Hat jemand Erfahrung mit einem Fernstudium "soziale Arbeit"?

    • (1) 20.06.18 - 14:50

      Hallo!

      Frage steht oben.
      Zu mir: Ich arbeite seit ca. 3 Jahren in der Kinder-und Jugendhilfe (gerade auf 30 Stunden/woche reduziert), bin verheiratet, 4 Kinder (16, 13, 10, 7).

      Ich überlege als Fernstudium (Präsenztage immer samstags), es gibt Online Seminare, Workbücher usw. Ich arbeite (jetzt) im Schichtdienst (Spätdienste, Nachtdienste) und das einzurichten im Dienstplan ist kein Problem. Zuhause ist auch soweit alles organisiert. Mein Mann arbeitet zwar sehr viel, kümmert sich dennoch morgens und abends um Kinder und Haushalt, wenn ich arbeite.

      Ich habe schon Infomaterial und um einen Beratungstermin gebeten, würde mich trotzdem über persönliche Erfahrungen freuen. Wieviel muss man lernen, wieviel Zeit wirklich aufwenden usw?
      Danke,
      Sportskanone

      • Als erste Fragen würde ich immer stellen, was kostet das, welchen Abschluss kann ich machen und inwiefern bringt es mich fachlich und auch beim Einkommen im Job weiter?

        (3) 20.06.18 - 16:22

        Also ich habe neben einer Vollzeitstelle Gesundheits--und Sozialmanagement studiert.
        Das war wirklich eine harte Zeit, kaum Freizeit und Zeit für Entspannung.

        Denn, gerade ein Fernstudium ist deutlich teurer und bei mir war es so, dass nach Ablauf der Regelstudienzeit die Kosten um 100 Euro pro Monat anstiegen auf einmal.

        Meine Tochter macht gerade ein Fernstudium an einer Londoner Uni: Wirtschaft und Management. Darüber könnte ich Dir mehr Informationen holen.

      • Hallo!

        Ich studiere Bildungswissenschaft an der Fernuniversität Hagen. Ist keine soziale Arbeit, aber wesentlich kostengünstiger, ich komme auf 331€ pro Semester bei Vollzeitpensum, bzw 171€ Teilzeitpensum. Teilzeit benötigt ca. 10-15 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche, Vollzeit das doppelte, Abweichungen von ein paar Stunden je nach eigenem Tempo kommen vor, aber so als Richtwert.

        Der Anspruch ist der eines Universitätsstudiums. Man schlägt sich also schon mit Theorien herum, muss Statistik pauken und viel lernen. Dafür muss ich nur zu Klausuren in eine Uni in der Nähe und sonst geht alles per Post und online. Für mich perfekt, weil es gut mit der Arbeit zu verbinden ist.

        Soziale Arbeit hat einen verwandten Themenkreis, aber es ist nicht dasselbe, du müsstest also schauen, ob das bei dir passt, in Sachen Tätigkeit danach und Theorielastigkeit, aber es ist halt wesentlich günstiger und flexibler. Ich kann halt problemlos den Samstag frei machen, und dafür unter der Woche mehr machen. Mir ist das wichtig und ich mag es theoretisch. Passt halt nicht für jeden.

        Nur Mal als Alternative, die Studiengänge Soziale Arbeit sind ja echt teuer.

        • Haha, ich bin gerade in den letzten Zügen meiner BA in Bildungswissenschaft an der FU Hagen :D

          Also das Fernstudium in Hagen ist sehr "frei". Es gibt Kommilitonen, die pauken regelmäßig übers Semester. Aber es gibt auch einige, die 5 vor 12 Bulimie-lernen.
          Vorteil: komplett freie Zeiteinteilung. Ich arbeite 20 Std / Woche und studiere am WE. Hab ja auch 2 Kinder.
          Nachteil: viel viel Eigendisziplin oder eine gut mitreißende Lerngruppe zum durchhalten notwendig.

          80000 Studenten, allerdings eine Abbrecherquote von 70-80%.

          Ich frage mich seit einiger Zeit, was ich gerne studiumstechnisch anschließen möchte....

          • Das ist ja cool! Ich stehe noch ziemlich am Anfang, drittes Modul.
            Für "danach" würde mir ja der Master in Soziologie gefallen.

            Ich lerne auch über das Semester verteilt und bin in 2-3 Online-Lerngruppen aktiv, das hilft sehr. Mir hilft es, dauernd dran zu bleiben und ich finde es auch wirklich interessant, da muss ich mich gar nicht so wirklich zwingen - und wenigstens so weit wie die anderen aus der Lerngruppe muss man ja immer kommen.

            Übrigens haben Präsenzunis auch Abbrecherquoten um die 50%. Damit ist die Differenz nicht mehr so groß wie man anfangs dachte, wo auf einmal von der WhatsApp-Lerngruppe nur noch 3 von 10 übrig waren - aber die hatten halt auch gedacht, dass man einfach so auf dem Sofa mit Stillkind an der Brust lernen kann, das war klar, dass es nicht geht. Oder sie dachten, das Bulimie-Lernen würde zu guten Noten führen, aber dann waren halt doch Lücken in der Größe von Scheunentoren vorhanden.


            Auf jeden Fall super, und nur das beste für die heiße Phase!

      Wichtig bei der sozialen Arbeit ist die staatliche Anerkennung. Die gibt es bei einigen FHs bereits durch ein Praktikumsemesters während des Studiums, in anderen Fhs muss man nach dem BA noch ein Anerkennungsjahr anhängen.

      Wie ist das bei Fernstudium geregelt?

      LG

      • Das geht über 8 Semester und schließt mit stastlicher Annerkennung, soziale Arbeit/sozial Pädagogik B.A. ab.
        Im Semester hat man 10-12 Samstags-Präsenztage und Prüfungen finden in der eingeschrieben FH statt.
        Ich habe gestern ein Gespräch und einige Dinge gefragt. Für mich klingt das schon ideal, weil die Fh nah dran, ich 30 30 Stunden/Woche arbeite u 4 Kids.

    Hallo, welche Ausbildung hast Du jetzt, da Du ja schon in der Jugendhilfe arbeitest?
    Welche Tätigkeit möchtest Du künftig ausüben? Ginge das evtl. auch im Quereinstieg?
    Kommt ein Präsenzstudium, evtl auch Teilzeit oder Abendstudium, überhaupt nicht infrage?
    Für bestimmte Tätigkeiten in der Sozialarbeit reicht ein Bachelor nicht. Da wird Master bzw Diplom verlangt und die staatliche Anerkennung.

    Viele Grüße!

    • Bei meinem Arbeitgeber reicht der Bachelor. Allerdings wird Wert auf Praxiserfahrung gelegt. In Fall der TE, die ja schon in der Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, kann ich mir das gut vorstellen. Nur eben nicht fit jeden.

      Ich habe berufsbegleitend (kinderlos) noch zwei Jahre den Fachwirt im Fernstudium gemacht und es war mega anstrengend. Will wohl überlegt sein.

      LG
      Muriel 🐇

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