Schwanger und arbeitslos

    • (1) 10.04.18 - 11:22

      Hallo. Ich bin ab 26.04 arbeitslos. Das heißt ALG 1.
      Was würde mir zustehen wenn ich schwanger bin während der Schwangerschaft und danach (Elterngeld ? Erziehungsgeld ? Mutterschaftsurlaub? Erstausstattung?)
      Mein Partner arbeitet ganz normal.
      Ich blicke da nicht genau durch.
      Wer kann mir helfen ? Mein ALG 1 liegt bei 950 Euro monatlich. Meine Fixkosten (Miete,Versicherung, Umlagen etc. sind alleine schon 700 Euro).

      • Hallo

        Erstausstattung du und dein Partner,AlG I wenn Anspruch besteht, Elterngeld und Kindergeld, Unterhalt für dich und dein Kind vom Partner.

        LG

        Während der Schwangerschaft ALG 1, wenn Du Dich zur Vermittlung zur Verfügung stellst und kein Beschäftigungsverbot hast. Sechs Wochen vor Entbindung und acht Wochen danach gibt es dann Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes (ähnliche Höhe wie ALG 1). Nach dem Mutterschaftsgeld kannst Du dann Elterngeld beantragen, entweder ein Jahr oder 24 Monate (gibt dann die Hälfte), wobei die Mutterschaftsgeld Monate mit dem Elterngeldbezug verrechnet werden. Elterngeld ist in der Regel 65 Prozent vom Durchschnittseinkommen der letzten 12 Monate, wobei Arbeitslosmonate mit 0 € gerechnet werden.
        Nach dem Elterngeldbezug kannst Du wieder ALG 1 beantragen, wenn Du eine Kinderbetreuung hast und auch für Vermittlung zur Verfügung stehst.
        Wenn das Geld nicht reicht, muss der Partner Dir Unterhalt zahlen, für das Kind ja ohnehin.

        Im eigenen Interesse würde ich das mit dem Partner vorher mal besprechen, einige Männer denken nämlich, dass sie ihrer unverheirateten Partnerin nichts zahlen müssen und geben für sich selbst weiter Geld aus wie vorher, während die Frau am Existenzminimum knabbert.

        Wohnt ihr zusammen? Evtl. doppelte Versicherungen kündigen oder andere Verträge kündigen.

          • Hallo,

            dann solltest du erst Recht zusehen und dich um einen neuen Arbeitsplatz bemühen und nicht gleich an ein zweites Kind denken.
            Bist du dir sicher dass dein Partner sich überhaupt ein 2. Kind leisten kann? Er ist nämlich nicht nur dem 1. und 2. Kind zu Unterhalt verpflichtet sondern dir auch und evtl. der Mutter des anderen Kindes auch noch?

            LG und denke nochmal über den Kinderwunsch nach

            Wie schon jemand geschrieben hat, wäre Dein Partner unterhaltspflichtig für die Kinder und ggf. für Dich. Ich verstehe gerade die Situation nicht ganz: ihr lebt nicht zusammen und wollt ein Kind, Dein Partner hat schon ein Kind, welches bei ihm lebt - ist das richtig? Wer betreut das Kind Deines Partners?

            Wenn Ihr nicht zusammen lebt: zusammenziehen spart in der Regel Kosten.

          • Arbeitet dein Freund auch nicht? Oder ist dieses bereits vorhandene Kind somit den gesamten Tag fremdbetreut?#kratz Dann wäre es ja das beste, wenn ihr zusammenzieht und du für die Kinder da bist.

        Alles soweit richtig, allerdings werden Arbeitslos Monate nicht mit 0€ beim Elterngeld berechnet, sondern mit der tatsächlichen Höhe des Arbeitslosengeldes.

        Ich habe genau diese Situation gerade hinter mir.
        ALG I wurde mir die letzten 6 Monate vor der Geburt gezahlt, also wurde bei der Berechnung des Elterngeldes (die letzten 12 Monate) 6x ALG und 6x "normales", voriges Gehalt berücksichtigt.
        Jetzt -nach der Elternzeit- wurde das ALG neu berechnet, wobei Elternzeit ausgeklammert wird. Demnach wurde wieder mein "altes" Gehalt einberechnet.

        • Da hast du etwas falsch verstanden ALG ist eine Entgeltersatzleistung und kann nicht als Bemessungsgrundlage dienen. Es wird das durchschnittliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit der 12 Monate genommen. Dir ist in der Berechnung eventuell nur nicht aufgefallen dass das ALG gar keine Rolle spielte.

          Nach der Elternzeit hast du wieder Anspruch auf das ALG wie vor der Elternzeit in deinem Fall, das ist korrekt, da die Anwartschaftszeit durch die Elternzeit erfüllt ist.

    Wurdest Du gekündigt? Dann würde ich dem AG schnellstmöglich die Schwangerschaft anzeigen, denn dann ist die Kündigung unwirksam.

Hallo

Das wäre keine gute Idee.
Ich würde an deiner Stelle erstmal einen neuen Job suchen und in diesem mindestens ein Jahr lang arbeiten bevor ich schwanger werden würde.

Ich wünsche dir viel Glück bei der Jobsuche und nächstes Jahr dann beim Kinderwunsch

Liebe Grüße

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