Hilfe bei schreiben an den Vater ( Unterhalt )

    • (1) 30.03.18 - 12:35

      Hallo ihr lieben#winke,

      ich sitze gerade vor einem wichtigen schreiben und weiss nicht weiter. Könnte mir jemand von euch eventuell helfen? :/ es geht darum das ich ab august eine privatschule besuchen werde und ich muss meinen vater darüber in kenntnis setzen das er wieder unterhalt zahlen soll :/

      ich leider an ADHS und bin nun schon 22 Jahre alt und habe es nie geschafft meinen Realschulabschluss zu absolvieren, daher werde ich den nun an einer Privatschule absolvieren. Da er sich aber querstellen wird muss ich dieses schreiben aufsetzen.

      ich würde mich sehr über hilfe freuen.:-)

      liebe grüße

      • Hallo Tini,

        wie wäre es denn, wenn du dich mit deinem Vater triffst und dann mal mit ihm redest?

        Neben deinem Recht auf Unterhalt gibt es ja auch eine Pflicht, Ausbildungen zügig durchzuziehen. Wenn du nicht gerade durch Krankheiten gehindert warst, hast du deinem Vater gegenüber ja nicht gerade durch Zielstrebigkeit geglänzt.

        So könntest du ihm zeigen, dass du dich geändert hast und es ernst meinst. Außerdem kannst du ihm dann auch die Gehaltsunterlagen deiner Mutter geben, denn die braucht er ebenso wie sie seine, damit jeder Elternteil seinen Anteil am Unterhalt berechnen kann.

        Du solltest noch wissen, dass du verpflichtet bist, Leistungen wie Schülerbafög vorrangig zu beantragen, wenn du Anspruch hast.
        Und dass minderjährige Geschwister vorrangig vor Dir Anspruch auf Unterhalt von deinen Eltern haben und du mit 22 nicht mehr privilegiert bist und er einen Anspruch auf einen Selbstbehalt von 1300 Euro hat.

        LG

      Ich würde ebenfalls raten dich mit ihm zu treffen und ihm erklären, was und wie du dir das vorstellst.
      Hätte ich ein 22jähriges "Kind", welches noch nichts auf die Reihe gebracht hat, würde ich mich schon sehr dafür interssieren, warum nun darauf gehofft werden sollte, dass der neue Anlauf aussichtsreich ist und warum ich da noch einmal investieren soll.
      Ich habe vier autistische "Kinder", deren Bildungsweg auch nicht problemlos und geradlinig verläuft, ich bin bereit viele, viele Opfer zu bringen, auch weit über ihre Volljährigkeit hinaus, aber ich will auch ganz klar ihren Beitrag, ihr Engagement entsprechend ihrer Möglichkeiten sehen.

    • Tja, ohne zu wissen was du bisher gemacht hast, ist es schwer zu beurteilen, ob ein Vater den Besuch einer Privatschule zum Erlangen eines Realschulabschluss überhaupt finanzieren muss.
      Eltern müssen nur einen angemessenen Schulabschluss finanzieren und wenn der Realschulabschluss bisher nicht drin war, stellt sich eben die Frage, ob das überhaupt angemessen ist.

        • Na rechnen wir doch mal...
          Ich war 16 als ich meinen Realschulabschluss in der Tasche hatte. Sie ist jetzt 22. Das sind 6 Jahre Unterschied, sagen wir 5 Jahre, weil vielleicht mal ein Jahr doppelt gemacht wurde.
          Jetzt muss ich mir ja schon die Frage gefallen lassen, was ich in 5 Jahren so angestellt habe.
          Also ein einfaches ADHS erklärt die 5 Jahre definitiv nicht. Ein mehrjähriger Krankenhausaufenthalt/Reha ja klar, sicher.
          In 5 Jahren hätte ich locker einen Hauptschulabschluss hingekriegt und noch eine Berufsausbildung. Und damit wäre "Daddy" als Unterhaltszahler auch aus dem Schneider.
          Ein volljähriges Kind muss seine Ausbildung/Schule zielstrebig vorantreiben und dies den Eltern permanent nachweisen. Sonst erlischt der Unterhaltsanspruch. Bei 5 Jahren könnte es also sein, dass er längst erloschen ist, falls eben nicht irgendeine gravierende Erkrankung/schwerer Unfall für die 5 Jahre Schuld ist.

          Privatschule muss er sowieso nicht zahlen.

    (8) 31.03.18 - 06:43

    Du kannst dir Hilfe beim Jugendamt holen. Die Volljährigenberatung der Beistandschaft setzt solche Schreiben auf und rechnet auch alles aus.

    Vorher würde ich ihn anrufen.

    Evtl. bekommst du noch Schülerbafög.

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