Elterngeldrückzahlung wegen Falschberechnung richtig?

    • (1) 17.04.18 - 20:51

      Hallo,

      ich habe im letzten Jahr Elterngeld bekommen und in den letzten 4 Monaten parallel ein paar Stunden gearbeitet. Für die vorläufige Berechnung des Elterngeldes habe ich angegeben, wieviel ich ungefähr in der Zeit verdiene. Der damalige Sachbearbeiter hat dann das Elterngeld und die Differenz für die letzten 4 Monate berechnet. Hierbei hat er sich anscheinend verrechnet, was mir nicht aufgefallen ist. Jetzt wollte das Elterngeld meine tatsächlichen Abrechnungen für die Zeit, um das Elterngeld nochmal final zu prüfen. Anscheinend ist denen nun der Fehler vom damaligen Sachbearbeiter aufgefallen und sie verlangen die Rückzahlung der zu viel bezahlten Summe. Geht das? Wenig ist das nämlich nicht gerade, und der Fehler lag auf der Seite vom Amt bzw Sachbearbeiter. Kennt sich jmd damit aus?

      Danke euch!

      • (2) 17.04.18 - 21:14

        Natürlich ist das richtig. Die Elterngeldbescheide sind alle vorläufig und deines könnte von der Elterngeldstelle ja eh erst korrekt berechnet werden, nachdem du deine Abrechnungen abgegeben hast.

        Der Sachbearbeiter könnte es ja garnicht genau berechnen.

        • Das steht so übrigens auch dick und Fett auf dem EG-Antrag so drauf.

          Aber mal umgekehrt gefragt: Angenommen des EG wurde durch einen Fehler in der Berechnung ZU NIEDRIG gewesen - wäre dann auch die Herrschende Ansicht "Das ist halt dumm gelaufen - da kann man nix machen" ?

          (4) 24.04.18 - 21:24

          Doch, konnte er, da das vorläufige Einkommen und das tatsächliche Einkommen nur um ca 20€ unterscheiden. Er hat aber das Netto-Einkommen mit Brutto vertauscht, vom geplanten Netto noch Steuern etc abgezogen und somit fiel das Elterngeld natürlich höher aus. Die jetzige Sachbearbeiterin hat natürlich vom Nettogehalt nix mehr abgezogen und damit das Elterngeld berechnet und fordert somit eine hohe Rückzahlung.

          • (5) 25.04.18 - 06:05

            Nochmal: der Sachbearbeiter kannte die genauen Zahlen nicht, erst nach einreichen deiner Abrechnung

            Und

            Es ist immer ein vorläufiger Bescheid.

            Warum habt ihr selbst nicht korrigiert??!

            Würdest genauso reagieren wenn es zu euren Gunsten wäre?

            • (6) 25.04.18 - 09:58

              Er kannte die zu 98% genauen Zahlen, hat eine ProForma-Abrechnung bekommen, die sich nachher nur um 20€ von der richtigen Abrechnung unterschieden hat.
              Und uns ist es beim ersten Bescheid nicht aufgefallen, dass er sich verrechnet hat. Nur als jetzt die Rückzahlung von 1.000€ gefordert wurde, sind wir stutzig geworden und haben verglichen und dabei ist der Fehler aufgefallen. Und ja, wenn wir plötzlich 1.000 € zurück bekommen hätten, hätte ich auch nachgefragt, ob es korrekt ist, bevor es im Nachgang wieder zurückgefordert wird.

    (9) 17.04.18 - 21:33

    Vollkommen korrekt. Sei doch froh, dass es jetzt schon kommt, mein endgültiger Bescheid kam 2,5 Jahre nach dem Ende des Elterngeldes. Und da musste ich auch einiges zurückzahlen. Begründung dafür, dass das so einfach geht, ist, dass er vorher nur vorläufig war und man somit damit rechnen muss.

    (10) 17.04.18 - 23:27

    So einfach wie die ersten beiden Antworten sehe ich das nicht. Die Vorläufigkeit des Bescheids ergibt sich in der Regel daraus, dass das Einkommen im Vorfeld geschätzt wird. Im Nachgang gibt es dann die Berechnung auf Basis des tatsächlichen Einkommens. Wenn diese beiden Einkommenswerte identisch sind, hat die Elterngeldstelle keine Möglichkeit, sich auf die Vorläufigkeit zu berufen. Der Fehler ist dann zu akzeptieren.
    Das durchzusetzen, dürfte jedoch den Klageweg erfordern.

    • Wo nimmst du denn die Behauptung her, dass sie die Berechnung bei einer Vorläufigkeit nicht komplett neu durchführen darf?!?

      Das Einkommen alleine interessiert nämlich nicht immer nur, sondern auch die Monate für die das angerechnet wird und die können sich z.B. schon durch eine nicht erfolgte Abmeldung des Gewerbes ändern.

      Hallo, also das vorläufige Netto-Einkommen und das tatsächliche Netto-Einkommen unterscheiden sich um ca 20€/Monat. Der erste Sachbearbeiter hat sich aber in der Differenzberechnung wohl verrechnet. Er hat vom vorläufigen Nettogehalt noch Beträge abgezogen (Steuern und Sozialabgaben, also wie sonst beim Bruttogehalt), hat somit Brutto mit Netto verwechselt und damit ergab die Berechnung ein geringeres Einkommen und somit ein höheres Elterngeld, was mir erst jetzt im Vergleich beider Bescheide aufgefallen ist. Die jetzige Sachbearbeiterin hat natürlich vom Nettogehalt nix mehr abgezogen und damit das Elterngeld berechnet und fordert somit eine hohe Rückzahlung. Ist sie im Recht?

Top Diskussionen anzeigen