Ist es schlimm länger Elternzeit zu nehmen?

    • (1) 19.03.18 - 07:25
      Inaktiv

      Hallo,
      während der sw habe ich mir gedacht, länger als ein Jahr bleibe ich nicht zu Hause oder vielleicht kann ich noch früher arbeiten gehen. Tja und jetzt ist Baby da und schon 8 Monate alt und ich weiß nicht, ob ich schon bereit bin nach 4 Monaten wieder zu arbeiten. Bitte nicht falsch verstehen. Ich arbeite gerne und drücke mich sonst nie davor. Aber ich genieße die Zeit mit dem kleinen und die kommt nun mal nicht wieder. Klammere ich mich vielleicht zu viel an ihm? Es war auch keine einfache Geburt und seitdem gehen wir immer zur Physio. Ob das vielleicht auch ne Rolle spielt. Meint ihr, ich übertreibe? Geht es euch genauso?
      Liebe Grüße

      • Hallo

        Wenn du die Möglichkeit hast und es dir leisten kannst, bleib noch zu Hause!

        Was heißt denn "schlimm"?
        Kannst Du es finanziell stemmen?
        Wie hast Du Dich mit Deinem AG geeinigt? Gegebenenfalls benötigst Du für eine Verlängerung der EZ seine Zustimmung und kannst das nicht einfach so entscheiden.
        Was ich persönlich nicht verstehe, ist dieser immer wieder kehrende Satz "Die Zeit kommt nunmal nicht wieder." Ja, stimmt. Aber die Zeit, wenn Dein Kind 5 oder 7 oder 10 ist, kommt auch nicht wieder! Will man deshalb bis zum 18. Lebensjahr zu Hause bleiben?

        • (4) 19.03.18 - 08:41

          Natürlich will ich nicht zuhause bleiben, bis der kleine 18 ist. So ein Quatsch. Aber gerade wenn ein Baby noch ein Baby ist, will man all die ersten Dinge, die es tut oder macht nicht verpassen. Ich verurteile auch keine Mutter, die das anders sieht oder schon nach 4 Monaten arbeiten geht. Bei jedem ist es halt anders. Elternzeit habe ich 3 Jahre genommen. Hatte aber ursprünglich vorgehabt nach einem Jahr wieder Teilzeit arbeiten zu gehen. Finanziell ist es nicht machbar, dass ich 3 Jahre lang zuhause bleibe. 3 Jahre ist aber auch lang

          • Ich weiß jetzt nicht, warum Du Dich angegriffen fühlst. Ich wollte Dir nur zu bedenken geben, dass keine Zeit "nochmal wiederkommt". Auch die Zeit um die Einschulung herum ist so besonders und auch da braucht Dich Dein Kind. Auch die Zeit im Kindergarten ist besonders, und die Zeit als Jugendlicher ist meistens sogar sehr speziell - wo ziemlich viele Kinder ihre Eltern sogar sehr dringend brauchen. Das wollte ich damit sagen, nicht mehr und nicht weniger.
            Deshalb fragte ich Dich ja, was Du mit "schlimm" meinst! Inwiefern denn "schlimm"? Für Dich? Für das Kind? Für Deinen Partner? Für Deinen AG? #kratz
            Wenn ihr es finanziell nicht schaffen könnt, dann hat sich die Überlegung doch aber eh erledigt?!#kratz

      Mir ging es genauso wie dir.

      Vor und während der Schwangerschaft mit meiner Tochter habe ich immer gesagt, dass ich nach 1 Jahr wieder Teilzeit arbeiten gehe (ich hab es nur einen Teilzeit/50%-Vertrag). Ich hatte dann nach der Geburt nur 1 Jahr Elternzeit beim AG angegeben und mir das EG für 1 Jahr auszahlen lassen. Als meine Tochter ein 1/4 Jahr alt war habe ich eine Tagesmutter gesucht, wo sie dann ab dem 1. Geburtstag für 25Std/Woche hingehen sollte. Schon die Monate davor sind wir 1-2x/Woche für ein paar Stunden zur Tagesmutter, damit die Eingewöhnung einfacher wird. Die Tagesmutter hatte dies vorgeschlagen (mussten dafür auch nichts bezahlen, da ich ja die ganze Zeit immer mit dabei war).

      Nun ja, der 1. Geburtstag rückte immer näher und ich bekam ein immer schlechteres gefühl. Konnte mir mit einem Mal nicht mehr vorstellen Tochter so früh "abzugeben". Ich hatte ebenfalls Angst wichtige Schritte zu verpassen. Ausserdem hab ich lange gestillt, ich wusste nicht wie es werden würden, ob alles klappen würde.

      Ich redete mit meinem Mann, mit der Tagesmutter und meinem AG... letztenendes verlängerte ich 1,5 Monate vorm 1. Geburtstag die Elternzeit bis zum 3. Geburtstag, sagte der Tagesmutter ab (sie hatte gsd Verständnis) und arbeitete bis zum 3. Geburtstag meiner Tochter 20% in Teilzeit, das waren 4 Tage im Monat (jedes 2. WoE Sa+So).

      Dadurch dass ich keine Betreuungskosten zahlen musste hatte ich am Ende das gleiche raus wie als wenn ich 50% gearbeitet hätte.

    • Hallo,

      Eigentlich gibt es nur eines zu bedenken: der finanzielle Aspekt.

      Wenn du es dir leisten kannst, spricht doch nichts dagegen :)

      Lg

      Ich habe gleich 2 Jahre Elternzeit eingereicht und plane nach ca. einem Jahr in Teilzeit wieder anzufangen. Aber genau planen möchte ich das nicht. Was soll daran denn schlimm sein? REich noch ein Jahr oder zwei ein und spreche mit deinem AG, ob du auch flexibel wieder anfangen kannst. Also in einem Jahr oder in einem halben Jahr.
      Das wichtigste bei der Arbeit nach Elternzeit ist doch, dass man mit dem AG kommuniziert.
      Schlimm ist daran gar nichts. Es wird immer die geben, die dich verurteilen, weil du nach einem Jahr wieder arbeiten willst und die, die dich verurteilen, weil du länger zu hause bleiben willst. Diese Leute muss man einfach an sich abprallen lassen.
      Wolltest du denn nach einem Jahr wieder Vollzeit anfangen? Oder warum hast du nur ein Jahr eingereicht?

      • (9) 19.03.18 - 15:29

        Nein, ich habe drei Jahre eingereicht aber vorab schon mitgeteilt, dass ich nach einem Jahr wieder Teilzeit arbeiten kommen werde. Das war aber damals. Nun erfahre ich von anderen Müttern die wieder zurückkommen, und sagen, dass die Chefin sehr bestimmerisch sein soll, wie die Stunden in der Woche aufgeteilt werden sollen. Sie besteht darauf, dass Teilzeit Mütter jeden Tag arbeiten kommen sollen, auch wenn es nur 4 Stunden wäre. Ich wollte eigentlich auch nicht jeden Tag arbeiten kommen, wegen der langen Strecke und der kleine hat oft Physio. Da will ich auch mal einen Tag frei machen. Aber naja darf es mir anscheinend nicht aussuchen.

    Hi. Wenn es finanziell machbar ist würde ich es machen.
    Die Zeit kommt nicht zurück und grad in dem Alter entwickeln sie sich so schnell und lernen jeden Tag etwas neues.

    • (11) 19.03.18 - 15:32

      Da hast du recht. Wie hast du dich entschieden, wenn ich fragen darf?;)
      Liebe Grüße
      Nur viele gehen nach einem Jahr schon arbeiten und die die zuhause länger bleiben werden direkt verurteilt.

      • Ich hab drei Söhne.
        Nr.1 ist inzwischen 14 und ich bin stundenweise nach 6 Mon arbeiten gegangen. Im nachhinein muss ich sagen das ich das nie wieder machen würde.
        Nr.2 ist fast 12 und bei ihm war ich fast 3 Jahre zuhause. Ich fand es schön.
        Nr.3 ist 2 und eigentlich war geplant das ich 3 Jahre zuhause bleibe und er dann mit 3 in den Kindergarten kommt.
        Leider bekommt man bei uns keine Plätze für 3jährige und somit ist er mit 1 3/4 reingekommen. Um überhaupt Chancen auf einen Platz zu haben hab ich einen Job angenommen. Gehe 2 mal 3 Std arbeiten.
        Bringe ihn immer nur für max 4 Std in den Kiga.

        Ja ich finde auch das man sich leider schon fast rechfertigen muss wenn man 3 Jahre zuhause bleibt.

Ich kann das schon verstehen. Mit einem Jahr sind die Kleinen offziell gerade aus dem Babyalter raus, aber eben noch sehr klein und hängen an ihrer Mama, ganz klar.
Du musst Dir ja nicht nach Jahren einen neuen Job suchen, das ist das Gute daran.
Verlänger doch die Elternzeit und gib den Kleinen mit 2-3 Jahren in die Betreuung.

  • (14) 19.03.18 - 15:34

    Hab die elternzeit auf drei Jahre verlängert. Aber meine Chefin wird nicht begeistert davon sein. Sie erwartet mich nach einem Jahr als Teilzeitkraft wieder zurück. (Sie ist kein Freund von Schwangeren oder von Müttern mit Kindern)

Hallo,

weiter unten schreibst Du, dass Du ohnehin 3 Jahre Elternzeit eingereicht hast, ihr es Euch aber nicht leisten könnt. Und wie wollt Ihr das dann finanzieren? ALGII, also durch die Allgemeinheit? Ja, dann finde ich es schlimm, dass Du nicht wieder arbeiten gehst. Jeder möchte gerne viel Zeit mit seiner Familie verbringen, aber ALGII wird durch Steuergelder bezahlt- auch durch meine Steuergelder. Ich habe nach einem Jahr wieder einige Stunden (nachmittags/abends/am Wochenende) gearbeitet und mit zwei Jahren gingen die Kinder in die Kita und ich habe 50% Teilzeit gearbeitet.

Das sollte man sich vorher überlegen, ob man genug Geld zurückgelegt hat oder nicht.

Liebe Grüße Andrea

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