Beschäftigungsverbot

    • (1) 13.05.18 - 13:33

      Hallo alle lieben mamis
      Einen wunderschönen muttertag euch allen
      Ich wollte mal fragen ab wann ihr ins beschäftigungsverbot gestellt worden seid und wer es euch erteilt hat?
      Ich bin jetzt anfang 6ssw also noch ganz am anfang.
      Ich fühle mich auf der arbeit sehr gemobbt und war deswegen vor kurzem noch 5 wochen krankgeschrieben.
      Meine frauenärztin ist letztes jahr in rente gegangen umd deswegen habe ich am dienstag einen termin bei einer neuen ärztin und habe angst das sie mich nicht direkt ins beschäftigungsverbot steckt.
      Ich überlege auch zu meinem hausarzt zu gehen da er es ja auch erteilen darf!?!
      Habt ihr tipps für mich wie ich das angehen kann ?

      Ganz viele liebe grüsse

      • Hi erst mal herzlichen Glückwunsch. Ein Beschäftigungsverbot wird dir nur dann ausgestellt, wenn dein Kind gefährdet ist. Und zwecks Mobbing kann ich mir jetzt nicht vorstellen das du eine BV bekommst.

        Versuchen kannst du es aber ich bezweifel es.
        Was arbeitest du den?

        LG Sabrina

        Hallo,
        in der letzten Schwangerschaft bin ich in der 25 Ssw ins BV gegangen,wegen vorzeitiger Wehen und Gebährmutterhals Verkürzung.
        Diesmal direkt ab der 7 ssw weil ich wegen mehrerer Faktoren als Risikoschwangere gelte.
        Das BV wurde immer von meiner Gyn ausgestellt.

        Hi,
        also wenn keine Med.Indikation besteht,ist es unmöglich ein bv zu bekommen.
        Inwiefern deine Psychische Belastung der Schwangerschaft schadet kann hier niemand sondern nur ein Arzt beurteilen.
        Ja,auch ein Hausarzt kann ein BV ausstellen,aber wie gesagt nicht einfach so.
        Umgehen kann man da nichts.
        Ich selbst habe ein Individuelles BV vom Hausarzt erhalten.
        Gibt es denn einen Grund wieso du eines haben möchtest ?
        Verstehe mich nicht falsch,ich will dich nicht angreifen und kenne deine Krankengeschichte nicht,falls eine vorhanden ist.
        Ich persönlich würde lieber arbeiten gehen,da dies auch gleichzeitig bedeuten würde,dass es mir gut geht.
        Ich denke niemand wünscht sich,solche beschwerden zu haben und deshalb Angst um sein ungeborenes Kind zu haben.

        Sei mir nicht böse,aber vllt kann man den Stress auf der Arbeit erst versuchen so zu klären bevor man nach einem BV fragt.

        Ich bin bestimmt kein Gegner od. Neider,ich denke nur,es gibt viele Frauen die eines bräuchten und keines bekommen,da sehr oft damit Schandluder getrieben worden ist.

        Alles gute für dich

        Claudine (22 ssw)

      • Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Das mit dem BV stelle ich mir schwierig vor. Es gibt da ganz klare Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit der Arzt ein BV ausstellen darf. Mobbing bestand ja schon durchaus vor der Ss wie du berichtest...und deshalb wurdest du auch krank geschrieben. Es ist also nicht Schwangerschaftsbedingt. Im Falle, dass du nicht Schwanger wärst, müsstest du dich dem Mobbing ja leider auch aussetzen..es sei denn , du lässt dich eben krank schreiben.
        Jeder Frauenarzt ist da anders gestrickt. Die Einen schreiben auch in solchen Fällen ein BV..die Anderen halten sich aber richtigerweise auch ans Gesetz.
        Letztendlich muss man ja schon sagen, dass du dich der Situation schon vorher hättest entziehen können, und dich nach einem neuen Job hättest umschauen können.
        Versteh mich da nicht falsch...ich bin kein BV - Gegner.
        Wünsche dir jedenfalls alles Gute.

        • Das man sich vorher einer solchen Situatiin entziehen kann halte ich für sehr schwierig. Bevor man schwanger wird, benötigt man einen festen Arbeitsvertrag, den bekommt man ja nicht so schnell. Dann muss es auch finanziell in der neuen Stelle passen und es muss einen überhaupt erstmal jemand nehmen. Mobbing ist gefährlich für die Psyche und dass sie sich dem die ganze Zeit gestellt hat, Hut ab. Stress tut dem Ungebirenen sicherlich garnicht gut und Mobbing kann zu folgeerktankungen wie Depression o.ä. führen.

          • Da hast du völlig recht, aber man muss natürlich das Mobbing an sich beheben, mit dem Chef sprechen, den Betriebsrat hinzuziehen, außerhalb des Unternehmens Hilfe suchen, wie man den Mobbern begegnet, etc.
            Natürlich ist das in der SS noch weniger schön, aber ein Grund für ein BV?!

            Dir Bemerkung von mir bezüglich Situation entziehen sollte hier auch keiner auf die Goldwaage legen. Letztendlich weiss keiner hier, wie genau ihre Situation ist. Mein Gedanke wäre aber zb nicht abwegig, wenn eine Person sich seid Jahren in der gleichen Anstellung befindet und schon seid längerem das Mobbingproblem besteht, und eine Schwangerschaft erst nach Jahren geplant ist. Mal davon abgesehen..das Mobbingproblem besteht ja mit Sicherheit auch dann, wenn sie nach der Babypause wieder kommen wird. Je nach dem , was für eine Betriebsgrösse gegeben ist, kann sie nicht mal problemlos in Teilzeit wieder kommen, geschweige dass ihr AG sie Vllt auch direkt danach kündigt. Vor allem dann, wenn das Verhältnis ohnehin schlecht war. Wie gesagt, dass sind Spekulationen..im Endeffekt ist es immer eine Fall zu Fall Entscheidung und zum Glück entscheiden dass eben die richtigen Fachleute.
            Nichts desto trotz gibt es aber eben gewissen Kriterien, die erfüllt werden müssen, um ein rechtsmässiges BV zu bekommen:
            "Ein Beschäftigungsverbot kommt nur dann in Frage, wenn den auftretenden Beschwerden keine Krankheit sondern die Schwangerschaft zu Grunde liegt."

            Die Schwangerschaft ist aber in ihrem Fall nicht der Grund für das Mobbing.

            • Aber vor und nach der SS hat das Mobbing keinen Einfluss auf das Kind-während der SS schon.

              Nach der Logik wäre ja nichts ein Grund für ein BV, wenn es vorher schon bestanden hat, das sind aber viele Dinge nach dem Muschu Gesetz sehr wohl.

              • Nicht umsonst liest man überall dass eine AU und ein BV so ziemlich nah beieinander liegen.
                Ich hab das Gesetz oder die Kriterien ja nicht verfasst. Aber wenn man sich dran halten würde, dann ist das eben so wie ich den zitierten Satz wieder gegeben habe.

                Sonst könnte man für jedes kleine Wehwechen , dass ein Arzt im besten Falle nicht mal kontrollieren könnte, ein BV bekommen. Und genau dafür ist das eben nicht gedacht.

                • Du hast keine Ahnung, was Mobbing alles auslösen kann, oder?

                  Meine beste Freundin hat aufgrund von Mobbing ein BV bekommen, weil es zu Frühwehen geführt hat.

                  Mobbing ist ja kein Krankheitsleiden, das vorher schon bestand, sondern was verschiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen kann.

                  Und deswegen ist es durchaus möglich, wegen Mobbing ein BV zu bekommen, wenn dadurch das Leben von Mutter oder Kind bedroht ist. Egal, ob es vorher schon bestand und auch, wenn man sich an das Gesetz hält.e

                  Es kommt halt drauf an, was es für Folgen at.

                  • (12) 13.05.18 - 18:09

                    Und Mobbing ist sogar in der Erläuterung des MuSchG als Beispiel aufgeführt für ein individuelles BV, aber eben nur, wenn es nachweislich die Schwangerschaft beeinträchtigt.

                    Ich will Mobbing überhaupt nicht verharmlosen. Mir stellt sich hier befindet TE aber die Frage, ob ihr Problem nicht eher eine AU fordert.
                    "Bei einer Arbeitsunfähigkeit ist ein Arbeitnehmer allein aufgrund einer Krankheit gehindert, seine arbeitsvertraglich geschuldete Leistung zu erbringen. Beim Beschäftigungsverbot nach § 3 Abs. 1 MuSchG ist hingegen die Gefährdung von Mutter oder Kind die entscheidende Voraussetzung für die Befreiung von der Arbeitspflicht"
                    Klar kann man damit argumentieren, dass Mobbing durchaus z.B Wehen hervorrufen könnten.. Aber..und daher auch nein Einwand mit der Aussage, dass das Mobbing vor der Ss bestand.. Also nicht DURCH die Ss ausgelöst wurde...: Ist sie aufgrund des Mobbings arbeitsunfähig ( dass war sie ja bereits 5 Wochen), oder wäre sie arbeitsfähig..also würde sie es "aushalten" jedoch müsste man von einer Gefahr für das Leben von Mutter und Kind ausgehen?!

                    Ist halt wie ich schon schrieb, schwer abzugrenzen.

                    Wenn ich mich als Gegenbeispiel nenne:
                    Ich habe eine seltene Muskel/Kollagenerkrankung, die mich nicht arbeitsunfähig macht..jedenfalls zur Zeit nicht, weil ich keinen Schub habe. Ich habe aber ein individuelles BV aufgrund dessen, dass meiner Erkrankung durch die Ss und den Hormonumschwüngen in Kombination mit körperlicher Tätigkeit für mich und mein Kind eine Gefahr mit sich bringen könnte in Form von Muskelabbau, Gefässverengungen, Unterversorgung des Kindes.
                    Wäre ich in einem akuten Schub vorher...jnd könnte allein aufgrund meiner Erkrankung nicht arbeiten, dann hätte ich auch kein Anrecht auf ein BV.

            (14) 13.05.18 - 18:13

            Ein individuelles Beschäftigungsverbot kann auch durch psychische
            Belastungen am Arbeitsplatz notwendig sein. Ursächlich sind häufig
            Spannungen zwischen der Betroffenen und ihrem Arbeitgeber oder ihren
            Kollegen.

            Das findest du in Paragraph 3 dazu.

            Ist halt eben häufig schwer nachzuweisen, in wie weit diese Spannungen die Schwangerschaft beeinträchtigen

    (15) 13.05.18 - 13:50

    Ich denke mal du wirst kein BV bekommen.
    Ich wurde am Anfang auch auf Arbeit gemobbt bzw nicht fair behandelt.
    Meine Filialleitung achtet jetzt auch noch nicht drauf also nimmt keine Rücksicht.

    Aber meine Frauenärztin meinte damals da ich weder in Gefahr bin (Gesundheitlich) und das Baby auch nicht kann sie mir kein BV geben.

    Ich hab mich einfach dran gewöhnt wie der Umgang bei der Arbeit ist.
    Jetzt habe ich allerdings durch das ganze stehen (bin 18SSW) Beschwerden bekommen.. ob ich direkt ein BV will weiß ich gar nicht. Ich werde beim nächsten Termin mit der Ärztin reden 😊

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