Hat jemand Rat zu BV?

    • (1) 28.05.18 - 00:28

      Hallo, ich versuche es mal kurz zu halten und brauche einen Rat.

      Ich bin seit einem Jahr wegen Burnout krank geschrieben. Eigentlich wollt ich Ende Juni kündigen, weil es einfach kein Zustand mehr ist und ich wollte einfach wieder neu anfangen. Nun sagt mir mein Umfeld ich sollte auf keinen Fall kündigen und mir ein BV geben lassen. Ich Weiss nicht was ich machen soll? Den Arbeitsplatz kann ich ja jetzt nicht einfach wieder aufnehmen, das waere mein psychischer Untergang alleine der Gedanke zieht mich extrem runter.
      Zumal der Auslöser vor einem Jahr eine Schwangerschaft war, dass sie mobberei angefangen hat.. Die Sorge war eher das ich so schnell nicht wieder schwanger werde... Das ich den Arbeitsplatz kündige und mir was neues suche, hat mich echt mega befreit, auch das hat mich viel Zeit gekostet. Aber wenn ich mich so durchlese, habe ich wohl kaum eine Chance auf ein BV.
      Was meint ihr, sollte ich ggf. Doch meinen unbefristete Platz kündigen? Meine letzte Schwangerschaft 2016 hat sich mit grosser Wahrscheinlichkeit wegen der Arbeit verabschiedet. Ich hatte am Arbeitsplatz dann einen Nervenzusammenbruch.
      Brauche einen Rat!

      • Hallo,

        Erstmal tut mir das sehr sehr leid was du durchgemacht hast, ich weiß genau wie das ist, mir ist haargenau das gleiche damals passiert.

        Zu dem Thema BV war das bei mir so, dass ich meiner FA ( hatte in der Schwangerachaft eine neue) von Anfang an erzählt habe was Sache ist. Ich war damals auch in einer Klinik in Behandlung wegen des burnouts, sprich es wurde alles protokolliert inklusive das Thema Fehlgeburt und Mobbing am Arbeitsplatz wegen Schwangerschaft.

        Meine FA hatte vollstes Verständnis aber bat mich darum vorher meinem AG von meiner Schwangerschaft zu berichten. Dies tat ich auch und im Anschluss daran bekam ich mein „Individuelles Beschäftigungsverbot“.

        An deiner Stelle würde ich das gleiche machen, wenn das Arbeiten dort für dich in der Schwangerschaft unzumutbar ist dann nimm ruhig Gebrauch von deinem Recht und kündige bloß nicht! Das kannst du im Anschluss immer noch tun.
        Erzähl deiner FA davon und wenn das alles bei dir auch protokolliert wurde dann leg ihr auch ruhig die Akte vor.

        Ich wünsche dir alles alles Gute und viel Kraft!

        Lg zina

        • Danke Zina! Ja ich war ebenfalls teilstationär und habe auch zum Glück den Arztbrief in Kopie. Ebenfalls würde meine Therapeutin eine Empfehlung für ein BV schreiben. Mein Mann kann meine Sorge nicht verstehe, er sagte du kannst doch nie im Leben wieder da arbeiten und niemand kann dich unter diesen Umständen in den Job schicken. Nun ja, ich habe viel ueber Büroarbeit gelesen und es gibt kaum Ausnahmen für ein BV. Es steht auch oft, man sollte sich schnell was neues suchen und dann beim Vorstellungsgespräch lügen. Ich kann sowas aber nicht, ich werde jetzt total bestraft dafür das mich die Arbeit in diese Situation gebracht hat. Und wenn ich Lüge, wie lange habe ich denn nach dem Mutterschutz in der neuen belogenen Firma zu überleben?! Der ganze psycho Salat ist vorprogrammiert. Es kann doch nicht sein das eine Psychische Erkrankung so viel Ärgerund Stress mit sich bringt was ein BV angeht. Ich möchte nichts geschenkt bekommen oder etwas erschleichen aber so langsam bin ich echt sauer. Da kann man ja auch den Gedanken fassen, die Schwangerschaft abzubrechen - wenn man immer nur einstecken darf. Ich bin überglücklich das es geklappt hat, es hat auch 1,5 Jahre gedauert. Muss jetzt Heparin spritzen was mich auch schon an die Grenzen meiner Nerven bringt.

          • Hallo nochmal,

            Ich arbeite auch in einem Büro und meine FA meinte, dass Mobbing in solch einem Ausmaß durchaus ein Grund für ein BV ist. Vor allem dann, wenn es offensichtlich (war ja bei dir in der Vergangenheit so) etwas mit der Schwangerschaft zu tun hat!

            Ich würde auf keinen Fall einen neuen Job suchen, dort lügen und wieder auf der Abschussliste stehen. Das bringt dir nichts weiter als Stress. Ich glaube dir auch, dass du dir nichts erschleichen willst, ich weiß genau wie schlimm und belastend es ist, man denkt sich dann: oh nein wenn ich mir das jetzt doch antue und arbeiten gehe und irgendwas passiert mit dem Baby verzeihe ich es mir nie. Und am Ende dankt dir das sowieso keiner !

            Es hat 1,5 Jahre gedauert sagst du, dann riskiere nichts in einem Job bei dem man dich mobbt und seelisch zerstört.

            Sprich nochmal mit deiner FA und erkläre ihr das alles ausführlich und bring ihr den Arztbrief etc. sie wird das hoffentlich sicher verstehen und dich rausnehmen.

            Viel Glück wünsche ich dir und lass dich nie unterkriegen, denk immer an dein Wohl und das deines Kindes :)

            • (5) 28.05.18 - 09:18

              Was mal war zählt leider nicht, wurden die sie jetzt mobben wegen der SS Ware es was anderes

              Aber sie ist nicht arbeitsfähig und hat somit kein Recht auf ein BV.

        (6) 28.05.18 - 07:27

        Da du schon 1 Jahr lang krank geschrieben bist, wirst du kein BV bekommen. Dafür müsstest du arbeitsfähig sein und das bist du so ja definitiv nicht. Deine Ärztin kann dich in diesem Fall nur weiter krank schreiben, eine andere Möglichkeit gibt es für dich zur Zeit leider nicht. Wenn du dann 78 Wochen voll hast mit Krankengeldbezug, wird dich deine KK drei Monate vorher anschreiben, dann musst du dich zum Auslaufen des Krankengeldbezuges arbeitslos melden. Von der finanziellen Seite her ändert sich dadurch fast nichts. Auf keinen Fall solltest du selber kündigen, dass ist das Schlechteste, was du in deiner Situation tun solltest. Dein AG kann dir so überhaupt nichts anhaben...auch wenn du nicht wieder in diese Firma zurückmöchtest. Schöpfe erst das Krankengeld aus, danach melde dich arbeitslos - dann kannst du immer noch in Ruhe überlegen nach der Geburt deines Babys, wie es beruflich weitergeht bei dir. Ein BV wirst du in zum jetzigen Stand der Dinge nicht bekommen...ich wünsche dir alles gute und Kopf hoch 👍 es gibt immer eine Lösung , liebe Grüße

      • (7) 28.05.18 - 09:19

        Dann hast du vielleicht Glück gehabt. Rechtens ist ein BV, wenn die Frau vorher nicht arbeitsfähig war leider nicht. Da gibt es eigentlich nur eine Dauer AU

    Du kannst dich doch einfach weiterhin krank schreiben lassen oder sehe ich das falsch? Rechtlich dürftest du wegen dem burnout nicht krank geschrieben werden -denn das ist nicht (durch diese) Schwangerschaft bedingt. Tut mir leid, aber da hab ich auch echt wenig Verständnis,.. wenn du schon eh lang zuhause bist, wieso dann jetzt plötzlich das bv? Krank ist krank !
    Das scheint dann ja lediglich finanzielle Gründe zu haben. Bist du krank wirst du krank geschrieben. Fertig.
    Lg Bien mit Babymädchen 34+4 💕

    • (9) 28.05.18 - 06:20

      Blöde Geschichte...aber da muss ich meiner Vorschreiberin recht geben... für ein BV müsstest du arbeitsfähig sein. Das bist du ja aber seid einem Jahr eben nicht. Die Krankenkasse würde da schon hintersteigen, wenn du jetzt ein BV bekommen würdest.
      Voraussetzung ist eben, dass man eigentlich arbeiten könnte..

Dein Umfeld ist kein guter Ratgeber.

Für ein BV muss man arbeitsfähig sein und die Erkrankung muss im ursächlichen Zusammenhang mit der Schwangerschaft stehen.

Wenn du jetzt ein BV vorlegst, kann dir das passieren, was eine andere Schwangere auch erlebt hat. Die Krankenkasse hat die Krankengeld Zahlung eingestellt und der AG hat auch nichts gezahlt, zu Recht, weil es sich um eine Langzeiterkrankung handelte und keine Arbeitsfähigkeit gegeben war. Am Ende hatte sie dann gar keine Einnahmen mehr.

Wenn dir die Arbeit so viel Kummer macht, dann trenne dich von ihr. Und suche dir etwas anderes.

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