Auf Mutterschutz verzichten trotz BV-Urlaub nehmen?

    • (1) 09.05.18 - 11:10

      Hallo zusammen,

      Es geht hierbei schlichtweg um das "Elterngeld".

      Ich bin aktuell im BV.
      Theoretisch kann ich ja auf die 6 Wochen Mutterschutz vor der Entbindung verzichten.
      Ist dieses aber auch möglich, wenn ich im BV (Arbeitgeberbedingt) bin, und statt dessen Urlaub nehmen würde?
      Ich habe noch so viel angesammelten Urlaub... Und es würden somit 2 Monate "mehr Geld" in die Berechnung mit einfließen...Was nicht unerheblich ist bei mir.

      Und es wäre ja zugunsten des Elterngeldes (also in meinem Fall zumindest).
      Eine richtige Antwort habe ich bisher nicht gefunden, vielleicht kann es ja jemand von euch beantworten...

      Vielen Dank für eure Hilfe!
      Mery

      • Noch mal - nur um sicher zu stellen das ich das richtig verstanden habe:

        Du bist aktuell im BV, und willst jetzt zwecks Leistungsoptimierung auf den dir gesetzlich zustehenden Mutterschutz verzichten - in der Meinung dann greift ja wieder das BV ???

        Da fehlen mir jetzt echt die Worte ......

            • Danke für die Antwort.
              Dann werde ich mal beim Arbeitgeber nachfragen.

              Das sehe ich noch nicht so einfach. Das BV endet ja nicht deshalb zu Beginn des MS, da die Gefahr für Mutter und Kind dann beendet ist, sondern weil es dort aufgrund des MS nicht mehr notwendig ist.

              Nun, was würde passieren wenn der AG das "einfach" macht?
              1. Der AG hätte das Risiko das der AH zum Ende der Elternzeit einfällt "Wie jetzt Urlaub??? Ich war doch im MS.... Die Weiterzahlung in volle Höhe ist mir gar nicht aufgefallen - war ja die ganze Zeit auch so ....."

              2. Bei einer Betriebsprüfung fällt auf das das so gar nicht geht und die Zahlung an die AN nicht als normale Gehaltszahlung betrachtet werden kann ....

      Ich glaube nicht, dass das ein AG freiwillig macht. Man bekommt im Mutterschutz ja einen gewissen Betrag von der KK, und den Rest, also die Differenz zum Einkommen, vom AG. D. h. wenn dein AG deinem Plan zustimmen würde, müsste er dein Gehalt für den Urlaub ja komplett selbst zahlen, während er im Mutterschutz weniger Geld an dich zahlt.

    Man kann nicht "auf Mutterschutz verzichten", sondern man kann sich nur zur Arbeitsleistung in den 6 Wochen der Schutzfrist vor der Geburt bereit erklären. § 3 Abs 1 MuSchG.

    Das ist wohl etwas anderes als Urlaub gegen Mutterschutzfrist zu tauschen.

    Also wenn du in der Zeit arbeiten willst, darfst du das tun.

    Aber es würde rein gar nichts bringen. Rechne dir aus, was das Mehr an Elterngeld bringt, dafür opferst du das Mutterschaftsgeld. Meiner Meinung nach machst du mit dem Deal ein Minus.

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