Unbezahltes Praktikum vor evtl. Arbeitsantritt

    • (1) 23.05.18 - 22:31

      Hallo zusammen,

      ich bin auf Jobsuche und hatte heute mittag ein Vorstellungsgespräch. Mir wurde eine unbezahltes Praktikum für eine Woche mit, bei Erfolg, einem anschließenden Arbeitsvertrag angeboten.

      Als ich nach der Bezahlung im festen Arbeitsverhältnis fragte, zuckte mein Gegenüber mit den Achseln und sagte, das müsse ich dann mit der Chefin besprechen.

      Es handelt sich um eine Teilzeitstelle im Büro eines kleinen Postdienstleisters.

      So ganz behagt mit das nicht, was sagt Ihr denn dazu?

      LG
      bruchetta

      • Laut Mindestlohngesetz gibt es kein unbezahltes Praktikum mehr (und wenn dann nur noch in ganz bestimmten Ausnahmefällen).
        Einen Tag okay aber eine ganze Woche hört sich ehrlich gesagt nicht sehr seriös an. Zudem ich wissen wollte was ich verdienen würde bevor ich da zum Praktikum auftauche..

        Also ich finde erstmal müssten die Konditionen insgesamt klar sein, dann kann man sicher ein paar Tage Probearbeit vereinbaren. Aber „unbezahltes Praktikum“ ist schon der falsche Begriff und ich finde auch das falsche Motiv. Du musst jetzt schon wissen, ob du zu den Konditionen überhaupt anfangen würdest und die müssen jetzt schon denken „ja, das könnte die richtige sein“. Sprich: Ich würde auch erst ein paar Tage probearbeiten, wenn ich einen Entwurf von Arbeitsvertrag hätte, wüsste wann es genau losgehen soll, etc. Ich würde da nochmal anrufen und das detaillierter besprechen.

        Hallo!

        Wie viele Leute braucht man als unbezahlte Praktikanten oder Probearbeiter, um zwei Wochen Pfingstferien zu überbrücken?

        Hier gibt es so eine Firma, die wundersamerweise IMMER kurz vor den Ferien Personal sucht und immer mindestens eine Woche probearbeiten lässt. Seltsam, was? Mach die seit locker 10 Jahren so.

        Sorry, aber deine Fähigkeiten kann man normalerweise schon nach wenigen Stunden beurteilen. Allerhöchstens 1-2 Tage, und die sollten schon bezahlt werden. Wäre auch vom Mindestlohngesetz her verpflichtend.

        so klingt es echt eher nach einer billigen Urlaubsvertretung.

        • (5) 24.05.18 - 09:38

          Wir haben hier im Ort einen Einzelhändler (Florist); der hat nun schon die zigste Praktikantin die er „ggf in. Ausbildung übernehmen will“. Die Mädels bleiben Monate, der Knaller war mal ein ganzes Jahr. Natürlich ohne Bezahlung. Schließlich habe er ja den Aufwand sie anzuleiten, da ist Bezahlung wirklich nicht gerechtfertigt. ^^

      Hallo! Eigentlich darf es ja außerhalb eines Studiums keine unbezahlten Praktika mehr geben. Daher würde ich das mal als Probearbeiten ansehen und das würde ich evtl. schon machen, allerdings, wenn es unbezahlt ist versuchen auf zewi-drei Tage zu kürzen und das ganze würde ich auch nur nach Absprache mit der Chefin machen. Ich meine ob sich dich tatsächlich nehmen wird sie dir wohl nicht sagen, aber man wird ja wohl mal die Auskunft bekommen können, wie die Arbeistbedingungen da generell so sind, sprich, was man verdienen kann. Das ist ja nun mal essentiell und ich finde das ehrlich gesagt schon frech, dass man dir das in dem Gespräch nicht sagenkonnte. Da würde ich vorher definitiv nochmal nachhaken !

    • Ich denke, dass der Arbeitgeber kurzfristig eine günstige Arbeitskraft benötigt, weil ein Engpass herrscht.

      Ein Tag hospitieren ist okay, finde ich in der Verwaltung aber auch schon ungewöhnlich.

      Ich würde es nicht machen, aber wahrscheinlich sagt man dir eh noch im Voraus ab, weil du gefragt hast, wie die Konditionen bei Einstellung sind. Eine ernsthafte Einstellung erwägt dieser Arbeitgeber meines Erachtens nicht. Im Übrigen sind kleine Postdienstleister selten seriös.

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