Elterngeld Ehemann Prämien

    • (1) 04.05.18 - 13:22

      Hallo,

      ich habe eine Frage zum Thema Elterngeld und hoffe, dass ich meine Frage verständlich formuliert bekomme. Mein Mann würde schon gerne 2 Monate Elternzeit nehmen. Im 1. Lebensmonat und im 12. Lebensmonat... 1. Frage wäre, das ist doch so möglich oder?
      Er ist Hauptverdiener. Ich gehe 1 Jahr in Elternzeit.

      Meine 2. Frage ist aber die wichtigere von beiden, den davon hängt es ab, ob wir überhaupt weiter darüber nachdenken, oder nicht.

      Mein Mann bekommt einmal einen Tariflohn incl. Zulagen von ca. 2.000 €. Das natürlich Nachtzuschlag, Feiertagslohn und so weiter und sofort.
      So wie ich es verstanden habe, wird bei der Berechnung Urlaubsgeld und Weihnachtgsgeld nicht mit rein genommen. Ebenso kein Nachtzuschlag.... ABER und jetzt kommt die Frage aller Fragen.
      Mein Mann bekommt jeden Monat (kommt drauf an ob er das Arbeitspensum schafft) noch ca. 700 € Prämien, die so wie ich es auf der Lohnabrechnung sehe, auch versteuert wird.

      Wird diese Prämie (die jeden Monat gezahlt wird) nun in der Berechnung berücksichtigt? Wir wohnen in NRW. Hatte schonmal jemand einen solchen Fall?

      Würde mich sehr freuen, viele Antworten zu bekommen.
      Wir haben zwar schon einen Termin in der Elterngeldstelle, aber ich befürchte fast, dass wir uns das sparen können :-(

      • Ja, wenn die Prämien Bestandteil des Gehaltes sind und versteuert werden, werden sie in der Regel mit eingerechnet.

        Das Kriterium ist nicht die Versteuerung, sondern ob es sich um laufende oder einmalige Einnahmen handelt.
        In Fall einer wiederkehrenden, auf Leistung basierenden Prämie ist, zumindest steuer- und sozialversicherungsseitig von laufendem Bezug auszugehen. Das muss man dann "nur" noch der Elterngeldstelle beibringen.

        • "Das Kriterium ist nicht die Versteuerung, sondern ob es sich um laufende oder einmalige Einnahmen handelt."
          Doch, das ist auch ein Kriterium, denn ohne Versteuerung ist es kein Einkommen für das Elterngeld.

          DA müsste man dann gar nicht weiter gucken, ob Gehaltsbestandteil oder nicht.

          • Danke für eure Antworten, dann würde sich der termin in der elterngeldstelle ja doch lohnen. Das würden immerhin ca 300 euro aus machen, wenn nicht sogar etwas mehr.

            • „Ja, wenn die Prämien Bestandteil des Gehaltes sind und versteuert werden...“
              Versteuerung ist nicht immer ausschlaggebend...
              Wie werden die Prämien auf dem Lohnzettel ausgewiesen?
              Wichtig sind Begriffe wie laufend, regelmäßig.
              Aus eigener Erfahrung kann ich sagen:
              Bei Kind 1wurde meine Prämie als Quartalsbonus ausgewiesen. Das wurde als „regelmäßig“ erachtet und in die Berechnung des EG mit einbezogen.
              Bei Kind 2 (gleicher AG aber Buchhaltung wechselte) hieß es auf dem Lohnzettel Quarterly Goals. Es wurde nicht mit berechnet. Trotz 2-fachen Widerspruchs. Zum Klagen hatte ich keine Nerven aber für die EG Stelle war es nun nicht mehr regelmäßig.

              Versteuert wurde in beiden Fällen gleich.
              Viele Grüße

              • "Versteuerung ist nicht immer ausschlaggebend... "
                Doch, ist sie immer, ohne Versteuerung ist es total egal, was es ist, es wird einfach nicht berücksichtigt.

                Und bitte den Satz komplett lesen. Wichtig ist für das Elterngeld, dass es als Gehaltsbestandteil angesehen wird, denn nur dann ist es eine regelmäßige Zahlung, die zählt!

                DAs scheinen sie also bei dir einfach nicht als Gehaltsbestandteil angesehen zu haben. Und du sagst selber, es wurde beides gleich versteuert, da sind wir beim wesentlichen Punkt, es wurde versteuert!

                • Ja, aber selbst wenn es versteuert wird, ist nicht garantiert ob es mit einfließt.
                  Bei mir war es in beiden Fällen Gehaltsbestandteil, nämlich regelmäßig am Ende des Quartals. Ich habe den AG ja nicht gewechselt.
                  Ich glaube die Berechnung von Prämien ist grundsätzlich sehr schwammig und abhängig von der jeweiligen EG Stelle.

                  • "Ja, aber selbst wenn es versteuert wird, ist nicht garantiert ob es mit einfließt."
                    Steht ja auch nirgends. Aber nur wenn es versteuert wird, kann es einfließen!


                    "Bei mir war es in beiden Fällen Gehaltsbestandteil, nämlich regelmäßig am Ende des Quartals. Ich habe den AG ja nicht gewechselt."
                    Das weiß ja aber die Elterngeldstelle nicht, wenn du unterschiedliche Abrechnungen einreichst.

                    "Ich glaube die Berechnung von Prämien ist grundsätzlich sehr schwammig und abhängig von der jeweiligen EG Stelle. "
                    Wie gesagt, eigentlich sehr klar geregelt, wenn es Gehaltsbestandteil ist, fließt es mit ein.

                    • „Das weiß ja aber die Elterngeldstelle nicht, wenn du unterschiedliche Abrechnungen einreichst.“
                      Doch. Ich habe ja 2x Widerspruch eingereicht und alles lang und breit erklärt. Auch einen Auszug aus meinem Arbeitsvertrag wo deutlich drin steht, x% werden am Ende jeden Quartals gezahlt natürlich abhängig von der Erreichung der individuellen Ziele.

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