3 Kugeln Eis als Aufmerksamkeit

    • (1) 30.05.18 - 13:40

      Hallo zusammen,
      Ich hätte mal ne Frage.
      Und zwar ist bei uns im Geschäft aktuell eine ziemliche Unruhe.
      Ich arbeite in einem Pflegeheim zu dem auch ein Cafe gehört.
      In diesem wollte sich eine Arbeitskollegin 3 Kugeln Eis können😉...woraufhin die Angehörige eines Bewohners gerne den zu zahlenden Betrag auf sich nehmen wollte.
      Die Kollegin sie zu diesem Zeitpunkt im Cafe gearbeitet hat,hat einen riesigen Aufstand getätigt das es nicht gehe da es nicht gestattet ist Geschenke anzunehmen.
      Jetzt haben wir eine schriftliche Anweisung bekommen das es gesetzlich festgelegt ist das Einzelpersonen keine Geschenke annehmen dürfen. Wir reden hier von 3 Kugeln Eis🙈. Ich war der Meinung mal irgendwo gelesen zu haben das alles bis 5 € ok ist.
      Kann mir dazu jemand genau info geben?
      Danke im voraus

      Es ist richtig, dass der Arbeitgeber Regeln dafür festlegen kann, auch die Regel, dass absolut nichts angenommen werden darf. Das ist z.B. oft im Staatsdienst so.

      Bei uns gibt es eine 30€ Regel.

      Du hast aber völlig recht, der Gegenwert von 3 Kugeln Eis ist wirklich lachhaft und in dem Fall hätte man wohl nur den Einladenden verunsichert. ABER, wenn es der AG so will ist es zu befolgen!

    Der Beitrag wurde ausgeblendet Der Beitrag wurde von den Administratoren ausgeblendet.

  • Meines Wissens ist alles bis zu einem Warenwert von 10 Euro KEINE Bestechung.

    Letztlich ist es aber völlig egal - wo kein Kläger da kein Richter.

    Ich hab schon für Kunden gearbeitet wo ein Aufstand gemacht wurde, wenn einem ein KEKS gereicht wurde an der Rezeption als Aufmerksamkeit und der Spruch kam mit "Bestechung" und ich nur zu meiner Kollegin meinte "Die Chefs sind doch nur pissig, weil den Grattlern keiner nen Keks geben will! Als ob irgendwer seine Arbeitsrichtlinie wegen nem KEKS (in deinem Fall ein paar Kugeln Eis) missachtet."

    Bei nem anderen Kunden hab ich als Rezeptionistin ebenfalls Präsente zu Weihnachten bekommen wie die Assistentinnen oder GF und ich DUFTE aus Sicht der Kunden annehmen. Meinem AG war das egal, zumal ers auch nicht hätte prüfen können - wie auch? Wo kein Kläger da kein Richter. Wir durften nur kein Geldwert annehmen. Aber Sachgeschenke nach Ermessen der Kunden. Und bei dem einen Kunden hab ich von hochwertigem spanischen Seranoschinken eingeschweist in Portionen von nen Delikassengeschäft aus Spanien, zu Wein (den hab ich immer weiterverschenkt weil ich hasse Wein), Weihnachtskalender oder auch schon ne Smartwatch geschenkt bekommen sowie Tafelweise Essen von Catering von Veranstaltungen wenn was über geblieben ist.

    Letzlich ist es aber Ermessenssache vom AG. Der setzt fest ob Geschenke angenommen werden dürfen und bis zu welchem Rahmen.

    Die einen sagen generell nein - die anderen bis 10 Euro und andere bis 50 Euro und wieder andere haben kein wirklich kommuniziertes Limit. Insofern das klar kommuniziert wurde, darf man in dem Fall auch das Eis nicht annehmen. Auch wenns menschlich betrachtet korrinten kackendes missgünstiges Neidhammel-Idiotengetue von Vorgesetzten und in dem Fall der Kollegin ist.

    Die Bewohner des Altenheims sind in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Pflegepersonal und solche kleinen Geschenke könnten einreißen. Da ist auch schon in der Vergangenheit viel schlimmes passiert.

    Im öffentlichen Dienst ist genau definiert, was man annehmen darf. Das geht bis zu einem gewöhnlichen Arbeitsessen, dann ist aber die Grenze erreicht.

    Du kannst doch deiner Kollegin die 3 Kugeln Eis schenken, laß die Bewohner und Patienten außen vor.

Da fällt mir wieder der Beitrag weiter unten ein, in dem es um Trinkgeld geht.

Meiner Meinung nach verdient jemand, der in der Pflege arbeitet eher Trinkgeld oder andere Aufmerksamkeiten, als jemand, der mir die Haare schneidet oder nen Cappuccino serviert.

Aber das ist wohl Ansichtssache.#zitter

  • >>Aber das ist wohl Ansichtssache.#zitter<<
    Bei einem Teil von Pflegern, die ich kennen gelernt habe, müssten die noch etwas drauf zahlen. Aber das ist wohl in jedem Beruf so mit den schwarzen Schafen ;-)

    • Ja, solche musste ich auch schon kennen lernen. Die gibts sicher auch in jeder Einrichtung. Genauso wie es wahrscheinlich in jeder Firma irgendwo ein A......och gibt. Eh klar.

      Zum Thema "sich blöd vorkommen, wenn man was ausgegeben bekommt".....
      Klar, das ist auch Ansichtssache. Kämst du dir auch blöd vor, wenn du Bedienung wärst und Trinkgeld bekämst?

      • >>Kämst du dir auch blöd vor, wenn du Bedienung wärst und Trinkgeld bekämst?<<
        Wahrscheinlich nicht. Ich gebe aber auch nichts, wenn die Bedienung nicht gut war ;-)
        In der Pflege sehe ich das etwas anders. Hier ist ja zwangsläufig der kranke, alte Mensch im Vordergrund, der auch sehr leicht ausgenutzt werden kann und wenn es da eine klare Regelung gibt, dann ist das schon in Ordnung. Meine Oma hat auch Schuhe und Kleidung verschenkt, das geht einfach nicht.

Hallo,

ich finde die Regelung vollkommen in Ordnung.
Als meine Oma im Heim war, hat sie auch gern "geschenkt" und zwar so viel, daß es nicht mehr tragbar war und genommen wurde es auch. Also, wo fängt man an und wo hört man auf? Dann lieber ein komplettes Verbot. Und mal unter uns, mir wäre es peinlich, würde mir ein Patient etwas ausgeben wollen.

LG

Es ist ja nicht nur der Wert des Geschenks zu betrachten, sondern auch die Nachricjt, die dahintersteckt.
Bestechung?
Bevorzugung bestimmter Personen?
Ansehen der Institution
etc.

Ich finde ein Verbot völlig in Ordnung. Da es ja scheinbar ein so geringer Betrag ist, kann man sich das Eis auch selbst kaufen 😉

Top Diskussionen anzeigen