Brauch mal eure Hilfe - welchen Job würdet Ihr nehmen? - langer Text!

    • (1) 15.04.18 - 12:07

      Für welchen Job würdet Ihr euch entscheiden. Zum Hintergrund:

      Ich arbeite seit über 20 Jahren in einem großen Konzern. Meine jetzige Tätigkeit möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr ausüben. Nun habe ich mich betriebsintern für eine andere Fachabteilung beworben und die Stelle bekommen. Zeitgleich habe ich mich auch betriebsextern beworben, in einem kleinen Privatbetrieb. Nun möchte man mich auch dort gerne einstellen. Was mach ich bloß? Hier mal eine Tabelle der jeweiligen Stellen und Hintergründe:

      jetzige, verhasste Stelle: Teilzeit 24h, 36 Tage Urlaub, Geld 1150 netto, (Schichten Früh, Spät, 10 h-Dienste auch WE), Schalterdienst, Springertätigkeit-keinen festen Dienstposten, 2 h Anfahrtsweg

      betriebsinterne Stelle: Beginn wäre 01.06.2018 Teilzeit 32h,36 Tage Urlaub Geld 1400 netto Gleitzeit, Bürojob (Sachbearbeiter) fester Dienstposten, kein WE kein Feiertag, Anfahrt 1,5 h

      externe Stelle: ab 01.02.2019 mit ca. 3-4 Monate Einweisung vorher also ab ca. Oktober oder November 2018 / Teilzeit 32h, 30 Tage Urlaub, Geld 1150 netto, 8.00-15.30 Arbeitszeit kann aber auch von 09.30-17 Uhr bzw. 18 Uhr gehen, sehr Umfangreich in einem mir völlig unbekanntem Arbeitsbereich - Einarbeitung soll aber über mehrere Monate gehen. (Einarbeitung durch meine Mutter, die geht in Rente und ich könnte übernehmen) (Tätigkeiten wären: Personalplanung, Urlaubsplanung, Ein und Ausgangsrechnung, Statistiken, Kostenangebote, Museumsdienst am Wochenende, Museumsführungen) ich müßte ein Wochenende im Monat arbeiten und auch an Feiertagen. Der Betrieb hat fünf oder sechs Mitarbeiter und es gäbe außer mir niemanden der meine Arbeit im Krankheitsfall vertreten würde. Allerdings hätte ich nur einen Anfahrtsweg von 10 min.

      was meint Ihr?

      • Ich tendiere zum betriebsinternen Job. Hört sich meiner Meinung nach am besten an und Du bleibst in dem Betrieb.

        Allerdings ist die Fahrtzeit beim externen Betrieb natürlich erheblich besser.

        Für mich hätte der betriebsinterne Wechsel die meisten Pluspunkte. Hast du ein Kind oder planst du Kinder?

        Freie Gleitzeit, freie WEs und Feiertage sind ein unschättbares Plus im Hinblick auf die Kinderbetreuung. ABER: 1,5 Stunden Fahrt pro Weg sind echt mehr als heftig.
        Alles über 1 Stunde finde ich mit Kindern kaum machbar, es sei denn, der Partner arbeitet nah.

        Zudem muss man damit rechnen, die Stunden zu reduzieren, weil Fahrzeit olus Arbeitszeit kaum in die Betreuungszeiten passen. Wenn man dann die 1,5 Stunden plötzlich im Berufsverkehr fahren muss, weil der KiGa nicht eher öffnet, wird da plötzlich schnell noch mehr draus.
        Oder fährst du mit Öffis?

        Die externe Stelle ist auch mies, wegen der Bezahlung und der Größe des Betriebs. Die Anfahrt ist natürlich ein Traum.

        Ehrlich: Ich wüsste auch nicht, was ich tun würde.

        Vermutlich betriebsintern wechseln, mir aber weiterhin eine nähere Stelle suchen.
        (Abhängig von der Kinderplanung natürlich)

        Ohne Kinder: Ganz klar der betriebsinterne Wechsel.

        Vg Isa

        • Ich habe eine 9 jährige Tochter. Mein Mann arbeitet im selben Unternehmen in Vollzeit im Schichtdienst. Bis jetzt arbeiten wir in entgegengesetzten Schichten das eine Betreuung unserer Tochter nach der Schule und dem Hort gewährleistet ist. Beim internen Wechsel müsste unsere Tochter morgens alleine aufstehen, sich für die Schule fertigmachen und hinlaufen. Nicht an allen Tagen aber in einem 3 Wochenplan (Plan meines Mannes) jeweils 1 Woche. Fahrzeit ist glaube der Knackpunkt, bin total gestreßt wenn ich nach hause komme (nicht von der Arbeit sondern vom Fahrweg). Fahre mit Öffis und Auto kombiniert weil ich nur einen Zug pro Stunde habe. Wenn da was schiefgeht ist immer Katastrophe vorprogrammiert. Hab auch ein bischen Bammel vor dem Aufgabengebiet bei der externen Stelle. Der Chef ist ein bißchen "zerstreuter Professor" (ist studierter Historiker). Letztens z.Bsp. hat er vergessen die Telefonverträge im Betrieb zu verlängern obwohl meine Mutter ihn ständig daran erinnerte. Nun saßen sie eine Woche ohne Telefon und Internet.... für so eine kleine Firma kann sowas das AUS bedeuten. Ich weiß nicht ob ich mich mit sowas ständig belasten will. Habe Angst ich muß ständig Überstunden machen und kann nach der Arbeit nicht abschalten. Aber der kurze Fahrweg...

      Hallo, es ist wirklich sehr schwierig da ne Entscheidung zu fällen, kann dich sehr gut verstehen. Mit dem Abstand nicht betroffen zu sein würde ich dir raten intern zu wechseln. Die Fahrzeit kennst du ja und es wäre zumindest etwas weniger... Mir wäre das Risiko zu groß, dass dich das chaotisch geführte Betriebsleben im externen Betrieb noch fertiger macht. Und du kennst das ja nun aus erster Hand durch deine Mama.
      Ich persönlich würde zudem den Arbeitsweg generell mit dem Auto bestreiten, dann wäre das Risiko der Öffentlichen weg.

      • Danke für eure Meinungen! Sie haben mir sehr geholfen! In meinem Inneren tendiere ich auch zum internen Wechsel, weil das Aufgabengebiet mit meinem jetzigen Arbeitsfeld harmoniert, ich also nicht total Ahnugslos bin. 20 Jahre im Unternehmen schmeißt man auch nicht so weg und die Bezahlung ist pünktlich. Wenn ich mich gegen den Wechsel zum externen Betrieb entscheide, kann wenigstens meine Mutter mit der Sache abschließen. Schätze mal ich würde sonst noch oft bei Ihr anrufen um Sie um Hilfe zu Bitten. Sie ist da die Einzige die durchblickt. Verdammt, ich will doch nur nicht mehr so weit fahren müssen.
        Mein Arbeitsbereich ist berufsbezogen, ich kann nur in dem Unternehmen arbeiten. Woanders käme ich mit meinem Facharbeiter nirgends unter. Deshalb mach ich mir so einen Kopf, das wäre wahrscheinlich die einzige Möglichkeit in einem externen Betrieb zu arbeiten ohne wirkliche Qualifizierung. ( habe zwar mal einen kaufmännischen Beruf gelern vor 20 Jahren aber das ist lange her).Ein Käse ist das alles. So eine Chance krieg ich bestimmt nie wieder.

        • Wieso zieht ihr nicht in die Nähe eures Arbeitsortes, wenn du und dein Mann im gleichen Betrieb seid?
          Wäre das eine Option?
          Schulwechsel eurer Tochter steht auch bald an.

          • Genau das wäre auch mein Gedanke. Wenn schon beide dort arbeiten, dann wäre ein Umzug in die Nähe ratsam. Wenn es wirklich zwei Stunden Fahrtzeit wären (1 Tour), dann wäre ich da nicht lange geblieben. Mir reicht schon die eine Stunde Fahrzeit eine Tour täglich.

            Ein Umzug wäre keine Option, wir haben hier Eigentum. Familie und Freunde, all das aufgeben und neu anfangen, kommt nicht in Frage. Dann pendele ich lieber.

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