Bekomme kein BV Seite: 2

                          • So ein Unsinn, das weißt du auch selber!

                            Klar muss der Ag darauf zahlen bis er das Gegenteil bewiesen hat. Wenn er das Attest nicht auf dem offiziellen Wege anzweifelt, ist es wirksam und er in der Zahlungspflicht!

                            Wäre ja noch schöner, wenn der AG einfach sagt, sehe ich anders, also zahle ich nicht und damit durchkommt.

                            Hm also sollte ich dann morgen früh zur Aufsichtsbehörde? Habe großes Interesse, dass das alles bald geklärt ist, bald muss ich wieder Miete zahlen #zitter

                            und danke nochmal für eure Hilfe :)

                            Wenn du das schaffst, dann ja. Sollten die dir nicht helfen können, dann gleich zum Anwalt oder wenn dir dafür das Geld fehlt, zum Arbeitsgericht und Klage einreichen.

Natürlich bekommst du das Geld rückwirkend.

      • Die Erklärung ist ganz einfach:

        Voraussetzung für ein BV ist Arbeitsfähigkeit. Ein BV kann keine AU einfach so ablösen.

        Und in deinem Attest steht es ja schwarz auf weiß drin, dass Du arbeitsunfähig bist. "Aufgrund der Psychischen Stärung in Verbindung mit der Schwangerschaft ist die Pat nicht arbeitsfähig(!!!), es ist deshalb aus psychiatrischer Sicht ein Beschäftigungsverbot auszusprechen''

        Daher kann die Psychiaterin dir nur weiter eine AU ausstellen, das BV kann nicht abgerechnet werden.

Müsstest du für ein BV nicht grundsätzlich arbeitsfähig sein? Meines Wissens nach geht eine Arbeitsunfähigkeit immer vor ein BV. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    • Das stimmt. Arbeitsfähigkeit ist Voraussetzung. Und die liegt hier nicht vor.

      Man kann nicht eine jahrelang vorausgegangene AU per Schwangerschaft in volle Lohnfortzhalung umschreiben per BV. Das geht einfach nicht. Die Schwangerschaft ist ja nicht der Grund für die AU, sondern die psychische Langzeiterkrankung, die immer noch vorliegt.

      • Meine Krankenkasse hatte mir empfohlen das zu machen mit dem BV, weil es gegenüber der Krankschreibung Vorteile hätte. Ich habe das daraufhin natürlich gemacht, die KK kennt sich ja auch mit meiner Geschichte aus , frage mich also wieso mir die das dann empfohlen haben... Hätte ich das gewusst wäre ich direkt einfach beim Krankengeld geblieben..

        • "Meine Krankenkasse", das sind auch nur einzelne Sachbearbeiter bestimmter Abteilungen, die eine Masse von Fällen auf dem Schreibtisch haben. Zum BV zu raten, war ja gut gemeint, aber wenn die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen, dann ist es dumm so was zu raten. Ich bin sicher, dass bei den Krankenkassen viele Mitarbeiter mit ganz wenig Sachkenntnis zum MuSchG arbeiten. Besonders in der Umlage 1, wo sie die Kosten abdrücken wollen.

Hallo!

Es gibt hier scheinbar exterm viel Halbwissen...

Der Fall ist eigentlich sehr einfach:

Eine BV ist eine Maßnahme, und die Gesundheit einer werdenden Mutter und deren Kind bei einer potentiellen Gefährdung durch die Erwerbstätigkeit zu schützen.

Nun, du bist aktuell ja aber nach deiner Aussage gar nicht erwerbstätig, sondern arbeitsunfähig. Entsprechend kann man eine BV zwar schreiben, sie greift aber gar nicht.

Es ist explizit nicht mögliche eine AU durch eine BV zu "heilen" und der schwangeren dadurch höhere Einkünfte zu ermöglichen. Eine zwingende Voraussetzung für ein wirksames BV ist eine aktuelle Arbeitsfähigkeit der betroffenen.

Daran können auch Anwälte nichts ändern .....
In Folge war die Einstellung des KG durch die KK falsch und ist zu korrigieren.

Top Diskussionen anzeigen