Weiterfinanzierung bei auslaufendem Vertrag

    • (1) 31.05.18 - 20:56

      Hallo,

      ich habe folgende für mich ausgesprochen wichtige Frage und hoffe auf Eure Erfahrungen.

      Ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum 31.01.2019. Sollte ich schwanger werden, werde ich nicht verlängert. Wie kann ich meine Finanzierung optimieren. Schwanger wird mich ja ohnehin niemand mehr einstellen.

      1. Wie wäre es wenn ich beispielsweise am 30.01.2019 krankgeschrieben werden würde. Ein normaler Arbeitnehmer bekommt dann trotz ausgelaufenem Vertrag weiterhin Krankengeld von der Krankenkasse. Gilt das auch für Schwangere und wenn ja, zählt es als Lohnersatzleistung und somit nicht ins Elterngeld?

      2. Hat jemand Erfahrung mit individuellem Berufsverbot? Bin Krankenschwester und würde sicherlich eins bekommen. Wie ist es da am Ende des Vertrags?

      Gibt es irgendwelche Tricks, wie man noch eine Weile das Alg 1 herauszögern kann. Hätte doch extreme finanzielle Einbußen, wenn ich nur 6 statt 12 Monate Gehalt angerechnet bekäme : (

      • Wenn ein befristeter Vertrag nicht verlängert wird, läuft er aus und das Arbeitsverhältnis ist beendet. Da spielt es leider überhaupt keine Rolle ob man krank oder schwanger ist oder ein BV hat. Beim Elterngeld wird das Einkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt genommen. Der Mutterschutz wird raus gerechnet und dafür weiter zurückliegende Monate genommen. Genauso ist es wenn das Einkommen wegen schwangerschaftsbedingten Erkrankungen gemindert wird. Wenn du also über 6 Wochen krank geschrieben bist und Krankengeld bekommst.

        (3) 31.05.18 - 21:41

        Als Krankenschwester bekommst du schon mal kein individuelles, sondern wenn dann ein BV vom AG. Und auch das ist nicht sicher, gerade als Fachkraft kannst du prima Akten schreiben. Somit nix mit BV.

        Und wie schon gesagt, Vertrag beendet heißt leider auch genau das.

        Warum wird dein Vertrag bei einer Schwangerschaft nicht verlängert?
        Der Arbeitgeber darf dich wegen einer Schwangerschaft Nicht schlechter stellen. Er soll lediglich seine Arbeitsleistung bewerten!
        Sollte die Schwangerschaft ein Grund sein warum du nicht verlängert wirst, dann kannst du dagegen angehen ;)

        • (5) 31.05.18 - 22:10

          Weil der Vertrag schon vor der Schwangerschaft befristet war, steht doch oben klar im Text. 😊

          • Ja, aber sie sagt weiter „...wenn ich schwanger bin, werde ich nicht verlängert“. Also ist der Vertrag an sich anscheinend befristet mit Möglichkeit der Verlängerung, aber eben nicht wenn sie schwanger ist.
            Das ist diskriminierend und darf so nicht sein. Du könntest in dem Fall klagen. Aber dazu musst du nachweisen, das der Vertrag deswegen nicht verlängert wurde, und das ist schwer.

            • (7) 31.05.18 - 22:25

              Ja ok, aber nur, wenn sie auch schriftlich hat, dass er verlängert werden würde.

              Sonst ist alles nur hören sagen etc

              • Nein, sie muss das nicht schriftlich haben, sondern nur stimmig belegen können - wenn z. B. alle anderen MA verlängert wurden/werden, müsste der AG schon sehr gut begründen können, warum das ausgerechnet bei einer schwangeren MA nicht passiert.

                • Es gibt wohl kaum einen AG der eine Schwangere verlängert oder einen unbefristeten Vertrag ausstellt. Um einen Vertrag auslaufen zu lassen muss man keine Gründe angeben und der AG wird ja nicht so blöd sein und ihr schriftlich mitteilen, dass sie aufgrund der Schwangerschaft nicht verlängert wurde.

                  Eine Klage wäre vergebene Mühe. Man kann es nicht beweisen und dem AG werden dann schon Gründe einfallen, weswegen man den Vertrag nicht verlängert hat.

                  • Aber selbstverständlich gibt es das! Beides!

                    Er muss es ihr nicht schriftlich geben, es gibt auch andere Indizien, die wurden in der Diskussion auch schon erwähnt.

                    Sie muss ja auch nicht gleich klagen - vielleicht genügt - sollte es wirklich so sein, dass andere MA verlängert/entfristet werden und nur sie nicht oder es gibt irgendwelche Belege, dass eine Verlängerung angekündigt wurde - den AG darauf hinzuweisen, dass das, was er vor hat, nicht okay ist.

                    • Schön wenn es noch solche Wohltäter unter den AG gibt, aber das ist ja wohl eher die Seltenheit.

                      Von den anderen Indizien habe ich auch gelesen, aber es sind eben nur Indizien und keine Beweise. Einen Vertrag zu verlängern oder eben nicht gibt immer sehr viel Spielraum für Interpretationen.
                      Eine sehr positive Bewertung welche man vorab erhalten hat, könnte hilfreich sein, aber auch nur wenn ich mir die Bewertungen von den anderen Kollegen ansehe, die ebenfalls einen befristeten Vertrag haben. Wenn die Bewertungen sich ähneln, seh ich da keine Chance. Und selbst wenn 4 von 5 verlängert werden und nur sie nicht, dann kann das betriebliche Gründe haben, Budgetkürzungen oder sonst was. Es gibt Millionen Gründe gute oder sehr gute MA nicht zu verlängern, wenn man jemanden los werden will und da hilft einem der Hinweis darauf, dass es nicht OK ist auch nichts, weil man es beweisen müsste.

                      Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass man in manchen Branchen männliche Bewerber in einem gewissen Alter vorzieht, weil diese nicht "Gefahr laufen" schwanger zu werden.

                      Aber die Fragestellerin ist ja noch dabei schwanger zu werden und ich hoffe, dass es bald klappt! Wenn ihr es schon lange versucht geht deine Familie definitiv vor, aber um den auslaufenden Vertrag wirst du wahrscheinlich nicht drum herum kommen :(
                      Je nachdem mit welchen Patienten du arbeitest könnte man es ja noch geheim halten, wenn es keine Risikoschwangerschaft ist :/
                      Mir hat man zum Beispiel in den ersten 4-5 Monaten gar nichts angesehen bzw. dachten die anderen wahrscheinlich ich bin nur etwas dicker geworden :) Ich hatte auch sonst keine Schwangerschaftsanzeichen, aber das weiß man leider vorab nie - nur ein Gedanke, dass man die Ankündigung der Schwangerschaft noch etwas hinauszögern könnte. Aber das musst du natürlich einschätzen, im medizinischen Bereich kenne ich mich nicht aus.

                      • "Von den anderen Indizien habe ich auch gelesen, aber es sind eben nur Indizien und keine Beweise. Einen Vertrag zu verlängern oder eben nicht gibt immer sehr viel Spielraum für Interpretationen.
                        Eine sehr positive Bewertung welche man vorab erhalten hat, könnte hilfreich sein, aber auch nur wenn ich mir die Bewertungen von den anderen Kollegen ansehe, die ebenfalls einen befristeten Vertrag haben. Wenn die Bewertungen sich ähneln, seh ich da keine Chance. Und selbst wenn 4 von 5 verlängert werden und nur sie nicht, dann kann das betriebliche Gründe haben, Budgetkürzungen oder sonst was. Es gibt Millionen Gründe gute oder sehr gute MA nicht zu verlängern, wenn man jemanden los werden will und da hilft einem der Hinweis darauf, dass es nicht OK ist auch nichts, weil man es beweisen müsste."
                        Falsch, in der Regel muss der AG dann beweisen, dass der Grund nicht die Schwangerschaft war.

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