Beruf mit höherem Verdienst

    • (1) 09.04.18 - 13:04

      Hallo,

      Meine Stieftochter macht demnächt Abi und hat absolut keine Ahnung was sie studieren (bzw. welchen Beruf sie ergreifen) soll.
      Sie hat an allen möglichen Tests teilgenommen, war im BIZ etc.; dabei rumgekommen ist aber eigentlich nicht wirklich etwas.
      Wichtig ist ihr, dass man ein höheres Einkommen hat und es sollte etwas ohne Mathe/Chemie/Physik sein. Wir haben da am Wochenende drüber gesprochen, aber um ehrlich zu sein fallen uns da nur die "klassischen" Berufe ein (Arzt (ja, ich weiss da braucht man Physik für; soll nur ein Beispiel sein), Rechtsanwalt, Lehrer oder aber die mit Mathe ala Ingenieur, Steuerberater...aber die sollen es alle nicht sein).
      Ich lese hier so oft von beruflich erfolgreichen Frauen mit höherem Verdienst - was macht ihr? Was habt ihr studiert?

      LG
      Charina

      • Gegenfrage: Was versteht ihr unter einem "höheren Einkommen"? Ab wieviel geht das bei euch los?

        Berufe mit Naturwissenschaften und Mathe auszuschließen, ist da nicht der schlaueste Move. Ingenieure, Konstrukteure und Software-Entwickler haben schon ihre eigene Preisklasse und verdienen recht zuverlässig gutes Geld.

        • Eine genaue Zahl hat sie uns nicht genannt, aber ich glaube sie meint einen Spielraum den auch ihre Tante verdient (allerdings Beruf mit Mathe) ab 60.000/Jahr (ihr ist natürlich klar, dass man als Berufsanfänger noch keine 60.000 verdient, aber sie weiss das besagte Tante mittlerweile gute 80.000 verdient und die ist erst Mitte 30).

          Biologie ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist sie in Mathe und Physik wirklich schlecht, dementsprechen möchte sie damit natürlich nichts studieren.

          • Mit Literatur und Sprachen qualifiziert sie sich nicht für ein überdurchschnittliches Einkommen. Ich weiß das, ich hab beides studiert. ;-)

            Ist ihr klar, dass die Leute mit hohem Verdienst oft auch deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten?
            Ich kenne zwei Leute mit einem Jahresnetto über 100k. Beide arbeiten gut ihre 80 Stunden pro Woche, einer ist auch ständig auf Auslandsreise. Dazu muss man erstmal bereit sein..

            • Deutlich mehr als 40 Stunden wäre nicht das Problem. Sie kennt das von Tante, Vater usw. ja schon. Das die Leute ihr das Geld nicht hinterher werfen werden weiss sie; nur es gibt ja auch Jobs wo die Leute 60 Stunden oder mehr arbeiten und trotzdem nichtmal nah an die 60.000 kommen.

                • Natürlich, habe auch nichts anderes behauptet.
                  Sie will aber unbedingt studieren.

                  • dann sollte sie aber schon einen Beruf wählen der Ihr hinterher auch Spaß macht , und nicht direkt danach gehen wo der höchste Verdienst liegt, der im übrigen ja auch wie hier schon erwähnt noch von ganz anderen Faktoren abhängt.

                    was nütz ein Jahregehalt von 100.000 wenn sie keine Freude an Ihrem Beruf hat?

                    Ziele, Motivation, Weiterbildungen, und vor allem Freude am Beruf, finde ich zb auch wichtig.

                    • Absolut richtig.
                      Ich finde es eine völlig falsche Art und Weise so an die Berufswahl heranzugehen.

                      Mein Mann ist im Vertrieb tätig. Er liebt seinen Beruf und dass das Jahresgehalt sechsstellig ist, ist ein nettes Zubrot, aber davon kann man doch nicht abhängig machen was man studieren möchte...

                      Und ich liebe meinen Beruf ebenfalls. Und mein Gehalt ist unter 50 k im Jahr und ich bin glücklich damit!

                      • so ungefähr ist es bei uns auch, mein Mann hat war kein sechsstelliges Jahresgehalt aber schon ein sehr gutes, und ich liege etwas unter Deinem, aber ich fühle mich wohl in meinem Beruf und mache ihn mit Freude.

                        Wir leben so sehr gut, stehen morgens mit einem guten Gefühl auf und nicht wie viele andere die kurz vorm Burn out stehen, weil sie nicht mehr können oder schaffen, oder weil sie einfach keine Lust haben zur Arbeit zu gehen , weil es keinen spaß macht.

      (11) 09.04.18 - 13:28

      BWL - und da kann man sich auch mit Grundmathe durchmogeln - geht man dann eben nicht ins Finanzwesen.

      Aber ich kann dann nur raten: Auslandserfahrung, sehr guter Abschluss, bereits im Studium am besten schon in guten UN arbeiten, sonst ist und bleibt man eine von vielen und wird auch nicht mehr als Durchschnitt verdienen.

      Sonst finde ich deine Tochter schon witzig: wenn man mal viel Geld verdienen will, dann sollte man auch einige Kernkompetenzen mitbringen.

      • Ihre Stärken liegen in den Bereichen Sprache, Literatur, Kommunikation. Sie ist sehr sozial, hat viel Allgemeinwissen, ist akribisch und perfektionistisch veranlagt.

        • (13) 10.04.18 - 13:37

          Klingt eigentlich nach Lehramt für Gymnasien, also Studienrätin. Da fängt sie mit A13 an und kann sich zur Rektorin hoch arbeiten. Wird vielleicht nicht ganz so viel wie gewünscht.

          LG

    (14) 09.04.18 - 13:29

    Hallo,

    ich bin der Ansicht, dass man in den meisten Berufen ein gutes Einkommen erzielen kann. Es kommt drauf an, was man draus macht und wie man sich gibt. Entweder ist man gut in seinem Job und kann in einem Unternehmen arbeiten, das auch gut zahlt, oder man landet "irgendwo".

    Wenn deine Tochter so gar keine Interessen hat, ist das schonmal keine gute Vorraussetzung. Sie muss doch hinter dem stehen, was sie tut, und von sich überzeugen können.

    Ich wusste seit der 9. Klasse, dass ich etwas im naturwissenschaftlichen Bereich machen möchte. Studiert habe ich nicht aber ich kenne einige Leute mit Studium, bei denen es gehaltstechnisch schlechter aussieht als bei mir.

    • (15) 09.04.18 - 13:39

      Das stimmt natürlich.
      Aber es ist natürlich nicht verkehrt nicht nur nach seinem Interesse zu schauen. Das sehen wir an einem Freund von uns. Der hat Geschichte und Philosophie studiert und ist heutzutagte arbeitslos bzw. macht jetzt eine Ausbildung. :/

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