Kann mir ein „fremder“ Arzt ein BV ausschreiben?

    • (1) 30.04.18 - 08:25

      Guten Morgen.

      Nachdem ich Samstags bei der Arbeit gemerkt habe, dass es mir entgültig zu anstrengend wird und ich das körperlich nicht mehr schaffe, wollte ich diese Woche zur FA und schauen ob sie mir ein BV geben kann. Nun ist diese aber im Urlaub. Was kann ich jetzt tun? Zu einem fremden FA, zb ins KH oder nützt das nichts, da der mich und meine Geschichte ja nicht kennt?

      Meine Arbeit verstösst in mehreren Punkten gegen das MuSchu-Gesetz. Ich verstehe sowieso nicht, warum mich meine FA nicht längst raus genommen hat. Nun habe ich aber auch mal noch alles fotografisch dokumentiert, was ich auf der Arbeit mache. Damit sie es sich so vielleicht besser vorstellen kann und versteht, warum ich nicht mehr kann.

      • Ich würde ein Termin beim Betriebsarzt aus machen und dem das alles erzählen.

        Das hört sich ja gar nicht toll an...

        Mein FA war im März auch im Urlaub. Habe mir dann ein BV von meinem Allgemeinarzt geben lassen. Das vorige Jahr hat meine Chefin schon nicht auf das Mutterschutzgesetz geachtet und mich wie Dreck behandelt (=> Fehlgeburt). Und als ich im Januar wieder schwanger war, hat sich nach Bekanntgabe auch nichts verändert. Ganz im Gegenteil, sie wurde noch laut, als ich von meinen Sorgen berichtete. Nächsten Tag sofort BV geholt.

        • Genau so ist es bei mir auch. Auch bereits in meiner SS vor 2 Jahren wurde das MuSch-Gesetz ignoriert. Damals bin ich quasi freiwillig einfach kürzer getretten und habe somit auf viel Geld verzichtet. Nun ist meine Arbeit nochmal anstrengender als vor 2 Jahren und das MuSchu-Gesetz kennen meine AG nicht mal richtig, bzw interessieren sich nicht dafür. „Ich soll mich nicht so anstellen, sei nur schwanger und nicht krank, blablabla“
          Und da es ein Familienbetrieb ist, „darf“ ich da nichts sagen oder machen. Falks mich aber die FA raus nimmt, wäre das halt dann si und sie müssten es einfach akzeptieren. Körperliche Gründe kann ich der FA auch genug liefern, sei es von starken, UL-/Bauchschmerzen bis zum quälenden Ischias. Kann nicht mal mehr aufrecht gehen während/nach der Arbeit.

        • (5) 30.04.18 - 11:47

          Da habt ihr aber alle sehr tolle Allgemein Mediziner, die euch auf Kosten der Allgemeinheit einfach mal do ein BV ausstellen, und der FA nicht..

          • Einfach so, schön wie einfach Du denkst. Mein FA hat es vorher schon zu mir gesagt, war dann aber im Urlaub. Wenn Du Ahnung hättest, wüsstest Du, dass es Personen gibt, die sich nicht an das Mutterschutzgesetz halten!!! Lies meinen Beitrag von davor! Ich hatte eine Fehlgeburt vergangenes Jahr und habe alles gemacht auf Arbeit trotz Schwierigkeiten. Und wenn man auf Arbeit angeschrien wird, gebe ich mir das nicht. Schön, wie Du als selbst werdend Mutter/oder bereits Mutter so über andere denkst! Sagt ja viel aus über Dich

            • "Wenn Du Ahnung hättest, wüsstest Du, dass es Personen gibt, die sich nicht an das Mutterschutzgesetz halten!!! Lies meinen Beitrag von davor! "
              Wenn du Ahnung hättest, wüsstest du das gerade dann der Arzt kein BV ausstellen darf, sondern nur befristet bis der AG dies beseitigt hat und man das der Aufsichtsbehörde melden muss.
              Sollte eine andere Handhabung rauskommen (z.B. bei dir, dann muss der Arzt dein Gehalt aus eigener Tasche zahlen).

              • Bei mir durfte er es aus gesundheitlichen Gründen. Ich habe einen bestimmten Berufszweig, wo man mit Krankheiten in Kontakt kommt. Viele Faktoren, aber letztes Jahr habe ich trotzdem normal weitergearbeitet, auch Dinge, die für mich verboten waren. Aber ich wollte taff sein. Und im Endeffekt haben mein verstorbenes Kind und ich nichts davon gehabt.

                Sobald dennoch die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet ist und sich nichts ändern wird während der SS, steht einem das individuelle BV zu, sonst hätte ich es ja nicht bekommen.

                Würde ich im Büro arbeiten, wäre das nochmal eine andere Geschichte gewesen.

                LG

      (11) 30.04.18 - 08:37

      Ein Arzt scheint ja mit den BV generell nichts zu tun zu haben, wenn es am Arbeitsplatz liegt.

      Da darf er gar kein BV geben, nur vorübergehend bis der AG sich rührt.

      DAs kann aber auch das Gewerbeaufsichtsamt und das solltest du anrufen und fragen, was du machen sollst.

      (12) 30.04.18 - 08:54

      Hi,

      dein FA darf da gar nichts machen, es ist Aufgabe deines Chefs, für einen Arbeitsplatz zu sorgen, der den Richtlinien entspricht.

      Wende dich an das Gewerbeaufsichtsamt und die können dann bei deinem Chef Stress machen, wenn du es selbst nicht schaffst dich durchzusetzen.

      Kann dein Chef dir keinen Arbeitsplatz anbieten, der alle Anforderungen erfüllt, dann muss er dir ein BV geben.

      • (13) 30.04.18 - 09:01

        Meine Schwiegermutter ist mein Chef. Das sagt alles oder?
        Mir sind quasi die Hände gebunden. Wenn meine FA mich nicht raus nimmt muss ich wohl dem Familienfrieden zuliebe einfach von mir aus kündigen.

        • (14) 30.04.18 - 09:05

          Dann musst du das so machen, wenn du den Mund nicht aufbekommt.

          Herrgott. Du wirst Mutter, dann benimm dich auch wie eine erwachsene Person und steh für deine Rechte ein. Das heißt in deinem Fall schwangerengerechter Arbeitsplatz, nicht BV vom Facharzt!

          Magst du sagen, was zu deinem Tätigkeitsbereich gehört? Wurde keine Gefährdungsbeurteilung gemacht? Wie lange hast du noch bis Mutterschutz?

          Deine Schwiegermutter sollte doch auch Interesse haben, dass es Ihrem Enkelkind gut geht. Warum sagt spricht dein Mann nicht mit seiner Mutter?

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