Kündigung in der Frühschwangerschaft Seite: 2

          • Du, ich habe gerade ein ähnliches Problem, ohne dass ich mir hätte was zu Schulden kommen lassen. In der letzten Schwangerschaft hatte ich nicht einen Krankentag.
            Mein Chef zieht alle Register und lügt die Behörde an, dass es brummt.

            Ich kann schon verstehen, dass man da keine Lust hat hin zu gehen, bzw. dass es extrem belastend ist. Hast du schon mal schwanger ne Kündigung gekriegt? Ist scheiße, ehrlich. Ich sitze hier, mein Bauch ist hart und ich kann nicht pennen wegen dem Mist. Ich stehe vor einem Berg von Nachteilen und Kosten, nur weil er keinen Bock auf die Personalmeldung in der EZ hat. (Ja, genau dieser eine Zettel)

            Da mein Chef, wie bewiesen, die Wirklichkeit so grandios biegen kann, meinst du ich sollte ihm vertrauen, wenn nur er und ich Zugriff auf die Konten haben und jetzt arbeiten gehen?
            "Frau XY, gehen Sie doch mal in die Produktion und..." Huch, da war mein Computer ohne Aufsicht...
            Soll ich mich gar nicht gegen eine Kündigung wehren und damit noch Sanktionen von Ämtern einfahren, wenn es geht?
            Woher kommt denn die Dilemmasituation? Ich habe sie nicht produziert.
            Eine Kündigung ist eine Willenserklärung zum Beziehungsende. Wie geht man damit um?
            Und ja, eine Schwangere darf ein Interesse haben von der Gesellschaft ein Stück mit getragen zu werden. Genau dafür ist das Muschu gedacht. Es gibt aber AGs, die versuchen alles auszuhebeln. Und ich kann dir sagen: Es ist belastend, auch physisch.
            Wäre ich nicht schwanger, würde ich das alles anders bewerten.

      >>Wenn du auf gar keinen Fall dort arbeiten willst, dann solltest du eigentlich nichts dagegen haben, wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst wird. Dann ist doch beiden Seiten geholfen.<<
      Deine Ratschläge werden auch immer dreister. Du hast mitbekommen, daß sie schwanger ist und somit erübigt sich die Angabe, daß beiden Seiten geholfen wäre, denn dem AN ist auf keinen Fall geholfen.
      Dass es ne blöde Situation ist, ist überhaupt nicht von der Hand zu weisen und ich wette Stein und Bein, daß jeder, der in dieser Situation ist, erstmal an sich denkt, sprich, Kündigung ist ungültig und wenn es ein BV gibt, um so besser, auch Du würdest niemals den Kürzeren ziehen!

Dein Arbeitgeber brauchte zusätzliche Unterstützung und hat Dich eingestellt. Anschließend warst Du nach einer Fehlgeburt länger krank geschrieben. Jetzt bist Du wieder seit 3 Wochen krank geschrieben.
Das Geld, dass er ja trotzdem für Dich zahlen muss, nimmst Du hingegen gern an.
Sorry, ich kann vollends verstehen, dass jetzt die Kündigung erfolgt.
Wenn Du diese so nicht hinnehmen möchtest, ist wohl das mindeste, was man erwarten kann, dass Du weiterhin Deiner Arbeit nachkommst.
Jetzt nach einem BV zu schreien finde ich unter aller Sau.

    • "Das Geld, dass er ja trotzdem für Dich zahlen muss, nimmst Du hingegen gern an."
      Naja, für dieses Risiko, des Ausfalls z.B. nimmt der AG in aller Regel auch ein größeres Gehalt für sich selbst gern an.

      Unabhängig von Schwangerschaft, ich beobachte einen zunehmenden Trend, dass ein Großteil der Risiken auf den AN abgewälzt werden. Aber die Beteiligungen am Gewinn immer kleiner. Finde ich auch unter aller Sau.

      Wenn sie gemobbt wird, kann das Betriebsklima von Seiten der Führung auch nicht sauber sein. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

      PS Ich habe viele selbstständige Freunde, die arbeiten sich den Arsch ab.
      Und dann gibt es noch die anderen...

      • >>Wenn sie gemobbt wird, kann das Betriebsklima von Seiten der Führung auch nicht sauber sein. Der Fisch stinkt vom Kopf her.<<
        So sieht es aus.

        Ich kann den AG schon verstehen, aber es gibt nunmal Gesetze und auch, wenn er zum Zeitpunkt der Kündigung nicht wußte, dass der AN schwanger ist, wäre ein BV das beste, was beiden Seiten passieren kann, denn eine Kündigung ist hier nicht rechtswirksam.

      • (32) 29.03.18 - 11:45

        "Wenn sie gemobbt wird, kann das Betriebsklima von Seiten der Führung auch nicht sauber sein. Der Fisch stinkt vom Kopf her."

        Dazu sollte man erstmal beide Seiten anhören, was hier ja nicht möglich ist. Aber glaub mir, es wird oft von Mobbing oder Bossing gesprochen, wo keines stattfindet. Das ist doch das neue Modewort schlecht hin.

        • (33) 29.03.18 - 12:13

          Können wir ja jetzt nicht. Sie hat hier Hilfe gesucht und ich nehme ihre Ausführungen erst mal so an.
          Bei anderen ist es umgekehrt, die zweifeln erst mal an allem.
          Ich bin auch nicht in der Position da Richter zu spielen, habe aber schon ziemlich viel Scheiße gesehen. Und ein Großteil der Scheiße in Unternehmen passiert, wenn die Führung Scheiße zulässt oder selbst produziert.
          Hast du schon mal direkt unter nem klinisch auffälligen Narzissten gearbeitet. Nein? Dann danke Gott für dieses Geschenk!
          Weise mal Gaslightning nach. Das wird bizarr, da kann einem keiner mehr folgen, der es nicht erlebt hat. Keine Chance.

Ich kann nichts dafür, dass ich eine FG hatte und deshalb krank geschrieben war. Ich kann auch nichts dafür, seit dem Vorfall so behandelt zu werden. Es ist auch nicht meine schuld, dass es alle Kollegen überhaupt wissen, ich habe es nur dem chef erzählt.
Klar kann man alles von zwei seiten sehen, aber was soll ich jetzt machen? Einen neuen Job werde ich so schnell in der Situation nicht bekommen. Auch wenn ihr es ja besser wisst weiß ich, dass ich wieder ins BV geschickt werde. Und das wäre einem anderen AG der mir nix getan hat gegenüber fair? So wird es mir hier geraten von einigen netten Personen. Soll ich mich einstellen lassen und dann gleich ins BV?
Oder die andere nette Variante von euch ist, wieder dort arbeiten zu gehen. Klar nach diesen Umständen?! Die Situation ist auch für mich nicht einfach.

  • Mach dir keinen Kopf. Im Grunde genommen: Du fragst hier noch nach, weil du dir Gedanken machst.
    Wärst du abgebrüht, würdest du die Situation gar nicht als Dilemma empfinden. Abgebrühte Charaktere benötigen in aller Regel auch keine psychologische Betreuung.

    Ich möchte mal wissen, wie viele von denen, die meinen, dass du dich dem Chef jetzt anbiedern sollst - mit Begeisterung bitte - selber eine Kündigung während der Schwangerschaft bekommen haben. Ist immer schön sich in einer Situation über andere zu erheben und zu Urteilen, wenn man nicht drin steckt.Den Span machen, halt .;-)

    • Ja teilweise sind die antworten hier echt beleidigend und taktlos. Ich soll mich für krank Schreibungen wegen einer fg und anschließendem Mobbing rechtfertigen und mich nicht wundern, wenn ich gekündigt werde?!
      Und das dann noch so hinnehmen und arbeitslos da stehen?!
      Also ich verstehe manche Leute echt nicht. Die wollen nur ihre Ansichten glauben und kennen solche Situation wahrscheinlich selbst echt nicht.
      Wenn man keine Risiko SS hat/hatte und noch keine FG oder allgemein noch nicht in meiner Situation war, sollte man nicht so über mich urteilen.

      • "Ich soll mich für krank Schreibungen wegen einer fg und anschließendem Mobbing rechtfertigen und mich nicht wundern, wenn ich gekündigt werde?!"
        Ja und dich selbst teeren und federn, bitte. Damit du dich so richtig schäbig fühlst und die anderen sich besser. Dasn Niveau...

        • Naja Hauptsache ich will meinem lieben unschuldigen ag nur das Geld aus der Tasche ziehen. Das nach 6 Wochen krankschreibung aber die KK zahlt und das meines Wissens auch im BV ist ja erst mal egal.
          Ich danke allen die mir hilfreiche antworten gegeben haben und werde mir überlegen, wie ich alles nun angehe. Habe ja natürlich noch nicht reagiert und noch etwas Zeit.

      Bedenke übrigens später beim Elterngeld, dass inzwischen auch Krankschreibungen mit Krankengeld wegen früherer Schwangerschaften (und Fehlgeburten) ausgeklammert werden dürfen.

(40) 29.03.18 - 09:13

Wenn du eh ein BV bekommst, warum fragst du dann, ob du eines wegen der Situation bekommst?

Hättest du dir das gespart, wäre diese Diskussion gar nicht aufgekommen.

  • Weil ich auch erst mal mit der Situation überfordern war und schnell Hilfe wollte. Mir kam in dem Moment sofort der Gedanke und die Angst, wieder dort hin zu müssen wenn das mit der unwirksamen Kündigung durch ist. Ich weiß ja auch nicht wie schnell es mit dem BV gehen würde und ob ich zwischen zeitlich noch mal dort hin müsste.

    Ich wollte nur Hilfe weil ich mit meiner SS genug Probleme habe und Sorgen. Ich kann nichts dafür, dass einige bei dem Begriff BV sofort abgehen wie sonst was.

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