Einfluss Krankengeld auf Elterngeld

    • (1) 29.03.18 - 11:27

      Hallo ihr Lieben,

      ich befinde mich zur Zeit im letzten Schwangerschaftsdrittel, habe einen recht stressigen Job bei dem ich 10 h am Tag unterwegs bin und dazu noch ein Todesfall in der Familie. Jetzt macht sich auch langsam das Gewicht und die Bewegungen des Babys bemerkbar und ich habe ständig Schmerzen im Unterleib und jede Anstrengung ist zu viel. Dem Baby geht es aber gut.
      Nun hat mich meine Ärztin erst mal 3 Wochen krank geschrieben, da ich aufgrund dieser Schmerzen Probleme beim laufen, aufstehen, nachts umdrehen etc habe. Dagegen kann man leider nichts machen.

      Nun habe ich vom Zeitpunkt der Krankschreibung bis zum Mutterschutz noch 7 1/2 Wochen.
      Meine Ärztin ist der Meinung, dass die 6 Wochen Frist immer neu beginnt, wenn es eine andere Diagnose ist. Ich kenne es aber so, dass der AG nur verpflichtet ist 6 Wochen zu zahlen, egal ob es sich um eine andere Diagnose handelt.
      Ein Beschäftigungsverbot stellt sie mir nicht aus.

      Nun habe ich gelesen, dass Krankengeld aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden nicht angerechnet wird, sondern der volle Lohn bzw. der Mutterschutzlohn.

      "Eine Ausnahme gilt für schwangerschaftsbedingte Erkrankungen, die zu einem mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbot durch den Arzt geführt haben. Die Frau erhält in diesem Fall den Mutterschutzlohn nach dem Mutterschutzgesetz (MuSchG)."
      https://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article110615886/Volles-Elterngeld-trotz-Krankengeld.html

      nach § 2b Abs. 1 S. 2 Nr. 3 BEEG heißt es:
      " Bei der Bestimmung des Bemessungszeitraumes nach Satz 1 bleiben Kalendermonate unberücksichtigt, in denen die berechtigte Person eine Krankheit hatte, die maßgeblich durch eine Schwangerschaft bedingt war..."
      https://www.babycenter.de/thread/97301/keine-anrechnung-von-krankengeld-wegen-schwangerschaftsbeschwerden-auf-elterngeld#ixzz5B804SuyA

      Stimmt das alles noch so? Hat jemand Erfahrungen?
      Muss nun der AG, die Krankenkasse oder der Staat nach 6 Wochen zahlen? Muss ich mich an eine bestimmte Stelle im Voraus wenden?
      Ist es ein Problem das ich jetzt 3 Wochen auf Grippe krank geschrieben bin und die verbleibenden 5 Wochen auf Schwangerschaftsbeschwerden?

      Danke schon mal und LG

      • Hallo,

        Also die 42 Tage zählen tatsächlich nur auf die selbe Diagnose innerhalb der letzten 365tage!

        Das heußt wenn du wegen Magen-darm, Grippe, vorwehen oder was weiß ich krank geschrieben bist zählt es nicht zusammen!

        Dein AG muss die Krankenkasse anfragen ob es sich im zusammen hängende Krankheiten handelt! Und dann kann er sich auf der Zahlung nehmen und du musst bei der kk Krankengeld beantragen.
        Solltest du ss bedingt ins Krankengeld rutschen, wird es nicht zum Nachteil für dich beim Elterngeld!

        Ich wünsche Dir alles gute!
        Lg Costa

        • Danke dir! Also muss mein AG mir meinen vollen Lohn bis zum Mutterschutz zahlen?

          • Oder bekomme ich für die 1 1/2 Wochen Krankengeld und das hat nur keine Auswirkungen auf die Elterngeldberechnung? Anscheinend muss man dafür bei der Elterngeldstelle einen Zusatzantrag, einem entsprechenden Attest vom Arzt und die Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate + die Lohnnachweise für den entsprechenden Zeitraum des Krankengeldes vor der den 12 Monaten einreichen.

      "Meine Ärztin ist der Meinung, dass die 6 Wochen Frist immer neu beginnt, wenn es eine andere Diagnose ist."
      Ist korrekt, wenn es sich dabei bei mindestens einer nicht um schwangerschaftsbedingte Erkrankungen (wie z.B: Grippe) handelt.

      "Nun habe ich gelesen, dass Krankengeld aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden nicht angerechnet wird, sondern der volle Lohn bzw. der Mutterschutzlohn."
      Das steht dort nicht. Da steht nur beim BV! DAs hast du nicht!

      Krankengeld wird ausgeklammert, wenn es aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden ist, sonst hat man da kein Einkommen!

      • Stimmt, bei dem einem Zitat steht "nur beim BV". Das hab ich wohl übersehen, danke :)

        Aber anscheinend stimmt es ja, dass ich mir bei einer Krankschreibung wegen Schwangerschaftsbeschwerden keine Sorgen um meine Lohnfortzahlung bis zum Mutterschutz machen muss. Zumindest wenn es wie bei mir ist (3 Wochen Grippe und 5 Wochen Schwangerschaftsbeschwerden).

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