Beschäftigungsverbot bekommen?

    • (1) 30.04.18 - 13:22

      Hallo liebe Leute, ich bin nun in der 13ssw und bekomme kein Beschäftigungsverbot. Mein Hintergrund, warum ich nicht mehr arbeiten möchte bzw. kann, liegt daran, dass ich eine Schwangerschaft schon hinter mir habe und dass mein Sohn im Alter von 7 Monaten verstorben ist, alles schön und gut, aber die Geschichte hat auch wieder einen Hintergrund, mein Sohn ist letztes Jahr im Mai, mit dem Vacterl-Syndrom (Vatersyndrom) auf die Welt gekommen und die Ursache warum das so geschehen ist, ist unklar. Ich habe nun dementsprechend Angst, dass mit dem Baby wieder etwas passiert oder krank zu Welt kommt, deswegen möchte ich mich so gut wie es geht schützen und so wenig wie möglich psychisch belasten. Ich bin eine Person die schnell auf 180 ist und auch schnell ein schlechtes Gewissen bekommt und das ist nicht gut fürs Baby. Hat jemand Tipps oder Erfahrungen, wo ich mir eventuell ein Beschäftigungsverbot ausstellen lassen kann oder vielleicht andere Mittel und Wege wie ich am besten drum herum komme? Danke für eure Nachrichten !

      • Also ein BV gibt es ja nur vom Arbeitgeber wenn er dir keinen angemessenen Arbeitsplatz bieten kann oder vom Arzt wenn deine Oder die Gesundheit des Babys gefährdet ist! Dein Verlust tut mir sehr leid und ich wünsche dir alles Gute!🍀

        Hey,

        Das tut mir sehr leid was dir damals passiert ist. So etwas wünscht man niemanden...

        Ich kann deine Angst und Vorsicht verstehen. Aber das BV ist da sobald es Mutter oder Kind nicht gut geht bzw wenn sie gefährdet sind. Durch Stress und Aufregung entsteht jedoch keine Krankheit für das Kind.

        Du müsstest dich dann eher die Zeit über krank schreiben lassen.
        Versuch aber dass die Angst dich nicht beherrscht, weil das ist denke ich auch negativer Stress und eine negative Einstellung bewirkt oftmals mehr als man denkt.

        • Liebe Tini,

          bitte, bitte solche Sätze, auch wenns gut gemeint ist, vermeiden: "negativer Stress und eine negative Einstellung bewirkt oftmals mehr als man denkt."
          Da kommt bei den meisten Leuten genau das an, was du sicherlich nicht wolltest:
          Dass man selbst die Schuld ist für das Schicksal. Um so nervöser wird die TE wenn sie sich wieder Sorgen macht und macht sich noch mehr Sorgen, dass sie ihrem Kind schaden könnte.

          Es ist halt richtig, dass die Gedanken bahnende Wirkung haben, aber so leicht kann man auch nix kaputt machen mit Stress. ;-)
          LG

      (5) 30.04.18 - 13:41

      Dein Verlust tut mir sehr sher leid!

      Aber für ein BV gibt es leider keinen Grund deshalb wirst du auch keines erhalten.


      Alternative ist da nur auf das Geld zu verzichten wenn es dir möglich ist!
      Wobei ich dir aus Erfahrung aber auch sagen kann das man sich noch viel mehr verrückt macht wenn man nicht arbeitet und du Angst und Sorge noch viel größer wird ;)

      Sprich mit deinem Chef und sag ihm du musst deinen Job entspannter angehen oder arbeite nur noch halbtags wenn das möglich ist.

      Du schädigst dein Kind ja nicht generell durchs arbeiten versuche den Druck raus zu nehmen und Dinge entspannter zu sehen da muss man sich mich sofort auf 180 sein selbst einfach mal etwas zurück nehmen klappt bei mir in der Schweiz Schwangerschaft recht gut weil ich ja weiß das ich mir mein Kind am wichtigsten ist und ich mich dann überhaupt nicht mehr so stressen lasse. Außerdem ist ja nicht mal bekannt ob deine Schwangerschaft irgendwas mit der Erkrankung zu tun hat vermutlich ist es nicht so und du direkt kannst da überhaupt nichts für! Lass dich doch diesbezüglich noch mal beraten eventuell können dir die Ärzte etwas Mut machen.


      LG 🍀

    (7) 30.04.18 - 13:50

    Du müsstest deinen Verlust mit Hilfe einer Therapie o.ä. aufarbeiten. Einen Grund für ein bv gibt es meiner Einschätzung nach nicht

    Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist .

    Die Krankheit deines verstorbenen Kindes war eine genetische Erkrankung, die bereits kurz nach der Befruchtung entsteht . Es bringt dir also nichts, wenn du jetzt daheim bleibst und es ist auch kein Grund dafür vorhanden.

    Das du dich schnell aufregst, ist ja persönlich indiziert. Versuche durchzuatmen .
    Zu Hause fast du viel zuviel Zeit um dir über alles den Kopf zu zermartern .....
    Alles wird gut werden .....ich drück dir die Daumen!

    • (9) 30.04.18 - 14:35

      "Die Krankheit deines verstorbenen Kindes war eine genetische Erkrankung, die bereits kurz nach der Befruchtung entsteht "

      Es gibt die Vermutung, dass es eine genetische Ursache bei einem Teil der Betroffenen gibt, bewiesen ist es aber noch nicht. Auch Umwelteinflüsse werden in betracht gezogen - in diesem Fall finden die Fehlbildungen schon im Blasocyten-Stadium statt, also wenn man noch gar nicht weiß, dass man eventuell schwanger ist.

      In beidsen Fällen bringt Schonung also nichts, damit hast Du Recht.

(10) 30.04.18 - 14:09

Es tut mir leid, was du erleben musstest.
Es war aber eine genetische Anlage und beim neuen Kind ist das bereits bei der Zeugung entschieden worden, welche Gene das Kind bekommt. Die Arbeit hat damit nichts zu tun und damit greift auch kein Mutterschutzgesetz oder Beschäftigungsverbot.

Du kannst dir aber selber quasi ein Beschäftigungsverbot ausstellen und einfach unbezahlten Urlaub nehmen. Das liegt in deiner Verantwortung und du trägst dafür die Kosten. Dann ist doch alles okay.

(11) 30.04.18 - 14:31

Das Beschäftigungsverbot stellt der behandelnde Frauenarut aus.
Ich würde dir raten, dich zudem psychologische/psychotherapeutische Behandlung zu begeben. Alles Gute

(12) 30.04.18 - 15:41

Nur mal so allgemein zum Gesetz und Beschäftigungsverbot: ein FA kann auch ein individuelles Verbot aussprechen, wenn man zum. Beispiel in einer Küche arbeitet und dir Gerüche dort nicht ertragen kann u d deswegen ständig erbricht (was auf Dauer für die Mutter gefährdend sein kann) oder aber auch wenn eine Dame starke Rückenschmerzen hat und einen sitzenden Arbeitsplatz hat, der diese Schmerzen noch verschlimmert. Auch das kann zu einem individuellen BV führen durch einen FA.

(15) 30.04.18 - 16:19

Aufgrund dessen wirst du aber kein BV bekommen. Deine aktuelle SS muss direkt gefährdet sein, damit das überhaupt ausgestellt werden kann vom FA...wegen schlimmen Vorgeschichten bekommt man das nicht...wenn deine Arbeit zu schwer ist, mit heben, lange stehen ecetera ist dein AG zuständig und du musst an ihn herantreten...er muss dir einen schwangerschafts gerechten Arbeitsplatz geben...oder wenn er das nicht kann dich ins BV schicken...

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