Schwanger in Elternzeit, Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss zum mutterschaftsgeld

    • (1) 05.05.18 - 11:15

      Hallo zusammen,
      Ich bin etwas verzweifelt und hoffe hier auf Hilfe ..

      ich hatte gestern eine Diskussion mit meinem Arbeitgeber. Es geht um die Aufstockung den mutterschaftsgeldes bei Schwangerschaft in/ nach Elternzeit. Mein AG sagt, ich bekomme nur die 13€ von der Krankenkasse und nicht den Arbeitgeberzuschuss.

      Einmal ein paar Eckdaten: Mein Sohn ist geboren Januar 2017 seit dem bin ich in Elternzeit. ET Ist jetzt der 11.06. seit dem 30.04. bin ich im Mutterschutz. Ich habe die Elternzeit für meinen Sohn schriftlich beim AG beendet mit Beginn des neuen Mutterschutzes. So wurde mir gesagt soll ich es machen damit ich wieder Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss habe. Das Geld von der KK habe ich auch bekommen nur nichts von AG.

      Ich habe mich im Vorfeld bei einer Beratungsstelle informiert und auch auf diversen Seiten im Internet gelesen das dies so der richtige Weg ist.
      Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll. War vielleicht schon mal jemand in der gleichen Situation und wie war es da? Steht Mir das Geld zu oder bin ich falsch informiert? Wer hat nun recht? Lohnt es sich zu bemühen oder hat es keinen Sinn? Und wenn ja was soll ich jetzt machen??

      Mein AG sagt, die würden mir das Geld ja zahlen, wissen aber nicht von wem sie sich das Geld wiederholen sollen weil die Krankenkasse sagt, es steht mir nicht zu.

      Vielen Dank im Voraus

      • Dann drück den entsprechenden Paragraph aus dem BEEG aus und leg ihn deinem AG hin. Dieser kann genauso diesen an deine Krankenkasse weitergeben.

        Definitiv steht dir auch der AG-Zuschuss zu.

        • Mein Arbeitgeber sagt, ich soll das mit der Krankenkasse klären. Und die sagen, es steht mir nicht zu weil ich die drei Monate vorm Mutterschutz nicht gearbeitet habe.
          Ich dachte mir, ich ruf da Montag und bitte die KK, mir schriftlich mitzuteilen das die mir das Geld nicht zahlen Bzw das es mir zusteht und dann evtl zum Anwalt?? Ich weiß es auch nicht was ich jetzt machen soll ..

          • Hast du deinem AG schon den Paragraphen mitgeteilt?

            Es ist nicht deine Aufgabe das mit der Krankenkasse zu klären, dein AG allerdings muss definitiv zahlen.

            • Ja das habe ich. Ich habe ihm auch den passenden Absatz im „Leitfaden zum Mutterschutz“ mitgeteilt vom bmfsfj. 😔 wie gesagt, ich soll das klären und mich dann nochmal melden.
              Die Firma ist relativ groß, 800 MA und man sagte mir, bei so einem Fall wurde das Geld noch nie gezahlt. Die haben mich halt total verunsichert.
              Ich weiß eben nicht wie ich jetzt am besten Vorgehen soll ..

              • Naja, viele Möglichkeiten hast du nicht.

                Ich würde letztmalig ein ein Schreiben mit Fristsetzung schicken und wenn dei AG immer noch nicht zahlen will zum Anwalt.

                Es geht schließlich um viel Geld!

          "Und die sagen, es steht mir nicht zu weil ich die drei Monate vorm Mutterschutz nicht gearbeitet habe"
          Das sagt sicher nicht die KK, sondern ein Bearbeiter, dann drucke ihm auch den Paragraphen aus und lass dir gleich den Vorgesetzten nennen.

          Ich hasse es, dass soviele KK-Bearbeiter besser den Mund halten sollten, weil sie keine Ahnung davon haben!

    Du hast alles richtig gemacht und das Geld steht dir zu!
    Ich denke nicht, dass es vorgesehen ist dass der Arbeitgeber sich dieses Geld wiederholt, das muss er aus seiner Tasche zahlen, genau wie dein Gehalt. Das findet er garantiert nicht so toll und deshalb will er dich verunsichern.

    Wenn du ein bisschen googelt, findest du schnell die passenden Gesetztestexte. Wenn das nicht reicht, würde ich zum Anwalt gegen, denn du bist im Recht.

    • (9) 05.05.18 - 23:02

      "Ich denke nicht, dass es vorgesehen ist dass der Arbeitgeber sich dieses Geld wiederholt, das muss er aus seiner Tasche zahlen, genau wie dein Gehalt. Das findet er garantiert nicht so toll und deshalb will er dich verunsichern."
      Ich denke, wenn man darüber überhaupt nicht informiert ist, sollte man sich dazu besser nicht äußern.

      Der AG bekommt immer den AG-ZUschuss über die U2 wieder.

      • (10) 06.05.18 - 07:35

        Vielen Dank für die Antworten. Das bewegt mich auf jeden Fall dazu das nicht so hinzunehmen.
        Und genau so hat die LOBU mir das auch erklärt, die bekommen das was die mir erst aufstockend zahlen dann wieder. Und wenn die nicht wissen von wem die es wieder bekommen, können die es mir ja nicht einfach zahlen .. so die Aussage 🤷🏼‍♀️

        • (11) 06.05.18 - 07:43

          Das bekommt dein AG von deiner KK ausgezahlt über die U2.

          Die Gesetzesänderung, dass man keine drei Monate mehr arbeiten muss, gab es übrigens 2008 bei meiner Tochter schon, da hatte ich das Problem mit der KK auch. Da waren die nicht auf dem neusten Stand, weil das glaube ich 2005 geändert worden war. Aber das ist über 20 Jahre her, da solltest du deine KK mal darauf hinweisen, dass die noch etwas zurück sind.

          Evtl. erklärt die Aufsichtsbehörde das deiner KK auch auf Nachfrage.

    (12) 08.05.18 - 22:51

    Der ag bekommt alle Auslagen erstattet. Es entstehen ihm keine Kosten.
    Ich bin ebenfalls in der elternzeit schwanger geworden und entbinde auch innerhalb der elternzeit vom ersten kind noch. Am Montag 🙈
    Ich bekomme meinen Mutterschutzlohn über die 14 Wochen mit der Berechnungsgrundlage des Vollzeitgehaltes von vorher und den zuschuss von der Krankenkasse.
    Ich arbeite übrigens selbst beim Steuerberater und weiß dass dir das zusteht. Ausnahme wäre glaub ich nur wenn der tagesverdienst nicht über 13€ ist oder so. Irgendwas war da mal...

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