Beruf mit höherem Verdienst

Hallo,

Meine Stieftochter macht demnächt Abi und hat absolut keine Ahnung was sie studieren (bzw. welchen Beruf sie ergreifen) soll.
Sie hat an allen möglichen Tests teilgenommen, war im BIZ etc.; dabei rumgekommen ist aber eigentlich nicht wirklich etwas.
Wichtig ist ihr, dass man ein höheres Einkommen hat und es sollte etwas ohne Mathe/Chemie/Physik sein. Wir haben da am Wochenende drüber gesprochen, aber um ehrlich zu sein fallen uns da nur die "klassischen" Berufe ein (Arzt (ja, ich weiss da braucht man Physik für; soll nur ein Beispiel sein), Rechtsanwalt, Lehrer oder aber die mit Mathe ala Ingenieur, Steuerberater...aber die sollen es alle nicht sein).
Ich lese hier so oft von beruflich erfolgreichen Frauen mit höherem Verdienst - was macht ihr? Was habt ihr studiert?

LG
Charina

Gegenfrage: Was versteht ihr unter einem "höheren Einkommen"? Ab wieviel geht das bei euch los?

Berufe mit Naturwissenschaften und Mathe auszuschließen, ist da nicht der schlaueste Move. Ingenieure, Konstrukteure und Software-Entwickler haben schon ihre eigene Preisklasse und verdienen recht zuverlässig gutes Geld.

Eine genaue Zahl hat sie uns nicht genannt, aber ich glaube sie meint einen Spielraum den auch ihre Tante verdient (allerdings Beruf mit Mathe) ab 60.000/Jahr (ihr ist natürlich klar, dass man als Berufsanfänger noch keine 60.000 verdient, aber sie weiss das besagte Tante mittlerweile gute 80.000 verdient und die ist erst Mitte 30).

Biologie ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist sie in Mathe und Physik wirklich schlecht, dementsprechen möchte sie damit natürlich nichts studieren.

Mit Literatur und Sprachen qualifiziert sie sich nicht für ein überdurchschnittliches Einkommen. Ich weiß das, ich hab beides studiert. ;-)

Ist ihr klar, dass die Leute mit hohem Verdienst oft auch deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten?
Ich kenne zwei Leute mit einem Jahresnetto über 100k. Beide arbeiten gut ihre 80 Stunden pro Woche, einer ist auch ständig auf Auslandsreise. Dazu muss man erstmal bereit sein..

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BWL - und da kann man sich auch mit Grundmathe durchmogeln - geht man dann eben nicht ins Finanzwesen.

Aber ich kann dann nur raten: Auslandserfahrung, sehr guter Abschluss, bereits im Studium am besten schon in guten UN arbeiten, sonst ist und bleibt man eine von vielen und wird auch nicht mehr als Durchschnitt verdienen.

Sonst finde ich deine Tochter schon witzig: wenn man mal viel Geld verdienen will, dann sollte man auch einige Kernkompetenzen mitbringen.

Ihre Stärken liegen in den Bereichen Sprache, Literatur, Kommunikation. Sie ist sehr sozial, hat viel Allgemeinwissen, ist akribisch und perfektionistisch veranlagt.

Klingt eigentlich nach Lehramt für Gymnasien, also Studienrätin. Da fängt sie mit A13 an und kann sich zur Rektorin hoch arbeiten. Wird vielleicht nicht ganz so viel wie gewünscht.

LG

Hallo,

ich bin der Ansicht, dass man in den meisten Berufen ein gutes Einkommen erzielen kann. Es kommt drauf an, was man draus macht und wie man sich gibt. Entweder ist man gut in seinem Job und kann in einem Unternehmen arbeiten, das auch gut zahlt, oder man landet "irgendwo".

Wenn deine Tochter so gar keine Interessen hat, ist das schonmal keine gute Vorraussetzung. Sie muss doch hinter dem stehen, was sie tut, und von sich überzeugen können.

Ich wusste seit der 9. Klasse, dass ich etwas im naturwissenschaftlichen Bereich machen möchte. Studiert habe ich nicht aber ich kenne einige Leute mit Studium, bei denen es gehaltstechnisch schlechter aussieht als bei mir.

Das stimmt natürlich.
Aber es ist natürlich nicht verkehrt nicht nur nach seinem Interesse zu schauen. Das sehen wir an einem Freund von uns. Der hat Geschichte und Philosophie studiert und ist heutzutagte arbeitslos bzw. macht jetzt eine Ausbildung. :/

Was ich vergessen habe, sie hat schon Interessen.
Die liegen in dem Bereich Literatur, Sprachen, Kommunikation, sie plant gerne, sie ist akribisch und perfektionistisch veranlagt.

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Was heißt höherer Verdienst denn ungefähr?

Wenn ich so an meinen Bekanntenkreis denke, dann sind es wohl die Ärztin, die Ingenieurin, die Architektin die am besten da stehen.

Der Lehrerin dürfte es auch nicht so schlecht gehen.

Mau wird es bei der Arzthelferin und allen die im sozialen Bereich arbeiten.

LG

Ich kopiere das mal was ich oben geschrieben habe:
Eine genaue Zahl hat sie uns nicht genannt, aber ich glaube sie meint einen Spielraum den auch ihre Tante verdient (allerdings Beruf mit Mathe) ab 60.000/Jahr (ihr ist natürlich klar, dass man als Berufsanfänger noch keine 60.000 verdient, aber sie weiss das besagte Tante mittlerweile gute 80.000 verdient und die ist erst Mitte 30).

Ja, das Problem ist das sind auch die Berufe die wir so kennen mit gutem Einkommen, aber es gibt da heute ja auch soviel mehr, auf das man selbst so gar nicht kommt.

Süß, mit welch naiver Weltanschauung man heute so die Hochschulreife bescheinigt bekommt...

Tipp an die werte Stieftochter: Es kommt gar nicht immer so sehr darauf an, was man studiert, sondern mit wie viel Talent und Herzblut man in einem bestimmten Bereich unterwegs ist. Und als Berufseinsteigerin nach dem Studium gleich mal "ab 60.000/Jahr" haben zu wollen, ist: Naiv und völlig illusorisch. In fast jedem Bereich!

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Wenn sie noch so gar nicht weiss, was sie machen will, sollte sie vielleicht erstmal eine Auszeit nehmen und ein paar Monate oder ein Jahr reisen bevor sie irgendwas studiert.
Au-Pair, Work and Travel oder so was. Gerade wenn sie evtl noch etwas naiv ist würde ihr so was gut tun denke ich.
Wenn sie sprachlich interessiert ist, könnte man in die Richtung Fremdsprachenkorrespondent/Europasekretärin gehen.

Hallo,

mein Mann ist im IT-Consulting. Die Branche boomt gerade und wird sicher nicht unwichtiger. Besonders, wenn man sich beispielsweise mit den Cloudthemen auskennt, kann man in diesem Bereich sehr gutes Geld verdienen. Einstiegsgehalt liegt je nach Firma um die 40k und ist nach oben hin offen. Mein Mann ist 2009 eingestiegen und hat sein Gehalt seitdem mehr als verdreifacht. Man muss nur auch bereit sein, sich stetig weiterzubilden. In der Branche ist Stillstand pures Gift. Ganz ohne Mathe wird das aber während des Studiums auch nichts.

LG

Dem kann ich ebenfalls mir zustimmen.
Hier das gleiche.

Mein Mann ist im Vertrieb in der IT-Branche. Das Gehalt ist mittlerweile sechsstellig und er ist noch keine 30.

Und es ist in diesem Falle ja eher eine Tätigkeit und kein Beruf...

Hallo,

also der IT-Bereich kann gut laufen, allerdings scheint das nicht so ihren Stärken zu entsprechen ;)

Ansonsten vielleicht Marketing-Bereich? Das würde doch zumindest schonmal im Prinzip ihren Vorlieben entsprechen. Letzten Endes kommt es dann drauf an, wo man landet. Kann schlecht laufen - wie in jedem Bereich -, aber man kann auch einen guten Job finden und ein ganz gutes Einstiegsgehalt bekommen und langfristig erhöhen.

Oder eben Kulturwissenschaften oder BWL und schauen, was und wie man damit später was anstellen kann, dass ihr liegt?

Im Marketing brauchst du in aller Regel Statistik -> Mathe

Das stimmt... Hm, so ganz ohne Mathe kommt man eh nicht aus. Ich habe Mediengestalterin gelernt, selbst da musste ich Farbpunkte berechnen können. Braucht nun eigentlich kein Mensch, aber man musste es machen. :D

Bin auch keine Mathe-Leuchte, aber ich denke, n bisschen was schafft man immer.

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Also ich bin Lehrerin und liebe meinen Beruf.
Ich verdiene zwar keine 60000 Euro im Jahr, aber A13 ist schon sehr, sehr gut.
Ich liebe die Abwechslung in meinem Job und dass ich mir meine Zeit selbst einteilen kann. Klar, gibt es Phasen, die super stressig ist (trotz Teilzeitarbeit bin ich 60 Stunden gewöhnt), aber das gleicht sich durch die Ferien, in denen ich vielleicht 10 Stunde pro Woche arbeite, wieder aus.
Deine Tochter sollte aber dringend mal Praktika machen, um in den entsprechenden Beruf reinzuschnuppern.

Beamteneinkommen sind Brutto nur schwer mit den gängigen Jahreseinkommen zu vergleichen. Wir haben ja deutlich mehr netto vom Brutto.
Mein Mann hat beispielsweise A15Z und müsste in der freien Wirtschaft schon ein stolzes Sümmchen verdienen, wenn er das gleiche Netto haben wollte wie jetzt. Er müsste dann schon über 100 000 verdienen. Ich (A13) wollte mir den Spaß auch mal gönnen und das ausrechnen. Habe es aber noch nicht gemacht.

Ansonsten stimme ich dir absolut zu! Bei uns waren auch Sicherheit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtige Aspekte. Und unsere „Leidenschaften“ und eben diese Aspekte lassen sich als Lehrer toll verbinden.

An die TE: Mit den Neigungen deiner Stieftochter wäre es vielleicht doch mal sinnvoll, über Lehramt nachzudenken. Allerdings würde ich auch da unbedingt vorher Praktika machen. Grundsätzlich wäre eine „Denkpause“ sicher sinnvoll: Ausland, Bufdi usw.

Was heißt höherer Verdienst?

Es kommt darauf an, was später gebraucht wird.
Aus meinem Jahrgang haben einige des Verdienstes wegen studiert.

- Studium abgebrochen, weil es nicht passte
- Quereinsteiger in einem völlig anderen Gebiet, weil
-> im Studierten keine gut bezahlte Stelle mehr frei ist (überlaufen. Zu Studienbeginn Top-Aussichten. Inzwischen so viele mit ähnlichem Abschluss, dass es Glücksfall und vor allem echtes Interesse an der Tätigkeit ist, sich darin weiterhin zu etablieren)
-> zwar gut bezahlte Aussichten, aber die Psyche hat gelitten. Jetzt machen sie was, was ihnen Spaß macht. Für weniger Geld, aber für mehr Lebensqualität.

Die Kunst ist dabei einen Mittelweg zu finden oder schon zu erahnen, was später gut gebraucht werden kann.

Von den "älteren Semestern" meiner Freunde studieren einige ein zweites Mal mit Ü40. Das, worin sie mal gut verdienten, gibt es heute teilweise nicht mehr oder ist selbst für ein Hobby schlecht bezahlt (viel Zeit, wenig Geld).
Andere hatten einen Glückstreffer. Was als brotlos galt, ermöglicht ihnen ein gutes Leben. Sie haben sich gut etabliert und ihre Niesche gefunden und darauf immer wieder aufgebaut.

Gibt es bei euch eine Studienberatung?
Evtl. auch mal bei Unis informieren, was es so gibt.

Naja, es gibt schon ein paar mehr Berufe als Anwalt, Lehrer und Arzt. Da seid ihr ziemlich uninformiert und einfallslos.
Fast jeder meiner Freunde und Bekannte hat nach dem Abi studiert und eigentlich verdienen alle recht gut.
Wenn ich mir die einzelnen Karrieren so anschaue, dann war sicherlich die bloße Studienwahl dafür nicht entscheidend. Viele von ihnen arbeiten mittlerweile in recht untypischen berufen im Verhältnis zum Studienfach.
Daher ist in meinen Augen viel wichtiger:
Ehrgeiz
Harte Arbeit
Weiterbildungen
Sprachen
Auslandserfahrung

Ich finde es ein Unding, dass heutzutage viele jungen Leute ein unglaubliches Anspruchsdenken haben, aber kaum wissen, was man alles leisten muss, um irgendwann dorthin zu kommen. Einfach nur irgendwas studieren und dann auf das große Geld hoffen, ist unrealistisch.

Natürlich gibt es mehr Berufe als Anwalt, Lehrer und Arzt....das waren die klassischen Beispiele. Ich kann hier doch nicht alle Berufe aufzählen, die wir mit ihr durchgegangen sind. #augen
Die meisten Berufen die einen höheren Verdienst haben, die uns eingefallen beeinhalten Mathematik/Physik und das möchte sie auf keinen Fall.

Nunja, viele junge Leute sind einen gewissen Lebensstandart durch ihre Eltern gewöhnt und möchten diesen erhalten. Sicherlich wissen die Meisten nicht was die Eltern dafür alles leisten mussten/müssen, aber per se ist es nicht falsch etwas lernen zu wollen, bei dem man hinterher gutes Geld verdient.

"Ich finde es ein Unding, dass heutzutage viele jungen Leute ein unglaubliches Anspruchsdenken haben, aber kaum wissen, was man alles leisten muss, um irgendwann dorthin zu kommen. Einfach nur irgendwas studieren und dann auf das große Geld hoffen, ist unrealistisch"#pro

so sehe ich das auch!

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Ich schliesse mich den anderen an: Du kannst in jedem Beruf erfolgreich sein und dementsprechend verdienen, wenn Du ihn mit Leidenschaft machst. Du wirst in jedem Beruf erfolglos sein und dementsprechend verdienen, wenn Deine einzige Ambition ist, das der Arbeitstag schnell vorbei ist.

Ich kenne Diplom-Informatiker, die haben 30.000€ Jahreseinkommen und andere 120.000€. Der Unterschied: Interesse / Leidenschaft für das, was sie tun.

Es ist also völliger Quatsch, sich sein Studium nach Verdienstmöglichkeiten auszusuchen. Vor allem, weil niemand weiss, wie der Arbeitsmarkt aussieht, wenn Deine Stieftochter mit dem Studium fertig ist. Das alle Rechtsanwälte sich z.B. 'ne goldene Nase verdienen, ist ein Gerücht. Einige tun es, viel mehr krebsen am Existenzminimum 'rum.

Es gibt keine Vielverdien-Garantie.

Grüsse
BiDi

Natürlich sollte man seinen Job nicht nur nach dem Jahreseinkommen aussuchen, das ist richtig. Ich kenne aber genug Leute die ihren Job aus Leidenschaft/Interesse ausgewählt haben, aber viel zu wenig verdienen und heute darüber unglücklich sind (gerade aktuell im Freundeskreis ein Sozialarbeiter).

Es ist auch richtig, dass nicht jeder Rechtsanwalt viel Geld scheffelt (aber alle in unserem/ihrem Umfeld tun das).

Interessante Reaktionen hier: das Mädel hat ein Ziel, und das ist gut. Dass das Ziel etwas seltsam anmutet und ggf. nicht politisch korrekt ist, wen interessiert das?

Und es ist nicht so naiv zu glauben, man solle den Beruf ergreufen, der einen am meisten Spass macht und den man als Traumberuf mit sich als Kind getragen hat. Denn genau das führt in der Regel zu finanzieller Unzufriedenheit. Man sollte sein Hobby / seine Interessen genau das sein lassen, was es ist: das Hobby. Und dafür braucht es eine vernünftige Basis. Die gibt es mit einem vernünftigen Arbeitsplatz.

Mir fallen zwei Sparten ein, in denen die Idee (Geld ohne MINT) funktionieren kann: Beamtenlaufbahn in der Verwaltung und Lehrerlaufbahn am Gymnasium. Alles andere hat, wie bereits von anderen geschrieben, die reale Gefahr, dass man zu der großen Gruppe derer gehören wird, die eher unter dem Schnitt liegen. Juristen sind ein gutes Beispiel.
Ansonsten: Im MINT Bereich stehen noch viel mehr Möglichkeiten offen.

Danke dafür. #danke
Bekomme nämlich auch langsam das Gefühl, dass ich mich für sie schon rechtfertigen muss, nur weil sie gerne (viel) Geld verdienen möchte.
Beamtenlaufbahn wäre vielleicht in der Tat etwas.

Stell mal die gleiche Frage in ein technisches Forum ein, in dem fast nur Ingenieure und Handwerker unterwegs sind. Du wirst vermutlich nur Antworten bekommen, die aus einem oder mehreren Wörtern bestehen und den Beruf beinhalten. Hier wird es sehr schnell emotional und persönlich. Und man schweift gerne von der Frage ab. Warum das so ist, das weiß ich nicht...

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Hallo,

sie könnte zur Bundeswehr gehen und dort studieren, z.B. Pädagogik. Sie verdient insgesamt während des Studiums bereits gut und in der Offizierlaufbahn verdient man insgesamt gut. Ist vielleicht kein klassischer Frauenberuf aber ich kenne mittlerweile einige Soldatinnen (mein Mann ist ebenfalls Berufssoldat).

LG

a79

Hallo,

es gibt sehr viele Juristen, die diese Summen nicht verdienen. Viele Anwälte in kleineren Kanzleien z.B..
Dazu kommt, dass jemand, der sich in Mathe schwer tut, mit der Juristerei sehr große Schwierigkeiten haben wird. Diese Sparte würde ich daher von der Liste lieber streichen.

Viele Grüße
die Landmaus

meine Schwägerin hat Internationale Beziehungen in Dresden studiert, ein richtiger Elitestudiengang, eine Mischung aus Politik, Sprachen, Recht und Wirtschaft, sie hat noch einen Master draufgesetzt und kann sich ihre Arbeit weltweit aussuchen, war schon bei der EU, UNESCO, viel im Ausland und derzeit arbeitet sie in einem Großkonzern beim Thema erneuerbare Energien mit, weiß zwar nicht wie viel sie verdient aber denke sie hat mit Ende 20 sicher schon ein sehr gutes Einkommen

ich habe vor ein paar Jahren mal eine Doku über die Fluglotsenausbildung gesehen und da hieß es mehrmals dass dies der bestbezahlte Beruf für Anfänger sei, aber da es ja nix mit Mathe sein soll kommt es ja eher nicht in Frage....

Gemessen an der zu erbringenden Leistung ist Hartz IV durchaus ein erstrebenswerter "Beruf" und garantiert ohne Mathe und Physik.


Was ist denn das für eine planlose Jugend herrje. Hoffentlich ergeht es mir mit meinen Kids nicht mal so.

Viel Glück.
Nach meinen Beobachtungen gab es schon immer Jugendliche, die nicht genau wussten, welchen Beruf sie anstreben sollen.Und da waren auch immer welche mit gutem Abitur dabei.

Hallo,

um mal eine konkrete Idee einzustreuen:

Ich habe in dem Alter von einer Diplomatenlaufbahn geträumt (ich war politisch und sozial engagiert, konnte gut Kontakte knüpfen, logisch denken und komplexe Zusammenhänge überblicken, mochte alles, was mit Sprachen und auch Reden/ Schreiben zu tun hat). Dazu brauchte man ein abgeschlossenes Studium (neben bestimmt viel Vitamin B, aber das habe ich damals noch nicht so eng gesehen). Ich habe mich für ein Lehramtsstudium entschieden (eine Fremdsprache und ein geisteswissenschaftliches Fach), da ich damit bereits im Studium EINEN möglichen Weg direkt vor Augen hatte. Am Ende habe ich meine Ambitionen anders gelegt und statt einer Laufbahn mit vielen Ortswechseln dann doch im Lehramt meine Berufung gesehen. Ich bin jetzt 5 Jahre im Dienst und möchte definitiv nichts Anderes machen.

Meine beste Freundin aus Schulzeiten hat bei einer Krankenkasse gelernt und hat es in ganz kurzer Zeit bis zur Vertriebsleiterin geschafft - und das, obwohl sie in der Schule auch immer mit Mathe auf Kriegsfuß gestanden hat. Da muss man anscheinend unterscheiden: geht gar keine Mathematik (dann wäre ja selbst Notenberechnung als Lehrerin schwierig) oder geht keine "abstraktere" Mathematik (wurde es also erst in der Oberstufe richtig schwierig oder war es das schon immer). Meine Freundin verdient im Vergleich zu mir bestimmt locker das Doppelte - aber ich gönne es ihr von Herzen und möchte um nichts in der Welt mit ihr tauschen.

Ich verdiene genug (und sogar noch ein wenig drüber) für meinen Lebensstandard UND habe Freude an dem, was ich tue. Was will ich mehr?

LG Soley

Also ich habe Architektur studiert und mir danach eine „Nische“ gesucht, noch ein Aufbaustudium gemacht und bin heute ich mehr als klassische Architektib tätig. Daran habe ich jetzt mega Spaß und gehöre schon zu den Besserverdienenden. Aber „geplant“ hatte ich das so nicht. Im Architekturstudium
muss man auch nicht wahnsinnig gut in Mathe sein, es reicht da irgendwie logisches Denken für Kräfte, etc. ansonsten halt Nachhilfe im Studium.

Viel wichtiger ist: Ich habe 13 Semester studiert, war im Ausland, habe freiwillige Praktika ohne Ende gemacht, neben dem Studium schon richtig gearbeitet,... Seit dem ersten Tag nach dem Studium hab ich mir den Arxxx aufgerissen, bis zu 70 Std/Woche, mit nem recht niedrigen Einstiegsgehalt angefangen, oft umgezogen, etc. Nach 7 Jahren harter Arbeit bin ich jetzt bei über 60. Aber das kommt nicht von allein. Da heißt es tough sein, dranbleiben, durchbeißen (vor allem als Frau)... das kann man nicht machen in einem Job für den man nicht voll brennt.

Daher empfehle ich zwei Sachen:
- nach dem Abi über Praktika, etc. und „Nest verlassen“ nochmal klären, wo die Interessen wirklich liegen
- einen Studiengang suchen, bei dem man hinterher eher Generalist und weniger Spazialist ist. Spezialisieren tut man sich dann während des Berufslebens, wäre nur blöd man hat sich schon im Studium so festgelegt auf etwas, dass dann gerade nicht gesucht wird.

BWL in Kombi mit Pädagogik

Politik und bwl

Politik und verwaltungswissenschaften

Jura

Wirtschaftsjurist/in

Von Medizin würde ich abraten. Physik ist da sehr gefragt. Genauso wie Chemie.

Ansonsten sollte sie Praktika machen. Nichts in schlimmer als zu spät zu merken, dass einem
Der Job nicht liegt. Merken viele Lehrer ... oh das sind ja Kinder mit eigenen Willen ... verdammt

Am besten es passt beides. Es muss einen ausfüllen und es sollte so entlohnt werden, das man nicht Knausern muss.