich unkommentiert.<<
            Da habe ich wohl den Nerv getroffen!

            • (46) 19.03.18 - 08:29

              Du kennst die Umstände doch gar nicht, warum kein oder wenig Kontakt bestand.
              Das gibt der Lg kein Recht, Geld auszugeben, was ihr nicht gehört. Sie hat sich unter Uständen strafbar bemacht.

              • (47) 19.03.18 - 08:36

                Da hast du völlig recht, die Umstände kenne ich nicht.

                Die Beiträge der TE sprechen aber für sich. Da ich selbst lange in der Pflege gearbeitet habe, kenne ich solche Angehörige zu genüge. Bei Geld hört die Freundschaft auf...

              Es weiß aber niemand, ob sie im Auftrag ihres LG gehandelt hat oder nicht und sie war auch nicht verpflichtet, sich den Kindern vorzustellen. Der Verstorbene scheint auch keinen engen Kontakt zu seinem Erben gehabt zu haben.

              Die Dame war 3 Jahre die LG des Vaters - wie lange muss man denn zusammen sein, um "dazu zu gehören"?

          (50) 19.03.18 - 08:46

          Nö, du hast nichts getroffen, nur einfach keine Ahnung.

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