Kollegen kommen mit SS nicht klar

    • (1) 21.06.18 - 21:09

      Hallo zusammen,

      ich bin jetzt in der 15. SSW. Leider habe ich im ersten Trimester insgesamt 5 Wochen im Job gefehlt. Ich war 2x 2,5 Wochen krank geschrieben.

      Das erste Mal wegen starken Kreislaufproblemen und extremer Übelkeit. Das zweite Mal weil ich von der langen Sitzerei - ich arbeite im Büro - und dem ganzen Stress einen harten Bauch bekommen habe und starke ziehende Schmerzen. Da ich im Januar erst eine Fehlgeburt hatte gehen meine FA und ich auf Nummer sicher und sie schreibt mich immer gleich krank. Sie hatte mir gerade für die zweite Krankschreibung empfohlen viel zu laufen und zu liegen und zu entspannen.

      Mein Mann und ich waren dann an einem Samstag Mittag zusammen unterwegs und mich hat wohl eine Kollegin gesehen. Daraufhin ist sie Montag ins Büro und hat jedem der zugehört hat erzählt ich wäre zur größten Hitze in der Sonne rumgelaufen und ich hätte wohl keine Beschwerden weil ich gesund ausgesehen habe. Sie wusste zu dem Zeitpunkt schon dass ich schwanger bin. Die anderen nicht.

      Jetzt arbeite ich seit Montag wieder. Die Symptome sind schon wieder wie vor der Krankschreibung und hinzu kommt nun dass ich von allen nur blöd angemacht werde. Sie seien alle von mir enttäuscht dass ich sie bei der aktuellen stressigen Situation im Stich gelassen hätte und sie meine Arbeit mitmachen mussten.

      Sie wissen inzwischen alle dass ich schwanger bin. Dass war das erste was ich Montag morgen gemacht habe.

      Die Betriebsärztin hat dem AG nun eine Arbeitsplatzgefährdungsbeurteilung gemacht und empfiehlt definitiv den Stress rauszuholen. Also andere Aufgaben. Oder gleich ein teilweises oder volles BV. Da ich durch die Fehlgeburt geprägt bin und eine Risikoschwangerschaft auf Grund von Hashimoto habe. Ich reagiere manchmal total panisch wenn etwas stark schmerzt oder sich komisch anfühlt. Und durch den Stress und das lange Sitzen passiert das häufig.

      Leider kann ich meinen AG nicht einschätzen bzw glaube dass sie gegen ein BV sind.

      Wie war das bei euch? Kennt ihr solche Situationen? Ich habe das Gefühl dass dort keiner Verständnis für mich und meine Situation hat. Teils könnte man das Verhalten der anderen schon als Mobbing bezeichnen... Ich bin total verzweifelt und habe sogar Angst mir mal die zustehenden 10 Minuten Pausen zu nehmen. Ich will die Situation nicht noch verschlimmern. Aber mir geht es von Tag zu Tag schlechter...

      • Wenn die Betriebsärztin zum BV rät, dann wird dein AG es auch aussprechen.

        Wenn möglich wirst du halt andere Aufgaben zugewiesen bekommen und gut ist.

        LG

        Die wenigsten Menschen reagieren erfreut, wenn sie für den gleichen Lohn mehr arbeiten dürfen. Ich würde also sagen, die Reaktion ist verständlich, wenn auch nicht besonders nett.
        Rede mit deinem Chef. Jedes Mal eine Krankschreibung ist für das Betriebsklima sicher eher nicht so gut.
        Ich stimme meinem Vorschreiberinnen übrigens zu. Wenn die Betriebsärztin einen anderen Arbeitsplatz oder ein Teil-BV vorschlägt, dann hält sich der AG auch daran. Die ständigen Krankschreibungen kosten ihn deutlich mehr Geld.

      (5) 21.06.18 - 22:20

      Ich hatte eine ähnliche Situation, habe aufgrund von Frühwehen jetzt ein Teil BV. Übrigens hat mein FA dies ausgesprochen, da er der Meinung war, dass der Stress diese Frühwehen ausgelöst hat.
      Das hilft mir schon sehr!
      Allerdings hab ich keine Kollegen, die mich doof anmachen.
      Ich hab nicht mal ne Stellvertretung geschweige denn eine Elternzeit Vertretung bis jetzt.
      Das heißt meine Arbeit, die ich nicht mehr schaffe, macht jetzt meine Chefin. Aber sie ist froh, dass ich überhaupt noch da bin und nicht ganz im BV.

        • (7) 22.06.18 - 12:59

          Also ich würde da klar ein Gespräch suchen.

          Und auch erklären, dass man sehr wohl, auch wenn man krankgeschrieben ist, egal ob schwanger oder nicht, sich in der Stadt aufhalten darf.
          Es kommt ja auch auf den Grund der Krankschreibung an.

    Das hört sich jetzt hart an. Aber deinen Beschreibungen zu folgen, dramatisierst du selber aufgrund früherer FG und diese Übertreibungungen nerven die anderen Kollegen und so schaukelt sich das hoch.

    Ziehende Schmerzen und harter Bauch - das hatte ich während den Schwangerschaften immer und es gehört einfach mehr oder weniger dazu. Du schiebst es alles den Kollegen in die Schuhe, und das spüren die.

    Du empfindest es als "Mobbing". Es ist schon für die Kollegen hart, wenn man 2,5 Wochen krank geschrieben ist, und dann friedlich-entspannt beim Shoppen in der Stadt gesehen wird. Ich weiß ja nicht ob es Shoppen war. Ich hatte schon öfters Fälle gehört, wo die krank geschriebenen Frauen bei allergrößter Mittagshitze ihre kleinen Kinder auf den Armen durch die Stadt tragen konnten, zur Eisdie.e. Aber die paar Stunden arbeiten ging nicht.

    Ich würde die Flucht nach vorne antreten und die entsprechende Kollegin zu einem Gespräch beim Chef bitten und dort die Karten auf den Tisch legen. Auch wie es dir wirklich geht, was du von ihr erwartest usw.

    Danke euch für die Antworten

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