Mutterschutz auf Antrag verkürzt, krank geworden

    • (1) 09.05.18 - 08:31

      Hallo,

      wer hat so eine Erfahrung gemacht?
      Ich habe meinen Mutterschutz verkürzt (um 10 Tage). Meine Chefin ist damit einverstanden, ich nehme die letzten Tage Urlaub, statt MuSchu (Gründe hierfür sind finanzieller Natur)
      Was passiert, sollte ich wider Erwarten doch krank werden (in dem beantragten verkürzten Zeitraum)?
      Ist dann der Antrag hinfällig und der MuSchu greift regulär wie errechnet?

      • Urlaub statt Mutterschutzfrist geht rechtlich gar nicht. Im MuSchG steht nämlich, "der Arbeitgeber darf eine schwangere Frau in den letzten 6 Wochen .... nicht beschäftigen ......, soweit sie sich nicht zur ARBEITSLEISTUNG(!!) ausdrücklich bereit erklärt." (§3, Abs.1)

        Urlaub ist aber keine ARBEITSLEISTUNG, bei dem Deal ging es einzig darum, ein höheres Elterngeld einzustecken. Das ist aber nicht der Zweck dieser Regelung.

        Der Antrag ist also nicht rechtskonform, sondern mißbräuchlich.

        • (3) 09.05.18 - 09:02

          Ich stimme dir zu, aber wieso höheres Elterngeld? Mutterschutz ist doch noch das selbe Geld wie vorher auch? Nur, dass es aufgeteilt überwiesen wird. Oder irre ich mich? Du bekommst doch 13 Euro von der KK und der AG stockt auf?

          • Es geht ausschließlich um die Anerkennung der Lohnsteuerklasse 3. Der Wechsel wurde leider zu spät beim FA eingereicht, so dass mir ganze 10 Tage zu den 6 vollem Monaten in der Steuerklasse 3 fehlen.

            • (5) 09.05.18 - 22:34

              Sorry, aber was hat dein Frauenarzt mit deiner Lohnsteuerklasse zu tun?

              Trotzdem kannst du da rein gesetzlich keinen Urlaub nehmen, dann musst du die 10 Tage eben arbeiten gehen. Sorry auch wenn das für dich echt scheiße ist, aber es ist nicht erlaubt.

              • (6) 09.05.18 - 22:36

                Ah ok, du meinst das Finanzamt. Aber sorry da du selber den Wechsel dort beantragen musst (hab ich ja auch schon mal gemacht) ist es doch dann dein Problem, wenn dir 10 Tage fehlen.

              • So ein Blödsinn, natürlich kann ich den Urlaub währenddessen nehmen. Es ging mir lediglich darum, ob jemand schon mal krank geworden ist in der Zeit des verkürzten MuSchu und ob dann die Verkürzung weiterhin Bestand hat.
                Meine Güte Mädels, wenn ihr keine Ahnung, habt dann behaltet doch euer Halbwissen bitte für euch. 🙄

                • (8) 09.05.18 - 22:47

                  Beim Vorliegen von Mutterschutz ist in der Vorschrift des § 24 S. 2 MuSchG eine Sonderregelung enthalten: Urlaub, der zum Zeitpunkt des Beginns des Mutterschutzes noch nicht beansprucht wurde, verfällt nicht und kann noch zum Ende des Mutterschutzes bzw. einer an den Mutterschutz anschließenden Elternzeit (§ 17 Abs. 2 BEEG) genommen werden. Der Urlaub kann dann ab dem Ende des Mutterschutzes bzw. der Elternzeit noch im laufenden oder im folgenden Kalenderjahr eingefordert werden.

                  Es gibt Paragraphen, die das regeln. Urlaub kann danach genommen werden. Steht da.

                (11) 09.05.18 - 22:51

                Und was im Paragraphen 3 im MuSchG steht hat Momo dir ja schon erklärt.

                Da du keine Arbeitsleistung erbringst, kannst du da nicht einfach Urlaub nehmen.

    Solltest du tatsächlich krank werden (wovon man ja eigentlich zunächst nicht ausgeht aber ok) wird das glaube ich wie bei jedem anderen kranken Arbeitnehmer gehandelt. Kann mir nicht vorstellen, dass der Antrag dann hinfällig ist.

    Ich verstehe aber nicht ganz was du davon haben sollst. Du verkürzt deinen MuSchutz um 10 Tage, nimmst dafür dann 10 Tage Urlaub und bist dann aber krank? Dann kannst du die Krankmeldung einreichen und bekommst die Urlaubstage wieder gutgeschrieben.
    Dann hättest du die Urlaubstage auch von Anfang an an das Ende deiner Elternzeit hängen können 🤦

    Es werde sich aus deinem Antrag auch keine finanziellen Vorteile ergeben (eher eventuell noch einen Nachteil). Zusätzlich ist diese Prozedur mit dem Urlaub so wir ihr das geregelt habt Und soweit ich informiert bin, gesetzlich nicht erlaubt.
    Ich wäre also etwas vorsichtig damit sowas an die große Glocke zu hängen bzw jetzt allzu viel Wirbel darum zu machen.

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