Mindestlohn-Gehaltsberechnung

    • (1) 16.04.18 - 11:28

      Hallo,

      ich brauche mal Eure Hilfe. In vielen Stellenanzeigen, die ich hin und wieder mal zu Gesicht bekomme, steht oft nur: "Gehalt über Mindestlohn."
      Jetzt wollte ich mal das Mindestgehalt für eine 30h/ Woche errechnen, die Aussage "über Mindestlohn" ist ja schon recht breit gefächert.
      Wie errechnet sich denn aber das Gehalt und das für z.B. 30h/ Woche?
      Für mich sieht die Sache eindeutig aus.
      Gefunden habe ich das hier:
      https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2015/09/13/der-mindestlohn-beim-monatlichen-gehalt-und-einer-40-stunden-woche/
      Auszug:
      >>neuer Mindestlohn und monatliches Gehalt ab 1.1.2017
      Nimmt man das obige Beispiel, dann wäre ab dem 1.1.2017 eben der neue, höhere Mindestlohn von € 8,84 zu beachten.
      Monat mit 20 Arbeitstagen: 20 Tage x 8 h x € 8,84 = € 1.414,00
      Monat mit 21 Arbeitstagen: 21 Tage x 8 h x € 8,84 = € 1.485,12
      Monat mit 22 Arbeitstagen: 22 Tage x 8 h x € 8,84 = € 1.555,84
      Monat mit 23 Arbeitstagen: 23 Tage x 8 h x € 8,84 = € 1.626,56

      Der Monat März und August 2017 haben 23 Arbeitstage.
      Ein monatlich gleichbleibendes Gehalt in Höhe des gesetzlichen Mindestlohnes müsste von daher im Jahr 2017 über € 1.626,56 liegen, z.B. also 1.630,00 brutto.<<

      Somit würde ich sagen, das Gehalt wird an 23 Tagen berechnet.
      Also 23 Tage mal 6h x 8,84 € und ich käme auf ein Gehalt von 1219,92 € brutto.
      Im Jahr 2018 gibt es auch Monate mit 23 Arbeitstagen, somit wäre das doch diese Berechnung, oder? Einfach Interessehalber, ich bin irgendwie darauf hängen gebliegen #schwitz

      LG

      Wenn du 30 std /woche arbeiten möchtest würdest du 30 x 4,3 rechnen! Das wären ca 130 Std/Monat und das nimmst du dann mal 8.84 €
      Damit würdest du ca auf ein Bruttoverdienst von 1150 € kommen. Also bei einer 30 Std Anstellung.

      • Danke! Das ist schon ein Witz, was bei Mindestlohn heraus kommt und wenn man überlegt, daß viele AN vor dem Mindestlohn noch schlechter bezahlt wurden...

        • Definitiv!
          Auch wenn bei den beträgen die abzüge gering sind, wie soll ein Mensch heutzutage davon leben??? Wenn man sich mal anguckt, wie hoch die mieten alleine gestiegen sind. In manch Städten bekommt man dafür nichtmal ne 2 Zimmerwohnung gemietet!

          • Ist alles richtig, jedoch wurden AN vor 2015 noch viel schlechter bezahlt, in dem Zuge ist das schon ein kleiner Fortschritt, finde ich. Aber ja, es ist dennoch viel zu wenig. Wenn dann in Stellenanzeigen steht "Bezahlung über Mindestlohn" und man dann nur mal 9 oder 10 Euro die Stunde nimmt, ist das eigentlich auch noch ein Witz, darum war mir die Formel zur Gehaltsberechnung wichtig um das mal vor Augen zu haben. Auch wenn ein Festgehalt dahinter steht, will man ja wissen, wie weit das vom Mindestlohn entfernt liegt.

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